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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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1. Stengel dünn, meist mit schwachen Aesten, bis 20 cm hoch. Rosettenblätter nach dem Grunde zulangsam verschmälert. Stengelblätter meist den Rosettenblättern ähnlich, stumpflich oder seltener lineal undspitz. Blutenstand anfangs kurz und dicht, später sehr verlängert. Aeussere Kelchblätter mit breitem Mittel»streifen, fast grün; Flügel mit starkem, grünem Mittelnerven und i starken Seitennerven, während der Fruchtreife2,5 bis 3,5 (5) mm lang und 1,2 bis 1,5 (2) mm breit. Kapsel 3 bis 4 mm lang und 2,5 bis 3 mm breit. Auf Steinen,im Ufersand, auf moosigen Wiesen (P. decipiens Besser, = P. amara L. var. dissita Hausskn., = P. amarumL. « genuinum Rouy et Fouc.) var. Austriaca (Crantz) Chodat.

1*. Pflanze kräftig, "niedrig oder hoch. Stengel einfach oder ästig. Rosettenblätter verkehrt-eiförmig,nach dem Grunde zu rasch verschmälert 2.

2. Pflanze bis 20 cm hoch, wenigstengelig undschwachästig. Blattrosette locker, die unteren Stengelblättermeist gross, verkehrt.eiförmig, ziemlich rasch in den Grundverschmälert, obere Stengelblätter lanzettlich bis breit«lanzettlich, mitunter länglich=verkehrteiförmig und fast sogross wie die Rosettenblätter. Blütenstand locker, ver»längert, mitunter armblütig. Blüten kornblumen» oder dunklerblau. Aeussere Kelchblätter meist fast wagrecht abstehend;

Flügel elliptisch, etwa 4,5 (5) mm lang und 2 bis 2,2 mmbreit, meist kurz»keilförmig verschmälert. Kapsel etwa 4 mmlang. Häufigste Form der Alpen und Voralpen, an Alpen»flüssen auch herabgeschwemmt (P. Balatönica Borbäs).

var. amplyptera (Koch).

2*. Pflanze klein, bis 10 cm hoch, vielstengelig,büschelig. Blattrosette deutlich. Blütenstand ziemlich dicht,anfangs pyramidenförmig, zuweilen etwas schopfig. Hoch»blätter so lang oder wenig länger wie die Blütenstiele. Blütenmeist dunkel himmel» oder kobaltblau bis violett, seltener pur»purrosa, hellbau, grünlichweiss oder bunt. Aeussere Kelch-blätter schmal, mitunter die Knospen überragend; Flügeletwa 3 bis 4 mm lang und 1,5 bis 2 mm breit, am Grundemeist etwas keilförmig, etwa so lang und etwas schmälerals die Kapsel; letztere etwa 3 bis 3,5 mm lang und 2,2bis 3 mm breit, zuletzt meist fast kreisrund. Pflanze baldkürzer, gedrungener, der Stengel unverzweigt und dieFlügel meist deutlich schmäler als die Kapsel (f. o f f i«cinälis [Kittel] Freiberg, so an sumpfigen Stellen), bald Fig. 1734. Polygala amara L. subsp. amarella Crantz,höher, schlanker, der Stengel stärker ästig (f. r a m ö s a « Habitus, b Kronblattröhre von der Seite, c desgl., aufge-. TT . t . , t . . < t , schnitten, d Fruchtknoten und Griffel von unten, e desgl.

|Hegetsdiweiler|, so in dicht geschlossenem Wiesenrasen). von der Seite.

Eine Farbenabweichung ist: 1. leucäntha Wimmer et

Grabowsky. Blüten dunkelblau, spärlich mit weiss gemischt. Verbreitetste Form auf aasgetrockneten Moorheidenund in Trockenwiesen. IV bis V, in höheren Lagen VI bis VII (P. amarella Crantz ß typica Bede, = P.braehypetala Wallroth, = P. amara L. y alpestris Koch, = P. myrtifölia Fries), var. vulgatissima Chodat.

Weitere Abänderungen dieser Varietät sind: f. uliginösa Rchb. (= P. amarella Crantz ß typicaf. Reichenbädiii Beck, = P. amara L. a. typica b. myrtifölia Fiori und Paoletti). Stengel meist schlanker. Kapselam Grunde keilförmig verschmälert. Seltener. f. orbiculdris (Chodat). Kapsel so lang wie breit, amGrunde nicht verschmälert, an der Spitze tief ausgerandet. Nicht häufig. f. läxa (Rouy et Foucaud).Stengel 10 bis 20 cm lang, niederliegend.ausgebreitet, locker beblättert. Laubblätter grösser, länglich=lanzettlich.Blütenstände locker. Selten. f. G r e n i <5 r i (Rouy et Foucaud). Blüten mittelgross j Flügel 4 bis 5 mm lang,viel schmäler als die Kapsel. Kapsel meist am Grund keilförmig, daher i gestielt erscheinend. Sehr zerstreut.

f. minutiflöra (Chodat). Blüten kleiner. Flügel etwa so lang, aber viel schmäler als die Kapsel. Ansumpfigen Orten nicht selten. f. subalpina (Chodat). Flügeiso breit oder breiter als die Kapsel, elliptisch,am Grunde fast 5»nervig. Blüten blau. Selten?

Die subsp. amarella ist ein europäisches Element mit weitem Verbreitungsgebiet und grosser Anpassungs»fähigkeit. Sie gehört zu den eurosynusischen Arten, bevorzugt aber gleidiwohl merklich Pflanzengesellschaftenauf feuchteren Böden. Gern erscheint sie in moosreichen, lockeren Frischwiesen, in Flachmoortypen und'ritt bisweilen auch in Hochmooren auf. Am Starnberger See findet sie sich in den verlandendenSchoenus nigricans.Beständen zusammen mit Sesleria caerulea, Pinguicula alpina, Gentiana Clusii, Primulafarinosa, Bartsia alpina, Valeriana dioeca, Succisa pratensis und Scorzonera humilis. In den Alpen

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