Elen - Hirsch.
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dungsstücken und allerhand Hausgeräthe angewendet ('). Daher macht es einen bedeutenden Handels-artikel ; ja einige Russisch-asiatische Völkerschaften, welche, wie die Nordamerikaner, eigene Zubereitungs-arten haben, entrichten Elenhäute als Abgabe ( 2 ). Die Haare werden zum Polstern angewendet. Dasdem der Hirsche ähnliche Fleisch schmeckt, zumal von den Jungen, sehr gut, und wird geräuchertund eingesalzen. Die geräucherten Keulen, die Zunge, Ohren, die Kolben und besonders das mark-älinliche Maul gelten für Leckerbissen ( 3 ). Die Knochen sind, da sie nicht gelb werden, wie das Fettsehr brauchbar ( 4 ). Aus den Hufen drehete man sonst Ringe und Amulete, die man, wie das Pulverderselben, irrigerweise, vermuthlich durch jene Fabel veranlafst, gegen Fallsucht anpries.
In unsern Zeiten sind wohl, in Europa wenigstens, nur noch seine Geweihe, die wie die Hirsch-geweihe angewendet werden können und von der Pharinacop. Fennica p. 6. vorgeschrieben werden, fürdie Arzneikunde von Wichtigkeit, weshalb wir das so interessante Elenthier nicht ausschliefsen zu dür-fen glaubten.
CERYÜS ELAPHUS. Edelhirsch, Rothhirsch, Rothwild.
Das Männchen (Hirsch, Hirschbock, Hirschboll). Ital. Cervo. Span. Ciervo. Porlug. Ciervio. Franz. Cerf. Holland.Hert. Engl. Stag. Dan. Hiort. Schwed. Kronhiort. Norweg. Röddjrr. Chaldäisch Ajela. — Das Weibchen (Hindin,Hirschkuh, Thier). Latein. Cerva. Span. Cierva. Franz. Biche. Holland. Hinde. Engl. Hinde. Norweg. Djrkoll. —Das Junge (Hirschkalb oder Hindkalb). Franz. Faon. Engl. Caelf.
Synonym. Ceivus Elaphus. Linn. syst. nat. ed .X. Vol.I. p. 67- — Faun. suec. p. 13. — Linn. Gm. I.
p. 175. — Söhreb. Säugth. V. tab. 267. A. B. C. D. E. — Pallas zoogr. I. p. 216. — Erxle-ben Syst. p.301. — Nilson Skandin. Faun. p. 205. — Desmarest mammal. p.434. —Cerf commun. Geoffr. et Fr. Cuv. Hist. des mammif. T.I. tab. 92. — Le cerf. Buff. hist. n.T. VI.p.63. tab. 9,10,12. — The stag. Pennant brit. zool. I. p. 114. — Der edle Hirsch.Ridinger Abb. jagdbarer Thiere. Taf. 4, 5. — Der Hirsch. Döbel Jägerpr.I. C. 1.— Flem-jnings deutsch. Jäger f. 89. — Bechstein N. G. D. I. 453. — Das Rothwild oder derRothhirsch. Bechstein Jagdwissensch. B. 1. S. 225. — Das Rothwild oder Edelwild. G.L.Hartig. Lehrbuch f. Jäger. Bd. 1. Tübingen 1811. 8. S. 123. — "EXacpog. Arist. an. II. c. 7.— Aelian. an. VI. c. 11. — Oppian Cyneg. II. 176. — Cervus. Flin, hist. nat. VIII. c.32.
Wesentlicher Charakter. Kopf kürzer als der Hals. Oberlippe rundlich, ungefurcht, überdie Unterlippe nur wenig vorragend. Fell fleckenlos, im Sommer braungelb, mit weifslicher, schwarzerund grauer Beimischung, im Winter mehr graubraun. Hinterbacken stets gelbbraun. Männchen mitrundlichem, verästeten Geweih, dessen Stangen über ihrem Grunde sich von einander entfernen, mitihren äufsersten Enden sich aber wieder nähern, und deren jede drei bis vier nach vorn und etwasnach aufsen gerichtete Enden, und eine zwei bis fiinfendige Krone trägt.
Beschreibung. Kopf mittelmäfsig, pyramidal, mit langer etwas flacher Stirn. Schnauze (Geäs)schmaler, dünner, und länger als beim Rind. Nase rindähnlich, unbehaart, gröfstentheils schwarz, in-wendig weifslich, mit halbmondförmigen Oeffnungen. Lippen braun, inwendig mit zugespitzten, schwie-ligen Warzen. Unterlippe hinter den Schneidezähnen am Rande gezähnelt. Gaumen bräunlich. Zähne(Tab.V. fig. A.) wie beim Elen, nur finden sich bei alten Männchen, seltener bei alten Weibchen, imOberkiefer stumpfe, dreieckige, zusammengedrückte Eckzähne (Haken, Gran) (Tab.V. fig. 2.) welcheaber von den Lippen bedeckt sind. Zunge (Weidmesser, Weidlöffel, Lecker) glatt. Augen (Spiegel,
(') I'ennant a.a.O.; Ludovici Kaufm. Lcxicon. II. 1235; Carvers Reisen 366-67; Leopold de Alce 5- 19;Ileinsius de Alce S. 26. ( 2 ) Pallas Reisen R. II. S.258. u. B.III. S. 12; Zoogr. p. 203; Slras. Magaz. V- St. S. 292.( 3 ) Pall. zoogr. u. Pennant a.a.O.; (*) Ludov. a.a.O.; Neue Anm. über d. Natur. 111.543.
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