säen, um solche früh ju haben : denn es konnte ge-schehen, daß diejenigen, so tm vorige» Monat gesäetworden, verderben, die lezern aber forkiommen. Umdieser Ursache willen ist eö gut, allezeit zwey bis dreySkalen zu haben, da eine nach verändern gemachetworden, und so werdet ihr einen bessern Wechselhaben ^ als wenn ihr nur eine Saat machet.
Zu Ende dieses Monates sollt ihr etwas Sand,;vich,und Tockerbohnen saen, welche dauerhaftertuÄ die N?indsorbohnen sind, und gar wohl aufdie spanischen oder lisbonnischc!, Bohnen folgenkönnen , welche im vorigen Mvn.u gepfianzet wor-den, so, daß man die Tafel beständig versehen tonne.
Wenn der Boden so hart gefroren in, daß mannicht graben kan ,^o konnt ihr euere Za nie ausbes-sern , und auf die Felder Mist Mn'!,, hamit er beyder Hand seye, wann die Kalke vergehet; reinigetauch euere Saamen zum aussacn, und machet alleneueren Werck-eug zurechte, damit ihr nicht gehin-dert werdet, wenn das Wetter zum säen gut ist.
Nun müst ihr auch fü? euere Beeten mit Erd-schwammen sorgen, und solche mit frischem, trocke-nen Sl?oh so dick bedecken, daß Kalte und Nasseuhgehallen werde , welche beede den Beeten sehrshadli.i) seyn konnten; wenn man sie aber gehona be-sorget , so werdet ihr mit selbiaen die Tafel bestän-dig versehen können, solle es auch gleich noch so kal-tes Werter seyn.
'Mao nun im Aüchengarten wächst.
Kohl, Savoverkohl, rother Kohl, brauner Kohl,Blumenkohl, und etwas Broecoli, Mohren, Pa-stinak, Steckrüben, Potaten, Zuckerwurzeln, Scor-zonere, Haberwurz, Manggold, und Pferdrettig.
Zwiebeln, Lauch, Knoblauch , Rockenbollen,Schalotten , Tymian, Wintersaturey, Hystopen,Salbey, Rosmarin, Carden, Sellery, Kvrbel,undeinige andere Suppenkrauter.
Kresse, Senf, Rüben, Ncttige, Steckrüben, klei-ner Lattich , und andere Salatkrauter auf Mistbee-ten. Sellery , Endivie und etwas brauner hollän-discher Lattich, unter Glafern in gelindem Wetter;M ^nze und Dragun auf Mistbeeten, so zu Anfangdes lezten Monats angelegt worden' in Mistbeetenso man im C>crober gemachet hat, Spargel.
VOas im Frucktaarten und Baumgartei?vorzunehmen.
Wenn gelindes Wetter ist, so sollt ihr euern Bo-den , worein ihr im Lebruario Bäume pflanzenwollet, umgraben und zubereiten; auch könnet ihrdie Rabatten eueres Fruchtgartens mit frifcher Erdeund recht verfaultem Mist, welches beedes wohl un-tereinander gemischet werden muS, verbessern, da-durch werden die Bäume sehr gestärcket werden.
Zezt ist es nicht rathsam, von eueren Frucht-bäumen, welche entweder an Mauern oder Spalie-ren stehen , einige zu beslmeiden, weil bald daraufFrost einfaien könnte, und dadurch würden die an-geschnittene Theile, sonderlich an den Pfersichen,Apricosen und andern zarten Fruchtbäumen Scha-den leiden.
Gehet euern Baumgarten durch, und nehmet alleabgestandene und einander kreuzende Zweige weg;schneidet solche aber schief und so viel möglich glattab, damit die Nässe, ohne in den Baum zu dringen,um so viel leichter ablauffen könne.
IN. Theil.
nber. 6k
Ihr konnt auch den Boden eueres Baumgarkens,zwischen den Bäumen düngen und pflügen, solches -wird ihnen sehr wohl bekommen , und die Früchte .werden viel schöner und wohlgeschmacker werden;sollet ihr auch vorhaben im Frühling einen neuenBaumgm'lcn anzulegen , so konnt ihr jezt den Bo-den zu solchen zubereiten.
Bey strenger Kalte solt ihr den Boden , um euereneugepflauzten Baume, sorgfältig mit Streu bede-cken , oamtt der Frost nicht durch den Boden zu denWu zeln dringe: denn selbiger wurde den jungenFahrn grossen Schaden N)un.
Auch müst ihr die Kalte vvn dem Zimmer, wo-rinnen ihr euere auserlesene Winterfrüchte aufbehal-tet, sorgfältigst abhalten: i^em: wenn elui^e von den-selben gefrieren, so verderben sie ganz gewis balddarauf.
Früchte, so nui^ am besten, oder noch zu
haben smd.
Birnen : Colmar, St. Germain, St. Andre,'Virgoleuse, Ambreile, Lc'"chassene, Epine D' Hover,St Augustjne, Beurre D'Hyver, Louise B nne,L'Amadotte, spanisih Boneretien, Poire deLivre,Ronville, Citron D'Hyver, Rousellette D'Hyver,.Martin See, und einige andere.
Aepfel: Nonpareil, Golden Pippin, Fren<°HPjp-pin, Holland Pippin, Kentisch Pippin, P-lesRus-set, Winter Pearmain, Vc)heelerö Russet, Houte-Bonne, Rennet Grisc, Aromatic Rüstet, WinterGüliflower, Golden Russet, Harvey Apple? Win-ter O.ueenlng, nebst einigen schlechter» Sorten.
Ferner Mispeln, Speyerlinge, Mandeln, einigestauben, wenn sie sorgfaltig verwahret worden,Castanien, Wallnüsse und kleine Nüsse.
N?as in der Baumschule vorzunehmen.
In diesem und dem folgenden Monat ist es sehrunsicher Baume zu versetzen, daher ist wenig m betBaumschule vorzunehmen, ausgenommen daß man,wo es nöthig ist , Dunger hinbringe, bey geundemWetter aber den Boden , worein man im FrühlingBaume pflanzen will, zurecht mache.
Beleget die Stamme cuerer frisch gepflanztenBäume mit Streu , wenn solches im vorigen Mo-nat unterlassen worden, sonst dringt der Frost in denBoden und greift alle junge Fasern an, wodurch dieBäume gar sehr gejchwachet werden.
Bey kaltem Wetter, gebet wohl aus solche Baum-schulen Acht, zu welchen Haien und Kaninichen:c.kommen können: denn bey dieser Zahrszelt fressendergleichen Thiere an den »ungen Bäumen die Rin-de gerne ab und machen sie verderben.
Wenn gelindes Wetter ist, könnet ihr fortfahren,zwischen den Reihen der Bäume in der Baumschulezu graben, wenn solches nicht bereits geschehen, mitder Vorsicht, wie mebrmalen gemeldet worden,daß man den Wurzeln keinen Schaden thue.
Verwahret auch diejenigen, jungen, ausländischenBäume, welche die Kälte von unserem Clima nichtvertragen können. Zu diesem Ende könnet ihr Streuum ihre Stämme berum legen , und ihre Wipfelbey strenger Kälte mit Erbsstrob bedecken; doch muSman solches nicht an ibnen lassen , wenn der Frostvorbey ist, weil die -arten Tbeile der Pflanzen, ausMangel der freyen Luft, schimmlich werden konn-ten.
(Q) Be-