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balsamifera L. (Westindisches Sandel« oder Rosenholz, rose wood) dient zn Räudierzwecken und seinerFestigkeit wegen zu Bauten. Man gewinnt ferner aus ihm ein ätherisches Oel (Oleum Säntali ex India occi«dentäli), das den Sesquiterpenalkohol Amyrol enthält. Das Harz besitzt medizinische Bedeutung. — Zu derden wärmeren Gebieten der Alten Welt (namentlich Südasien, weniger Australien und Afrika) eigenen Unter«familie der Aurantiofdeae gehören als einzige Tribus die 14 Gattungen umfassenden Aurantfeae. Sie gliedernsich in die beiden Subtribus der Limoniinae mit nur 2 oder 1 Samenanlage in jedem Fruchtknotenfachund der Citrinae mit mehr als2 (meist vielen) Samenanlagen. Zu ersterer zählt u. a. die Gattung Murraya 1 ) L.mit etwa 4 im Indo=malayischen Gebiete lebenden Arten, von denen M. exötica L. ihrer wohlriechenden,weissen Blüten wegen eine häufige Heckenpflanze der Tropen darstellt, bisweilen aber audi im Gebiet in Gewächs«häusern anzutreffen ist. — M. paniculäta Jacq. besitzt ein festes, hellgelbes Holz (eine Art von Satin» oderAtlasholz), das für Schnitzarbeiten geschätzt ist. Ihre wohlriechende Rinde dient kosmetischen Zwecken. — M.Koenigii (L.) Spreng, liefert mit ihren unangenehm duftenden Laubblättern in Indien eine Speisewürze. Rindeund Wurzel werden als tonisches und magenstärkendes Mittel benutzt. — Claus6na Burm., mit 10 Artenim Indo-malayischen und 3 Arten im tropischen und südlichen Afrika vertreten und aus Bäumen oder Sträuchernmit unpaarig gefiederten Laubblättern und kleinen, in Rispen stehenden, weissen oder grünlichweissen Blüten
bestehend. Ihrer pflaumengrossen, wohlschmeckenden Früchte wegen wirddie wahrscheinlich ursprünglich chinesische C. W ä m p i i Bl. (= Cöokiapunctata Sonnerat) auf Java, Mauritius, in Ostindien, sowie in ihrem mutmass.liehen Heimatlande viel kultiviert. Die anisduftenden Laubblätter dienen med!«zinisdien Zwecken. Audi C. Anisum.öleum (BL) Merill. von den Philip»pinen besitzt stark anisduftende Laubblätter. Auf den Philippinen wird derZigarettentabak damit parfümiert. Sie enthalten 1,16°/« ätherisches Oel (mit90 bis 95°/o Methylchavicol). — Die ostindisch-tropisch-afrikanische GattungLimönia (Burm.) L. mit gedreiten oder gefiederten Laubblattern auf ge«flügeltem Blattstiel und 4. bis 5«teiligen Blüten besitzt einige Arten mitessbaren Früchten. Diejenigen von L. acidissima L. dienen getrocknetals tonisches Mittel und als Gegengift bei Schlangenbissen. Die Wurzelwirkt schweisstreibend; die Laubblätter sollen gegen Epilepsie angewandtwerden. — Die monotypische, durch 3» bis 4»teilige Blüten und stets ge»dreite Laubblätter von der vorigen Gattung geschiedene TriphäsiaAurantiola Lour. liefert wohlschmeckende, kirschgrosse Früchte und wirdauch der angenehm duftenden Laubblätter wegen sowohl in ihrer vorder,indischen Heimat als auch in weiten Gebieten der Tropen gepflanzt. — Die an den ungeteilten Laubblätternkenntliche Indo=malayische Gattung Ataläntia 8 ) Correa besitzt in A. monophylla einen Baum mit ähnlichdem des Buchsbaumes verwendetem, gelblichem Holze. Das aus den Früchten gepresste Oel gilt in Ostindien alsheilkräftig gegen Rheumatismus. Das Holz der A. missiönis (Wight) Oliv, wird zum Fournieren benutzt.— Zu der Subtribus der Citrinae gehören: Ferönia elephäntum Correa, der Vertreter einer tropisch»vorderasiatischen Gattung, mit unpaarig gefiederten, 2=paarigen, lederartigen Laubblättern und kräftigem, bis30 cm dicken Stamm, dessen gelbliches, hartes Holz viel verwendet wird. Das aus der Rinde ausschwitzendeHarz bildet einen Teil des „Ostindischen Gummi arabicum" (Feronia=Gummi). Die saure Pulpa der 5 bis 6 cmdicken, kugeligen Frucht wird zu Gelte verarbeitet. Die anisartig duftenden Laubblätter und Blüten sind alsMagenmittel geschätzt. — Aegle Correa, mit 2 Arten im tropischen Asien und einer weiteren im tropischenWestafrika. Das Holz von A. Marm6los (L.) Correa dient als Werkholz. Die getrocknet durchsichtige Pulpawird gegen Durchfall, zu Limonaden und Confitüren, ferner auch als Zusatz zu Mörtel, namentlich bei Brunnen,bauten benutzt. Aus den Fruchtschalen werden Schnupftabakdosen hergestellt; aus den Blüten wird ein wohlriechen«des Parfüm gewonnen. Rinde und Wurzel gelten als Heilmittel gegen Verdauungsbeschwerden und Unter«leibsleiden. — Die wichtigste Gattung der Subtribus und gleichzeitig der ganzen Familie ist Citrus*) L.,welche die Stammpflanzen der Apfelsinen (Orangen), Zitronen, Mandarinen, Bergamotten usw. umfasst und deren
') Benannt nach J. A. Murray (1740 bis 1791), einem Schüler von L i n n 6, zuletzt Professor derMedizin und Botanik zu Göttingen.
s ) Atalante, in der griedi. Mythologie die schöne Tochter des Königs Schoineus von Böotien. Siewurde von Hippomenes durch goldene Aepfel überlistet (vgl. pa'g. 56).
*) Die Ableitung des lat. citrus = Zitronenbaum, einer Entstellung von cedrus = Zeder (griech. xe'dpoe [ke=dros])ist unsicher. Die Alten bezeichneten damit ursprünglich alle Coniferen (nicht nur die Ceder) und sollen das Wortspäter wegen der ähnlichen mottenfeindlichen Wirkung des Citrus.Holzes auf den Zitronenbaum übertragen haben.Bei Theophrast führt der Baum den Namen pri<fix6v prjiiov, bei Dioskurides urßi.xiv, bei Galen xirniov.Bei den Römern heisst er malum medicum s. Assyricum, citrium malum, citria usw. Grössere Wahrschein«
Fig. 1698. Geflügeltes Laubblatt derOrange. — a Längsschnitt durch eine Dop-pelfrucht der Orange (nach Wettstein).b Safthaltige Haare (Emergenzen).