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Limönum 1 ) (Risso) Hook, f., Zitrone (aus historischen Gründen besser: Limone). Franz.! Limonier, citron«nier; engl.: Lemon ; ital.i Limone. Laubblätter bis 16 cm lang, auf berandeten oder sehr schwach geflügelten,1 cm langen Stielen, spitz, meist unregelmässig drüsig gekerbt«gezähnt. Blüten mittelgross, einzeln oder inkleinen Trauben in den Blattachseln. Kronblätter innen weiss, aussen rötlich, leicht abfallend. Frucht eiförmigbis eikugelförmig, rauh, an der Spitze meist mit einem zitzenförmigen Fortsatz, dünnschalig, gelb, selten grün,8« bis 10»fächerig. Samen zahlreich. Die wichtigsten Formen sind: var. vulgaris Risso. Malta=Zitrone.Laubblätter auf ungellügelten Blattstielen, kerbig gesägt oder gekerbt. Frucht meist eiförmig, anfangs blass,später dunkelgelb. Heimat: Täler und Bergwälder des südlichen und östlichen Himalaya; gegenwärtig nament-lich im Mittelmeergebiet (besonders Sizilien, Spanien und am Gardasee), Westindien und Nordamerika (Florida,Louisiana und Kalifornien) gebaut. Die Zeit der Einführung ist völlig unsicher. Sie soll unter den römischenKaisern nach Aegypten gekommen sein. Fraglich sind auch die späteren Angaben von Apicius Caelius,
Fig. 1708. Citrus raedica L. subsp. Limonum (Risso) Hook. f. Zitronen-PHanzung bei Limone am Gardasee.
Phot. f A. Dopfer, München.
Plinius, Travellianus bis hinein in das späte Altertum. Selbst unter Kaiser Friedrich II. war sienoch aui Sizilien unbekannt. Hingegen scheint sie im 12. Jahrhundert zuerst in Spanien und etwas später inPalermo gezogen worden zusein. 1283 traf Bure hardus de Monte Sion in Palästina Naranges (Orangen),Lemones (Zitronen), Poma citrina (C. medica) und Poma ade (C. decumana) an. Durch Handelsleute, Pilgerund Kreuzfahrer wurde die Frucht weiter verbreitet. 1369 wurden die ersten Bäume in Genua gepflanzt, im15. Jahrhundert kannte man sie an der Riviera di Ponente, 1486 in Savona, 1494 auf den Azoren. ImWoyssel'schen Garten wurde sie unter den Namen Citrus arborescens aliquot gezogen. — var. p u s i 11 aRisso. Stark dorniger Strauch. Laubblätter auf schmal geflügelten Stielen. Blüten klein (die kleinsten allerCitrus>Formen 1), meist zu 3 in den Blattachseln; Mittelblüte meist zwitterig, Seitenblüten männlich, 4»zählig.Kronblätter 1 bis 1,2 cm lang, weiss, aussen schwach rosa überlaufen, verbleichend. Staubblätter meist 20bis zum Grunde getrennt. Frucht bis 4 cm lang, oval.kugelförmig, mit kurzer Zitzenbildung, 8» bis lO.fächerig,reif grün. Nach Schweinfurth (Sammlung arabisch.aethiopischer Pflanzen, in Bulletin Herb. Boissier, VII,App. II, 1899) in Erythraea wild; vielfach im Orient und im östlichen Afrika gepflanzt. Wahrscheinlich ist auchdie in niederen Lagen in Indien angetroffene C. medica var. d c i d a Brandis mit dieser Form identisch. Siekommt auch ohne menschliche Pflege sehr leicht fort und ist sehr formbeständig. Nach Schweinfurth dürfte
') Aus dem ital. limone (franz.: limon) entlehnt und auf das pers. limun = Zitrone zurückgehend •,daraus abgeleitet L : monade (mit Zitronensaft und Zucker versetztes Wasser).