November.
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Auch müst ihr bey trockenem Wetter Erbsen säe»,und Bohnen pflanzen, damit sie auf diejenigen fol-gen, so im vorigen Monat gepflanzer worden; um die-«/enigen aber so aufgegangen sind, könnet ihr die Erdein etwas aufrauffei», welches fle gegen die Kalteverwahren wird.
Säet auf mäßiqe Mistbeeten alle Arten von Sa-latkräutern , als Lattich, Kresse, Sens, Rüden,Rettige, Steckrüben :c. damit die Tafel beständigmit selbiqen verseben werden könne, und bey trocke-nem Wetter könnet ihr euern Eudivie, der ausae-waÄ)sen bat, ausbeben un.> zum blcicl en in Grubenlegen, wobey zu beoba.l ten, daß man ih» allezeit andie Seiten der aufgewerffenen Eroe setze, damit dieNässe ablauffe, sonst könnte» die Pflanzn davonverfaulen. Auch mußt ihr um eueren Sellery dieErde aufhäuffen, um ihn zu bleichen, und dabeyAcht geben, daß die Harzen der Pflanzn freo blei-ben ; doch soll dieses allezeit bey trockenem Wettergeschehen.
Nun könnet ihr ferner den Boden düngen undumgraben, welchen tkr zu eueren frühen Saatenbrauchen wollt, da ihr ihn denn wie Ackerbeeten zu-sammenlegen könnet, bis es Zeit ist denselben zu nu-zen; diese? aber wird sebr dienlich seyn, den Bodenzu erfrischen und mild zu macben. Wenn ibr hierin-nen so viel thut, als ihr bequem bewerckstelliaen kön-net,^) habt ihr davon im Frühling grossen Vortheil,wo sonst noch gar viel zu verrichten seyn wird.
Mit Anfang dieses Monates könnet ihr etwasMöhren und Rettige in warme, an Zäunen oderHecken liegende Rabatten säen, damit sie bald imFrühling kommen,wenn solches nicht bereits zu Atdedes vorigen Monates geschehen Ist es geschehen,so könnet ibr solches bis um die Mitte dieses Mona»tes verschieben, so werdet ihrvonselbiaen u.n so vielmehrere in einer abwechslenden Folge haben.
Euern Spinat, euere Zwiebeln und andere Ge-wächse, so ihr im ^julio und August gesaet habt,müst ihr beständig vom Unkraut reinigen: denn las-set ihr solches um diese Jahrszeit stehen , überlaufftes euere Gewächse, hält die Nasse zurück, und ma-chet sie faulen.
Nehmt alle abgestandene Blatter von eueren Blu-menkohlpflanzen ab, und hauffet um die Stiele der-jenigen, so unter Glocken, oder Gläsern stehen, dieErde in etwas auf; gebt aber wohl Acht, daß ihrkeine Erde in das Herz der Pflanzen bringet: dennsolches würde sie verderben machen.
Jezt könnet ihr auch einige Beeten für den Spar-gel zurecht machen, welcher um Vermachten kom-men soll ; dieser wird aber nicht so viel, auch keineso grosse Stengel bringen, als die>enigen Beete,wel-che mit Wfang des ^anuarii angeleget werden;auch wird der Spargel nicht von so schöner Farbeseyn, daher es denn nur eine Cache für neugierigeLeute ist, um diese Zeit dergleichen Beeten anzule-gen.
Hebet die Wurzeln der Möhren , des Pastinaksund der Potaten :c. zu Ende dieses Monates aus,und leget sie in Sand, an einen solchen Ort, wosie für Frost und Nasse verwatnet seyen, indem ih-nen dadurch vielmals Schaden geschiebet; vernarb»läßiget man aber solches, und der Boden sollte aufeine Zeilang gefrieren, so ist es nicht möglich dieWurzeln aus der Erde ;u bringen, lo. daß man dieKüche damit nicht versehen kan, bis der Frost wie-der aus der Erde ist.
