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Gallus Domesticus.
brannten Meerschwamm, allein oder mit andern Mitteln, gegen Kröpfe u. s. \v. Sonst waren vomIluhn auch oflicinel: die Federn, das Gehirn, die Kämme, die Hoden ('), die Galle, der Magen (beson-ders die innere Haut getrocknet und gepulvert), die Gurgel, der Kolh (besonders der weifse), und dasFell (äufserlicb). Unter dem Namen Alectorius gebrauchte man einen Stein, welcher sich im Magender Kapaunen nach 7 — 8 Jahren erzeugen soll (?). Sogar die ganze Henne mit noch befiedertem Bauchewurde sonst bei bösartigen Fiebern und Wahnsinn auf den Kopf oder auf die Herzgegend gelegt ( 2 ).Hühnerkrallen wurden gegen Gicht gebraucht. Bei bösartigen Beulen, Scorpionbissen u. s. f. liefs manden kranken Theil in den After einer Henne stecken ( 3 ). Aus Ilahnenblut destillirtc man auch einen Spiri-tus als Aphrodisiacum, Sehr lächerlich war der Gebrauch AerAquaCaponisdestillata( 4 ) als aphrodisiacum.
Erklärung der Kupfertafeln.
Tab. XVII.
Fig. 1. Das Skelet eines Hahns nach einem Exemplare des hiesigen Museums, \ der natürlichen Gröfse.Fig. 2. Sämmtliche Eingeweide einer Legellenne, woran oben der obere Theil der Luftröhre (bei «) und derSpeiseröhre (bei b) über dem Kröpfe (c) abgeschnitten ist. Die Leber (d) mit der Gallenblase (e), de-ren Gang mit dem Lebergange sich verbindend (bei /) ebenfalls grün illuminirt, gleichzeitig mit den dreiröthlich- gelblichen Gängen der Bauchspeicheldrüse (g) in den Zwölffingerdarm (//) sich einmündet, nachoben geschlagen, der Zwölffingerdarm mit dem Dünndarm (i /), den Blinddärmen (k Ii) und dem Dick-und Mastdarm (/) endend, zur Seite gelegt. Die kleinen Muskeln (vi) über dem untern Kehlkopfe (o),das Herz ( n ) mit seinen Gefäfsen, wovon die Aorte (p) röthlich, die Lungenpulsader fleischrotli, dieKörpervenen violett, die zu den Lungen (l '/) gehenden Venen blauroth illuminirt sind. Der Vormagen (r) undMagen (s) etwas zur Seite gelegt. — Der Eierstock mit zahlreichen Eichen, kleinem weifsen, gröfserngelben mit den -weifsen Stigmen, nnd einem leeren Kelch (t), woraus das Eichen schon herausgetreten ist.Der vielfach gewundene dicke Eierleiter (uuu) ist zur Seite gelegt und wendet seine freie, obere Mündungeinem reifen Eichen zu. Fast an seinem untersten Theile ist er aufgeschnitten, und man sieht dort einin ihm liegendes, schon mit Kalkschaale überzogenes Ei (v). Der Eierleiter mündet links gemeinschaft-lich mit dem Mastdarm in die Cloake (w) durch den After (.r) — Ein Theil der Rippen (777) undSchenkel ( m ) sind nur angedeutet.
Fig. 3. Ein geöffnetes reifes Ei (wovon man an der einen Seite die Spuren der unregelmäfsig abgebrochenenSchate sieht), in welchem mau die Dotterkugel mit den Chalazen (c c) und dem Hahnentritt («)schwimmen sieht.
Fig. 4. Der Durchschnitt eines gekochten, schon altern Eies, woran man im Innern das centrale Eiweifs (c)
und den mit Luft gefüllten Raum (d) bemerkt.
Fig. 5. Ein Stück eines gekochten Dotters, um die verschieden gefärbten Schichten der Dottermasse und das
centrale Eiweifs (e) zu zeigen.
Fig. 6. Die Dotterkugel mit der ersten Eiweifsscliicht und den Anfängen der Chalazen nach Purkinjetab. I. f. 21. .
Fig. 7. Ein perpendiculärer durch die Narbe gehender Durchschnitt des Dotters, um die centrale, weifse Flüs-sigkeit zu zeigen, von welcher ein Canal zur Narbe geht (nach Purkinje ib. ßg- 16.)
Fig. 8. Ein Theil der Dotterhaut mit dem Bläschen in der Mitte (nach Purkinje).
Fig. 9. Zeigt ebenfalls das Bläschen, dessen hügelförmige Umgebung aber zerflossen ist, in der Mitte eines Theils
der Dotterhaut (nach Purkinje Tab. I. ßg. 5.)
Fig. 10 —11. Anfänge der Kalkschalenbildung (nach Purkinje Tab. II. ßg. 26—27.)
( r ) Amatus Lusitanus, Trallianus. ( s ) Tcmminck p. 198. *— Crüger in Mite. nat. Cur. Dec. II, Ann. 9.Obsv. 138. O Mercklein Thierbuch S. 287. (*) Castelli lexic. med. p. 134.