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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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2,3 bis 7 mm lang und 1 bis 4 mm breit, stumpf oder spitzlich; Seitennerven meist nicht mitdem Mittelnerven verbunden. Kronblätter so lang oder wenig länger als die Flügel. An»hängsei mit kammförmigem, vielspaltigem, ± deutlich abgegliedertem Anhängsel. Griffelkurz, an der Spitze löffeiförmig, mit hakigdappig angehängter Narbe. Kapsel 2,5 bis 4 mmlang und 1,6 bis 3,5 mm breit, hautrandig, so breit oder breiter als die Flügel. Samen eiförmig,1,5 bis 2,5 mm lang, mit kurzem, 3=lappigem Anhängsel, wie dieses steifhaarig. V bis VIII,häufig nochmals im Herbst.

Allgemeine Verbreitung: Europa nördlich bis Südengland (Kent, sehr selten),Rheinlande, Meppen, Osnabrück, Springe, Harz, Kiel (früher), nordjütisches Kalkgebiet, Nor=wegen bis Orkedal, Stod, Snaasen (64 ü 11'bis 64° 12' nördl. Breite), Jämtland, Aland, Äbo,Südsawo, pomorisches Karelien (Shuigarvi, Segosero), Halbinsel Turja, Archangelsk, südlichbis Spanien, Süditalien, bis zum nördlichen Balkan und bis Südrussland (Krim?).

Die beiden Unterarten zeigen folgende (auf den ganzen Formenkreis bezogen) nur wenig scharfdurchgreifenden Unterschiede s

1. Blüten meist gross, 5 bis 7 mm lang, lebhaft blau bis rötlich blau, selten weiss oder schön purpurrot(1. rubriflöra Wiesb. [Karlsburg in Niederösterreich]). Laubblätter nach der Spitze zu rasch abnehmend,anfangs meist flaumig, später verkahlend. Blütenstand sehr locker. Tragblatt kürzer oder so lang wie derBlütenstiel j Vorblätter viel kürzer als derBlütenstiel, ziemlich spät abfallend. AeussereKelchblätter zur Blütezeit fast wagrecht abste«hend; Flügel elliptisdi, gegen den Grund kurz«keilig, beim Verblühen 5 bis 7 (10) mm lang.

Anhängsel des vorderen Kronblattes viellappigmit verhältnismässig langen und breiten Lappen,schief aufrecht oder gerade vorgestreckt, an derUebergangsstelle zum Schiffchen eingeschnürt.

Samen 2,5 mm lang (P. amara L. subsp. amarumHayek, = P. amara L. a genuina Koch, = P.amarella Rchb. non Crantz, = P. amara L. «grandiflora Neilr., = P. amara Chodat)

subsp. eu-amära Aschers, et Graebn.

1*. Blüten meist klein, 2 bis 2,5, seltenbis 6 mm lang, himmelblau, blauviolett, grün«lieh oder weisslich, selten rötlich oder gescheckt.

Laubblätter mehr allmählich gegen die Spitzekleiner werdend, kurzhaarig oder kahl, beimVertrodcnen feinrunzelig, am Rande hornig.

Blütenstand locker bis dicht. Tragblatt kürzer, solang oder länger als der Blütenstiel. Vorblätterkürzer als der Blütenstiel, frühzeitig abfallend.

Aeussere Kelchblätter mit grünem Mittelnerv,zur Blütezeit schräg vorwärts gerichtet. Flügellänglich bis verkehrt.eiförmig, am Grunde i lang keilig verschmälert. Anhängsel des vorderen Kronblatteswenig gelappt, anfangs einwärts, später oft abwärts gekrümmt, an der Uebergangsstelle zum Schiffchen nichtoder kaum eingeschnürt. Samen 1,5 bis 1,7 mm lang (P. amara L. ß parviflöra Mert. et Koch).

subsp. amarella Crantz.

Genauere Angaben über die Umgrenzung des Verbreitungsgebietes der subsp. eu-amara, sowie über ihreallgemeinen ökologischen Ansprüche können gegenwärtig infolge der ± grossen Schwierigkeit einer eindeutigenTrennung der beiden Formenkreise eu>amara und amarella und der damit in Verbindung stehenden Unsicherheitin der Nomenklatur kaum gegeben werden. Der Verbreitungsmittelpunkt für die subsp. eu.amara liegt offenbarin den Ostalpen und endet westwärts im Tiroler und Bayerischen Alpen anteil (in der Schweiz fehlt sie ganzund wird durch die subsp. amarella ersetzt). In diesem Gebiet ist die Pflanze kalkfordernd und stellt sich amhäufigsten auf Bergwiesen, in lichten Wäldern und in Legföhrengebüschen auf frischen, humosen Böden oderauf Kalkgeröll ein. In Bayern, wo sie bis 1810m ansteigt, ist sie nur am Brünnstein, Geigelstein, bei der Eis«kapelle bei St. Bartholomä, bei Wasserburg am Inn und im Isarkies oberhalb München herabgeschwemmt bekannt;Hegi, Flora. V, 1. 210

Fig. 1733. Polygala amara L. subsp. eu-amara Aschers, et Graebner.a und b Habitus, c und <J Wurzelstöcke mit Blattrosetten, e und / Flügel.g und h Blüten, i Unreife Kapsel mit 2 Kelchblättern, k Reife Frucht. / Samen.