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(L.) Engl. (= A. rugösum [Thunb.] Link). Etwa 3 bis 4 m hoher Strauch mit länglich,eiförmigen oder lanzettlichen,gewimperten, oben querrunzeligen Laubblättern und in Dolden angeordneten Blüten, deren Staminodien so langoder länger sind als der Kelch. Im Kapland in zahlreichen Varietäten verbreitet und seit 1790 in Europa inKultur. — A. cilidtum Link. Von der vorigen Art durch eiförmig.lanzettliche oder lanzettliche, Hache, amRande zurückgekrümmte und gewimperte Laubblätter unterschieden. Heimisch auf dem Tafelberg-, in Kulturseit 1774. Eine Form mit behaarten Blütenstielen (f. hirtum Fr. Zimmermann) wurde in Mannheim beobachtet.
Weitere kultivierte Arten gehören den nahverwandtenGattungen Adenandra 1 ) Willd. und Coleoncma'iBartl.et Wendl. an, deren Blüten kurze Griffel mit kopfigeroder scheibenförmiger Narbe und stets kahle Kronblätterbesitzen. Erstere Gattung zeichnet sich durch sitzendeKronblätter aus. Adenändra'Jumbelläta Willd., ein 30bis 60 cm hoher Strauch mit länglich-linealen bis linealen,schwach gewimperten, unterseits reichlich punktierten Laub»blättern und kurz gestielten Blüten mit oberseits weissen,purpurn gestrichelten, unterseits rötlichen, verkehrt-eiförmig-elliptischen Kronblättern wurde 1790 eingeführt und wirdhäufig in Töpfen gezogen. — A. frägrans Röm. et Schult.,durch langgestielte Blüten mit breit-elliptischen, oberseitsweissen, unterseits rötlichen oder roten Kronblättern undganz kahle Laubblätter unterschieden, fand 1812 Eingangnach Europa. Weitere kultivierte Arten sind A. amcenaBartl. et Wendl. (1798 eingeführt), A. uniflöra Willd.(1775 eingeführt) und A. rotundifölia Eckl. et Zeyh.Von den 4 durch genagelte Kronblätter von der vorigenGattung verschiedenen Coleon^ma')- Arten des südwest-lichen Kaplandes finden sich häufiger in den Kalthäusern i C. ä 1 •b u m Bartl. et Wendl. 30 bis 60 cm hoher Strauch von ericoiderTracht. Laubblätter mit gerader, stechender Spitze. Kron-blätter weiss. — C. pülchrum Hook. Kräftiger Strauchmit rutenförmigen Aesten. Kronblätter schön rot. —Diösma') L., von allen zuvor genannten Gattungen derTribus durch den Mangel staminodialer Staubblätter unter-schieden (bei den anderen 5 fertile und 5 staminodiale),bewohnt mit etwa 12 Arten das Kapland, wo die Laub-blätter gegen Harnkrankheiten verwendet werden. DesDuftes wegen findet sich seit langem in Gärten und in Zimmern (namentlich auf Dörfern) gezogen D. v u 1 g ä r i sSchlechtend., ein kleiner Strauch mit gekielten, linealen, pfriemlich-zugespitzten, gesägten und gewimperten Laub-blättern und in doldenartigen Blütenständen angeordneten, weissen oder rötlichen, 5-teiligen Blüten. Blüht das ganzeJahr hindurch. Die meisten sonst im Gebiet gezogenen , D i o s m a * - Arten gehören Jedoch verwandten Gattungen an. —Empleiirum 4 ) ensdtum (Thunb.) Eckl. et. Zeyh. Bis 1 m hoher, kahler Strauch mit rutenförmigen, rötlichenZweigen und lineallanzettlichen, flachen, drüsig gesägten Laubblättern, kleinen, gestielten, kronblattlosen, zu 1 bis 3in den Blattachseln gehäuften Blüten und lanzettlicher, gerader, geschnäbelter, seitlich zusammengedrückter Frucht.Die Laubblätter dieser allein stehenden kapländischen Art kamen früher als lange Buccu-Blätter in den Handel.— Die dem tropischen Amerika eigene Tribus der Cusparieae zeichnet sich durch strahlige oder in derBlütenkrone und dem Andröceum zygomorph gebaute Blüten und durch einen gekrümmten Embryo aus. Wichtig sind:Pilocärpus 5 ) Vahl, eine etwa 13 im Verbreitungsgebiet der Tribus lebende Arten umfassende Gattung. KleineBäume oder Sträucher mit an der Spitze dicht beblätterten Zweigen und abwechselnden oder paarweise sehr ge-
Fig. 1694. Correa speciosa Ait. a Blütenzweig.b Kronblattröhre aufgeschnitten, c Kelch angeschnitten mitFruchtknoten.
*) Abgeleitet von üät'p [aden] = Drüse und äytjg [andrl = Mann, Staubblatt.
') Von xoXeoe [koleös] = Scheide und [nema] = Faden. Die Kronblätter besitzen einen ge-
furchten (scheidenartigen) Streifen, in dem oft die Staubblätter eingeschlossen sind.
') Die Gattung zeichnet sich durch hohen Wohlgeruch aus: dioaßog [diosmos] = herrlich duftend.
*) Zusammengesetzt aus ev [en] = in und nI evqou [pleüron] = Rippenfell j das knorpelige Endokarplöst sich hautartig ab.
6 ) Gebildet aus nlXog [pilos] = Filz, Wolle und xagnos [karpös] = Frucht.