IN. Theil.
Ware dieser Monas trocken und kalt - sollt ihrauf die Felder des Kücl ennartens Mist füllen, da-mit ihr ihn bey der Hand babt, wenn es nöthig istden Boden umzugraben, dadurch wird euere Arbeiti m vieles befördert werden. Unterlasset ibr solches,so müst ihr öffler? euere Arbeit sebr übereilen; die-ses aber soll, so viel möglich, vermieden w^r,den : denn in solchem Fall, werden entweder vieleGeschaffte gar unterlassen , oder nur obenhin besor-get.
Jezt müst ibr auch euere Robrbeckeri mit Weidenbefften, wenn solches nicht im voriaen Monat ge-schehen, »onst reisten sie die starcken Winde, welcheum diese Jahrszeit insaemei» weben, von den Stan-gen loö, und brechen die Rohre, da sie denn schwerwieder auszubessern sind.
Sind irgendwo Mistbeeten für Salat, Gurckenoder in anderer Absicht angeleget, so müssen selbigeum diese Jahrszeit fleißig bei'oraec werden: dennjezt sind die Nachte lang und kalt, und die Tageentweder frostig, nas oder neblicbt, so, daß manden Beeten wenig Luft geben kan, da denn die Pflan-zen össte'-S schimmeln und faulen; auch wird dieHitze des Beetes össters von Renen oder Ccbneegar sebr vermindert, daher denn die Mistbeeten umdiese Zeit eine mühsame Wart erfordern.
Was nun im Aüchengarten wachse.
Kohl, Savoverkobl, Blumenkobl so im lUaygesaet worden , brauner Hohl , lpate Artischocken,rother Kohl, Spinate, Kok!keime, Zwiebeln, Lauch,Knoblauch, Rockenbollen, Schalotten, ^leckniben,Manggold, Möhren, Pastinack, Zuckerwurzeln,Haberwur eln, Scorzonere, Pferdrettiq, Jerusa-lemSartischocke (("««-onz lcilis) schwarzer und weis-ser spanischer Rettig, und auf Mistbeeten etwasSpargel.
Von ^alarkramern: Lattich, Kresse, Steck-rüben, Senf, Schasmäulchen, Coriander, Pimpi-nellen, und and-'reS Krautclwerck aus dem Mistbeet,oder aus warmen, an Wenden liegenden Rabatten.Fe'-ner Endivie, Sellery, und wenn gelindes Wet-ter ist, etwa? brauner holländischer und gemeinerKopfsalat.
Zu kuppen: Mangaold, Earden, Tbymian,Salbe», Körbet, Ringelblumen, Wintersaturey,Psopen, Sauerampfer und einige andere.
Was im Fruchtgarten vorzunehmen.
Wenn gelindes Wetter ist, kennet ihr noch im-mer Birnbäume, A^pfe'hnnwe, Weinstöcke, undandere dauerhafte Fnichtforten, die entweder aaMauern und E palieren stehen, oder als hoc! stäm-mige Baume wachsen, beschneiden; doch ist es nichtgut solches zu spat im Monat vorzunehmen, weil diestarcken Regen, wenn sie bald auseinander folgen,den Bäumen schaden, wenn ihre Wunden noch frischsind.
Nun müst ibr an euern Feiaenbaumen alle spateFeinen wegnehmem: denn laßt man sie daran, s»faulen selbige und stecken die jungen Zweige gleich-fals an. Bevesiiget auch die Zweige der Bäumedichte an der Mauer, <v werden sie für dem schäd-lichen Frost viel sicherer seyn, als wenn dieselbenweitdcwon absieben Ibr könnet auch einen Schirmvon Robren oder S troh davor stellen , wenn sebrstrenge Kälte w 're» solches wird die Fruch nweiae fürSchaden verwahren, und so viel helffen , daß die(P) Früch-