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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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Aendert ab: var. vulgäre Boenningh. (= var. typicum Pospichal, - var. tadehiscens Neilr.).Dresch. oder Schliess.Lein, Ackerflachs. Stengel höher als bei der var. crepitans, wenig oder gar nicht ästig.Blüten grösser. Kronblätter meist ganzrandig. Kapseln geschlossen bleibend oder nur wenig sich öffnend, mitschwach bis stärker behaarten Scheidewänden. Samen dunkler. Besonders zur Faser, und Samengewinnungangebaut. - var. bUnne Mill. (= L. Africänum hört, nec L., = L. btenne Mill. z.T., - L. usitatissimum L.« hyemäle Romänum Heer). Römischer Winterlein, Lino invernegno italiano. Pflanze emjährig.uberwmtern ,seltener 2.jährig. Stengel meist mehrere bis viele, aus gebogenem Grunde aufrecht. Kapseln geschlossenbleibend, etwa 7 mm lang; Fächer gewimpert. Samen 5 mm lang, an der Spitze geschnäbelt. Hie un a (wonur im Mittelmeergebiet) angebaut. Adventiv im Tessin oberhalb Campione und zwischen Lugano und Mel.de.Aehnlich ist L. ambiguum Jordan. Alle Laubblätter vorne zugespitzt. Samen 5 mm lang (nach Heereine Zwischenform zwischen Linum angustifolium und dem Pfahlbautenlein). - Eine ausdauernde, viestengelige Form mit meergrünen Laubblättern (ob hieher gehörig?) beschreibt Strobel (in Oesterr. Botan. Zeit.Schrift. Bd. XXXVI [1886], pag. 182) als Linum Catan6nse. Wohlnicht wesentlich verschieden ist die var. multicaüle (= vai. elätummulticaüle) Schur in Verhandl. des Naturw. Vereines Brünn. Bd. XV[1876]). Pflanze wahrscheinlich zweijährig. Stengel meist zu 3, bis 3 dmhoch, oberwärts ästig. Laubblätter schmal.länglich, beiderseits zu.gespitzt, bis 3,5 cm lang und 4 mm breit, glänzend dunkelgrün, un.deutlich 3>nervig. Kronblätter fast kreisrund, 2 bis 3 mal länger alsder Kelch, sattblau. Frucht ziemlich gross, den Kelch mehr als 2malüberragend. Samen kastanienbraun. Auf Rüben, und Leinäckern, aufden letzteren den Typus bei weitem überragend. Mähren, Siebenbürgen.

Neuerdings beschreibt Gentner (dem der Verfasserverschiedene wertvolle Mitteilungen verdankt) aus Oberbayerneinen 2.jährigen Alpen.Winterlein (Fig. 1676), der weder mit L. hye.male noch mit L. ambiguum übereinstimmt, dagegen mit dem Pfahl,baütenlein ganz auffallende Aehnlichkeiten aufweist (vgl. pag. 22).

Weitere Formen des Schliessleins sindi f. regäle Scheidw.

Königslein, lin royal. Pflanze sehr hoch (1 bis 1,25 m). Blüten blauoder weiss. Soll sich besonders für sandige Böden eignen. f.gräcile Schur. Stengel zart. Blüten kleiner. f. leucänthumMaly (= L. Americänum älbum hört.). Blüten weiss. In Holland,namentlich in der Provinz Friesland, wird schon seit einem Jahr,hundert weissblühender Flachs gebaut, der geringere Ansprüche andie Bodenbeschaffenheit und an die Düngung stellt als der blau,blühende. Er erzeugt zwar eine kürzere Faser von geringererQualität, gibt jedoch eine grössere Samenernte als der blaublühendeLein und ist widerstandsfähiger gegen eine in den dortigen Gegendenals .Brand* bezeichnete Krankheit (Asterocystis radicis). Auch inesien wird auf einigen Gütern ein ähnlicher, weissblühender Leingebaut. Es handelt sich bei dem weissblühenden Lein jedoch nichtum rein gezüchtete Linien, weshalb dazwischen immer normal-blau«blühende Pflanzen auftreten. Fruwirth glaubte die unter blauemLein nicht allzu selten vorhandenen weissblühenden Pflanzen mitweissen (aber auch blauen) Staubbeuteln auf spontane Variabilität zurückführen zu können. Die Feststellung des\ erhaltens der Blütenfarbe nach Bastardierung macht es aber sehr wahrscheinlich, dass sie durch Abspaltungnach Bastardierung erscheinen. Dabei bleibt allerdings die Frage der ersten Abspaltung der weissen, wie auder anderen von Alt hausen und Tamm es beobachteten Farben (hellblau, hellrosa, lila) durch spontaneVariabilität offen. Hoffmann, de Vries und Fruwirth fanden die weissblühende Form während 7 Jahrensamenbeständig. Alefeld (Landwirtschaftliche Flora. Berlin, 1866) erwähnt eine Reihe von weiteren Formen, diesich durch die Stengelhöhe, die Grösse und Farbe der Blüte und der Samen sowie durch die Grösse derKapseln unterscheiden. Je nach der Behandlungsweise (Aussaat, Ernte) werden Früh., Mittel, und Spätleinunterschieden, von denen der erstere etwa im April, der zweite Ende Mai oder Anfang Juni, der dritte je oerst nach Johanni gesät wird. In neuester Zeit wurde auch eine blaublühende hochgezüchtete Leinsorte ausNordamerika in Deutschland eingeführt, die sich durch besonders hohen Ertrag auszeichnet. Durch die esonders in Holland (Groningen) und in Norddakota angestellten Züchtungs« und Veredelungsversuche konnte

Fig. 1676. Linum usitatissimum L. Zwei-jähriger Winterlein, a, ai Habitus, b Sämling.