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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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land die Stammpflanze der Cörtex Augostürae v6rae, die früher als vorzügliches Fiebermittel galt, gegen,wärtig aber fast ganz ausser Gebrauch gekommen ist. Hingegen dient sie viel als Bittermittel für die Herstellungvon Likören. M o n n i e r i a L., eine von Bahia bis Columbien in 2 Arten vertretene Gattung, ist eines derseltenen Beispiele für das Auftreten l.jähriger Arten bei den Rutaceen. M. trif ölia L., eine Waldschlagpflanze,besitzt scharf aromatisch riechende Wurzeln, die als vorzügliches harntreibendes Mittel gelten. Zur Unterfamilieder Dictyolomofdeae gehört nur die durch 2 kleine Baumarten mit doppelt gefiederten Laubblattern, bis zurHälfte verwachsenen Kronblättern und geflügelten, nierenförmigen Samen ausgezeichnete Gattung DictyolömaDC. vom östlichen Peru und einigen Teilen Brasiliens. Die Unterfamilie der Flindersiofdeae umfasst diebeiden Gattungen Flindörsia R. Br., mit 10 Arten im tropischen Ostaustralien, 1 auf Neukaledonien und1 auf Ceram, und Chloröxylon DC., mit nur einer einzigen Art in Vorderindien und auf Ceylon. Erstere bestehtaus Sträuchern oder Bäumen mit meist unpaarig gefiederten Laubblättern, dachigen, freien Kronblättern und

3. fächerigem Frucht«knoten. Die australischeF. Austrälis R. Br.,ein bis 20 m hoherBaum, liefert das Mao«oder australische Teak.holz, das aber bei derVerarbeitung die Hautreizen soll. Ebensostammt von der auf .

den Molukken heimi»sehen F. Amboindn-sis Poir. ein sehr wert«volles Holz. Chlor«öxylon Swiet^niaDC., von voriger Gat«tung durch klappigeKronblätter und 3««cherigen Fruchtknotenunterschieden,besitzt eingrünlich-gelbes, festes,

unter dem Namen Jndisches Seiden» oder Atlasholz in den Handel kommendes, aber wegen des Gehaltes anChloroxylonin (einem Alkaloid) ebenfalls hautreizend wirkendes Holz. Das reichlich aus der Rinde ausfliessendeHarz findet in Indien Verwendung. Die Unterfamilie der Spatheliofdeae wird von der einzigen Gattung S p athelia L. mit 2 hohen Baumarten auf den Gebirgen der Grossen Antillen gebildet. Die umfangreiche Unter« ,

familie der Toddaliofdeae besteht aus der in 3 Subtribus zerfallenden Tribus der Toddalleae. Zu denPteleinae mit 4. bis 2.fächerigen und 4» bis 2=flügeligen Trockenfrüchten gehört vor allem die in Gärten ver«tretene Gattung P161 e a 1 ) L., Lederblume, engl, s Hop Tree, welche mit 7 miteinander sehr nahe verwandten Artenim gemässigten Nordamerika verbreitet ist und sich durch starken Duft bemerkbar macht. Am häufigsten ist wohlangepflanzt: P. trifoliäta L. Fig. 1696. 1,5 bis 5 m hoher Strauch mit nur anfänglich behaarten, ± oliv»bis zimmetbraunen jungen, später grauen Trieben. Laubblätter gestielt, 3»zähligs Blättdien sitzend, eiförmig»länglich, ganzrandig oder undeutlich gekerbt»gezähnt, das mittlere bis 10 cm lang, nach unten verschmälert,oberseits tiefgrün, kahl, unterseits hellgraugrün, zuletzt nur auf den Nerven mit (denen von Dictamnus alba ähnlichen)

Deck» und Drüsenhaaren besetzt. Blüten in doldenähnlichen Rispen, klein, unvollständig 2=häusig, 4» bis 5»zählig. Kelchblätter am Grunde verbunden. Kronblätter länglich, die Kelchblätter 3 bis 4 mal überragend,grünlichweiss, aussen kurzhaarig. Staubblätter am Grunde des Gynophors entspringend, mit weichhaarigen, ober»seits zugespitzten Staubfäden, in den weiblichen Blüten zurückgebildet, kurz und mit fehlschlagenden Staub»beuteln. Fruchtknoten der männlichen Blüte verkümmert und unfruchtbar, in den weiblichen Blüten auf einemkurzen Gynophor, flach zusammengedrückt, geflügelt, 2=fächerig, in jedem Fache mit 2 aufsteigenden Samen»anlagen. Griffel kurz; Narbe flach=kopfförmig. Frucht kreisrundlich, flach gedrückt (wie bei den Ulmen),etwa 2 bis 2,2 cm lang und 1,8 bis 2,9 mm breit, erhaben netzig»nervig, ringsum breit geflügelt, ± reichlichdrüsig und nach Hopfen duftend. Samen in jedem Fache 1, länglich, zusammengedrückt, mit dünner, lederiger,glänzend schwarzer Schale. VI. Heimat: Atlantisches Nordamerika von Long Island bis Florida. Seit 1704in den europäischen Gärten gezogen, bisweilen verwildernd und in Gebieten mit ± ozeanischem Klima anscheinend

Fig. 1696. Ptelea trif oliata L. a Blütenzweig, b Fruchtzweig, c Zweig im Winterzustand, d Winterknospe.

*) Abgeleitet von mtXia [ptelea], dem Namen der Ulmen bei den Griechen; wegen der ähnlichen Früchte.