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Rhynchospora alba und R. fusca, Carex»Arten, Myrica Gale, Salix repens, Drosera«Arten, Rubus Chamaemorus,Hypericum humifusum, Viola palustris, Ledum palustre, Andromeda poliifolia, Vaccinium uliginosum und V.Oxycoccus, Erica Tetralix, Gentiana Pneumonanthe, Pedicularis silvatica, Galium saxatile usw. begleitet(Graebner). Auf den Moorwiesen der Herzynischen Niederung und ihrer unteren Bergstufe sind ihrecharakteristischsten Begleiter Orchis maculatus, Tofieldia calyculata, Sagina nodosa, Trifolium spadiceum, Par«nassia palustris, Hydrocotyle vulgaris, Angelica silvestris, Valeriana dioeca, Succisa pratensis, Senecio bar«baraeifolius, Thrincia hirta, Pedicularis silvatica und Myosotis caespitosa (Drude). Auf den Hochweiden derVogesen erscheint sie nach Issler an den feuchtesten Stellen, zusammen mit Vaccinium Myrtillus und V.Vitis idaea, Angelica Pyrenaica, Ranunculus nemorosus, Lycopodium clavatum, verschiedenen Moosen undFlechten. An der Ostsee findet sie sich bisweilen auf salzigen Wiesen mit Erythraea pulchella, Triglochin mari-timum und anderen i halophilen Arten (Preuss). Seltener tritt sie im Bromelum auf (Issler).
1818. PolYgala calcärea F. W. Schultz (= P. heterophylla F. W. Sdiultz, = P. amära
Dumort.). Kalk»Kreuzblume. Fig. 1732.
Ausdauernde, 10 bis 20 cm hohe Pflanze mit spindelförmiger Wurzel und reich»ästigem Erdstock. Stengel verzweigt, im unteren Teil ausläuferartig niederliegend, zu»letzt wenig beblättert, imoberen Teile einen roset=tenförmigen, zahlreicheaufsteigende oder fast auf»rechte Zweige aussenden»den Blattschopfausbildend,neben fruchtbaren immerauch sterile Stengel vor»handen, fast kahl oder± reichlich kurzhaarig.
Laubblätter kahl oder be=sonders am Rande spär»lieh kurzhaarig, lederig,dicklich, nicht bitter»schmeckend, an den steri»len Stengeln im unterenTeil sehr klein, schuppen»förmig, im oberen Teil breit»verkehrt»eiförmig, an den Rosetten der fertilen Stengel Spatel»förmig»verkehrt»eiförmig, stielförmig in den Grund verschmälert, an den blütentragendenZweigen lmeaManzettlich, stumpflich, mit durchscheinendem Knorpelrand. Blüten in an»fangs kurzen, später sich verlängernden, meist 6» bis 20»blütigen Trauben auf etwa 2bis 3 mm langen Stielen. Hochblätter lmeaManzettlich, häutig, frühzeitig abfallend, die Knospennicht überragend. Aeussere Kelchblätter hellblau, seltener weiss, sehr selten rötlichblau;innere Kelchblätter elliptisch=länglich bis verkehrt»eiförmig, etwa 5 mm lang; Mittelnervoft schon von der Mitte aus verzweigt; Seitennerven meist stark verzweigt, nach aussen netz»förmig miteinander verbunden. Kronblätter die Kelchblätter überragend. Kapsel verkehrt»herzförmig, etwa 0,5 mm breit berandet, deutlich gestielt, etwa 5 bis 6 mm lang. Samenlänglich, etwa 2 mm lang, dunkelbraun, weisslich behaart; Anhängsel 3»lappig; die seitlichenLappen fast so lang oder länger als der halbe Samen, der mittlere Lappen kurz, zuerst wag»recht abstehend. — IV bis VI.
Zerstreut, aber stellenweise häufig, auf trockenen, sonnigen Kalkbergen und an Weg»rändern der Ebene und des Hügellandes; nur auf kalkreichen Unterlagen.
In Deutschland auf den Westen beschränkt. In Baden am Isteiner Klotz, bei Schönberg beiFreiburg und auf den Schelinger Wiesen im Kaiserstuhl, im Sundgau von Lützel bis Altkirch, in Lothringen