Druckschrift 
1 (1829)
Entstehung
Seite
94
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Piiyseter Trump o.

Dicht hinter den Geschlechtstheilen (*) der After. Farbe schwarz. Bauch bei den Alten weifslich ( 2 ).(Bis hieher ist die Fabricius'sche Beschreibung ganz unvermischt). Fabricius sagt, dafs er dergröfsle aller Arten sei, 60' lang und mehr; leider giebt er weiter keine Mafse. Der Schevelingen'-sclie Cachelot war sogar 70' (70 voelen) lang (*) und der von Saenredam dargestellte 60' lang.

Die übrigen von Abbe le Coz an Bonnalerre mitgetheilten Mafse (**) eines der bei Au-dierne gestrandeten Thiere waren: Totallänge 44; von der Schnauze bis zur Augenhöhle 8'; von dazur Brustflosse 3'; von da bis zu den Geschlechtstheilen 19' 7"; von der Schnauze bis zum Anfangder Schwanzflosse 37' 7"; Schwanzlänge 6' 9"; Abstand der Spitzen beider Schwanzflossen von ein-ander 10'; Umfang des Thiers an der dicksten Stelle 34' 8"; Länge des Oberkiefers 5'; und des Un-terkiefers 4' 6"; Rachenöffnung 3' 10"; Breite der Schnauze 5'. — Der Saenredam'sclie 60' langewar 14' hoch, 36' im Umfang; die Länge des Schwanzes 14', des Rachens 12'. — Clusius (L. 6.C. 17) theilt folgende Mafse mit: Totallänge 52 — 53'; Dicke 31'; von der Schnauzenspitze bis zuden Augen 15'; Unterkiefer 7' lang; Brustflossen 4' 4" lang und 1" dick; von den Kiefern bis zumNabel 16'; vom Nabel zur Ruthe 3'; Ruthe 6' lang; Schwanz 13' breit.

(f)

PIIYSETER TRUMPO ("*)• Trumpo-Cachelot.

Synonym. Cachalot Trumpo. Bonnat. Cetol. p. 14. pl. 8. f. 1 (Robertson's Figur). — Desmar.

p. 524. — Lacep. Cetac. p. 210. pl. 10. f. 2 (Roberts. Fig.) — Catodon Trumpo.

Aus der Bonnaterre'schen Figur kann man nichts schliefsen, und in den beiden schönen Holländischen Zeichnungen istwegen der Rückenlage nichts davon zu sehen, daher schweigt auch Clusius ganz darüber und dieses scheint Sibbald(Phalainologia novo, seu Ohservationes de rarioribus Balacnis in Scotiae littus nuper ejectis Londini 1773. 8pag. 30.) verleitet zu haben eine eigne Art zu machen: ,, Balaena macroeephala, quac binas Cantum pinnas laterales ha-bet wobei er den Clusius und T. Bruno anführt. Unergründlich ist es indessen, wenn er bei seinen „Balaenis ma-joribus, in inferiore maxilla tantum dentati»" (welche doch ohne Zweifel Pottfische waren) Fischernachricliten anführt,nach denen alle die Thiere, welche viel Walratli geben, nur 2 - finnig waren ( Permesitie ho.le, Phal. p. 28). Wennselbst hier der Trump gemeint wäre, miifste doch wenigstens von einem ansehnlichen Höcker die Rede sein!

(*) Die Ruthe liegt in einer ansehnlichen Längsspalte versteckt, aus der sie sich hervorziehen läfst u. dann am Grundeeine vorhautartige Hülle zeigt (s. unsere Tab. XII, Fig. 2.). — Die weibliche Schaam ist eine Längsspalte, zu deren jederSeite eine andere Spalte ist, worin eine Brust mit ihrer Warze versteckt liegt (ganz ähnlich wie auf Tab. XVI, F. 3 vonBalaena roslrata fem. gezeigt wird), die sich hervorziehen läfst (s. Tab. XII. F. 1.). ( 2 ) Zuweilen ist auch der Körperschieferblau und weifsgefleckt.

(') ßlumenbach (" Abbild, nat. Gegenst. tab. 84) erwähnt sogar eines 70' langen in Rackstrow's Museum zu Londonaufbewahrten Skelets; ob aber von Ph. macrocephalusl — Die gröfste, zuverlässige Länge von 90', die wir von Cachelotserfahren, ist vom Captain Day an Scoresby {An Account of the Arctic Regions, Vol. II. Edinburg 1820, S. p. 53'2.)berichtet worden. —

(**) Zur Verständlichkeit fremder Mafse führen wir hier folgende Vergleicliungen von Eytelwein an (aus den Ab-handlungen der Königl Akademie der Wissenschaften, aufgenommen in den Verhandlungen des Vereins zur Beförderungdes Gewerbfleifses in Preufsen, Berlin, 5 te Lieferung 1S27. 4. p. 240.).

1 metre — 3,186199 Preufsische Fufs (oder beinahe 2 metre = 3 Pr, Ellen zu 25|".

1 Imper. Yard = 2,9134 Pr. F. (oder beinahe 35 Yards = 48 Pr. Ellen).

1 Foot — 11,6536 * Pr. Zoll (oder beinahe 35 Engl. Fufs = 34 Pr. F.).

1 Pariser Fufs = 144 Pariser Linien.

1 Preufs. F. = 139,13 Pariser Lin.

(t) Geographische Verbreitung und Lebensart werden hinter der letzten Species, als allen Arten zum Theil gemein-schaftlich, abgehandelt.

(***) Der Name Trumpo ist schon sehr alt u. wird auf den Bermudas-Inseln und iu Neuengland für eine Art Cachelotgebraucht (s. Philos. Transact. Vol. 1. for. Anno 1665 and 1666. num. 8. p. 132). —

Zu den von vielen Schriftstellern angenommenen, aber unhaltbaren, nicht hinreichend tharakterisirten Arten gehören,namentlich in die Nähe von Ph. macrocephalus: