Die eisbare Auster..
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Wie, oft unter. ;ge>yphi)Jichen .Umständen, das Wasser in dem Park zu erneuern sei, darüber ist mannicht einig. In Courseul, Ilavre, Dieppe, Marennes erneuert man dasselbe monatlich nur zwei Mal,an andern Orten öfter. Will man weil'sere, festere Austern haben, so mufs man das Wasser häufigwechseln; wünscht man kleine,* zarte, besonders aber grübe Austern zu erhalten, so müssen die Ausi-tem längere Zeit in demselben Wasser bleiben. Um schöne, grüne Austern zu bekommen, sind abernoch eigene Vorkehrungen erforderlich j' daher ihr erhöhter Preis. Man wählt nämlich dazu gernkleine, unverletzte Individuen, besonders solche, die von grünen Austern abstammen, und schichtetsie nicht zu dicht. Oefteres Umlegen der Austern, die Beschaffenheit des Bodens des Parks und derZutritt einer Mischung von sülsein .und sal/.igem Wasser werden auch als Bcförderuiigsmillel desGrümverdens genannt, welches übrigens bei einer mäfsigen AVarme in manchen. Jahren leichter, inandern schwerer erfolgt. — Die Austern werden, wenn sie lebend verführt werden sollen, in Fassesdicht eingepackt und diese lest, zugedeckt, so dafs sie ihre Sehaale nicht öffnen können und ihr Was-ser behalten. Nach Neapel bringt man sie im Winter fest eingedrückt in Säcken, die. mit. Schneegefüllt sind (*). — In medizinischer Hinsicht hat Nauche-O) neuerdings die frischen ganzen Austernbei mehrern Unterleibskrankheiten statt der ekelhaften Weinbergschnecken empfohlen. Damit sieweniger irritiren, versetzt man das in ihnen enthaltene Seewasser mit Milch-. Den Saft frischgefau-gener Austern brauchte mau in einer Kardialgie mit grofsem Erfolg. — Die Austerschaalen, die i»technischer Beziehung auch vori Werth 'siWI (z. B. zum Düngen, Gerben, Färben, zur Bereitung vonKitt mittelst Leinöl u. s. f.), bestehen vorzugsweis aus kohlensaurem Kalk und häutigen Schichten.
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Man reicht sie, wohl gereinigt und fein gepulvert,, zum Absorbiren als Concfiae oder Teslcic Oatrcaaoder Üstrcarum prae/wi-atae in Pulvern, Pillen, Latwergen u. S. f. Durch Glühen erhält man dar-aus einen ziemlich reinen Kalk (Calcaria pura e CoachisJ, woraus man das Austerschaalcnwasser(Aqua Cojicharum neu Oslracodermatum) bereitet.
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Erklärung der K u p l" e r t a f e 1 n.
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Taf. XXXV.
Eine Austerngruppe nach Po<li, aber mit Abänderungen nach der Natur.
Taf. XXXVI.
Fig. 1. Ein in seiner convexen Scliaale (ttt) liegendes Austerthier. aa das Band des Schlosses, oooo die-neben dem Schlosse liegenden Grübehen zur Aufnahme der Zähnchen der ilachen Sohaale. b'b'b'b'b',bbbb-hb <ler Mantel (b' der verwachsene, b der freie Mauteltheil), ee die winkelförmigen, am vordemKörperende befindlichen Falten des freien Manteltheils. cccc die Tentakeln, f die Stelle, wo diebeiden Hälften des freien Mantelsaums 'durch Querfäden verbunden sind, m n der Schaalenscldiefser.qqqqqq die Kiemen.
Fig. 2. Ein aus der Scliaale genommenes Austerthier, wie in Fig. 1. die obere Seite zeigend, woran die obereMantelhälfte und der Eierstock weggenommen sind, a der Mund, bbbbb der unterliegende freie Mantel-saum. ccec die Tentakeln, f die Stelle, wo die beiden Hälften des freien Mantelsaumes durch Quer-
(*) Ueber Austerfang, Austerbänke,. Austerparks und Austertransport vergl. Pennant Brie. Zool. a. a. O., KrünitaOihon- Encyclopäd■ Artikel Auster, Lair im Nouveau Dictionnaire cChistoire naturelle,■ und besonders auch Blain»ville im Dictionnaire■ d. sciences naturelles. Huitre. /?. 9s(») Froriep Net. Bd. XXXIIL S. 112.