October.
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Winter über demFrost ausgesetzet seye,welcher solcheswürde machen wird.- denn wenn der Frost lange an-hielte , so würdet ihr dadurch so lange aufgehaltenwerden, daß die Zeit zum Plauzen vorbey seyn könn»te, und da würdet ihr ein ganzes Jahr verliehren.
Um diese Zeit, konnt ihr einige Reiser von denje-nigen Goldblumen , die am stclrcksten gefuilet sind,sowohl von den weissen als gelben , in Töpfe pflan-zen, die mit guter Erde gefuuet sind, uno solche inSchatten setzen, sie auch, wenn trockenes Wetterwäre, offters begiessen. Diese Reiser werden sichbald bewurzeln, und wenn man sie unter eine gemei-ne Einfassung stellet, wo sie im Winter gegen denFrost verwahret werden, bey gelindem Wett.r ader,so viel möglich, Luft haben tonnen , so werden mitdem Frühling die Pflanzen genug erstarcket seyn,um sie in die Rabatten des Blumengartens zu pflan-zen. Auf diese Weise werdet ihr allezeit recht gefüllteBlumen erhalten , unter welchen gar keine einfache
ist.
pflanzen, so nun im Lustgarten blühen.
Verschiedene Sorten vom Sternkraut; und wennes offenes stilles Wetter ist, so dauern auch noch dieafricanischen und französischen Sammtblumen,die Wunderblumen, die Balsaminen, das wohlrie-chende Harnkraut, der drevfarbige uud Hahnen-kammamarant, weisft und Purpurfarbe Kugelama-rant , der Wunderbaum, Diamautficoides, nebsteinigen andern dauerhaften Pflanzen, ferner blühennun, vier bis fünf Sorten der Goidruthe, die Sor-ten vom Herbsterocus, gelbc Herbstuarcisse, Sau-brode , Zeitlosen , chinesichc Federnelcke, Bisam-blume, Gartenschlussel,Aurickeln, dreyfarbig Beil-gen, chinesisches Sternkraut, orientalischer Was-serpfeffer, cretljche Goldblume, Rindsaugmasiie-ben ,Leinkrautsorte», Levevien, Judenkirschen, dasgelbe Sternkraut, Tuberosen, Gucrnseylilie, Bel-ladonnalilie, kleine Sonnenblume, Sonnenwende,orientalische Ochsenzunge, amertcanischer Hunds-kohl mit Mayenblumenblute, Orant, Saffran,Safflor, gefüllt Mutterkraut, Rindsaugen, Win-den, Platterbsen, Feigbohnen, Venusspiegel, Na-belsaamenkraut , gefüllter Stechapfel, Flockenblu-men, Jacobskrautsorten, Habichtkraut, einige ent-fache Anemonen, Sonnenblume, indlanische Ska-biosen, und einige andere.
Dauerhafte Baume und Stauden, so nun-mehr blühen.
Der Erdbeerbaum, spatblühendes Geisblat, im-mergrünes Geisblat , Allheenstaude, Passioneblume,Mondklee, syrische Ketmia, Tinuslorbeer, Monat-rose, Bisamrose, staudiges Fünffingerkraut, blü-hender Himbeerenstrauch, Cistenro^lein, das Mann-lein , Salbeybaum, Hamamelis, Granatenbaummit gefüllter Blume, Scorpionsenna,Keuschlamm,immergrüner Hagedorn mit Früchten, Spindelbaumhat Früchte, Kreuzkraut mit dem Meldenblat undeinige andere.
Arzeneykrauter, so man nun zum Ge,brauch sammeln kan.
Kalmus, Judenkirschen, Gifftheil, Aronwurzel,Haselwurz, Berbiöbeeren, Saffran, Wurzel vomManggold, Manstreu, Eschensaamen, Bilsenkraut,Saamen und Wurzel, Wacholderbeeren Liebstö-ckelfaamcn, Baldrianwurzel, Sevenbaum, Seis-fenkrautwurzel, Seelavendelwurzel, Scorzoneren,Zuckerwurzel.
Was im Gewachshaus? und im Glas-haus vorzunehmen.
Mit Anfang dieses Monates müst ihr euere Po-mcranzenbaume in das Gewächshaus bringen, wennsolches nicht schon im vorigen Monat geschehen, wo-bey zu beobachte», wie bereits gemeldet worden, daßsolches an einem trockenen Tag geschehe Auch müs-sen ,ehe man sie in das Haus setzet, die Wipfel undStamme derselben gereiniget, und die Erde oben inden Kübeln aufgelockert und etwas recht verfaulterK uhmist darunter gemischet werden. D ieses erfrischtdie Baume, und hindert, daß in den Topfen undKübeln kein Moos wachse.
Ferner müst ihr jezt auch euere zarte Storchen-schnabel, die gefüllte indianische Kresse, den spa-nischen Jasmin, den azorischen Jasmin, den gel-ben indianischen Jasmin , die Kieoides, Haus-wunsorten, die Nabelkrautsorten, die Amberstaude,den staudiaen Sauerampfer, die maladanschc NuS,den Lowenschwanz, die Hermannien, Alaternoides,Steinklee aus St. Jacob, die gestreiften und ge-fleckten Aloen, Cacalianthemum, Ancmvnospcnnos,die canarische Glockenblume, die Feldzwiebeln,die Konnengoldblumen,dle Clusia, den Mollebaum,und viele andere Sorten in die Winterung bringen,als welche dauerhaft genug sind , so lange draussenzu bleiben, bis die Morgensröste zu kommen anfan-gen, da man sie dann in Verwahrung bringen mus;d0N sollen sie im Haus, soviel möglich , freye Lufthaben: denn wenn sie zusehr eingeschlossen gehaltenwerden, so verderben ihre Blätter und fallen ab.Auch müssen sie offters begossen , und die abgestan-denen Blätter immer weggenommen werden.
Wenn ihr euer Lohbeet in der Lohstube nicht schonwieder ausgebessert habt, müßt ihr solches nun nichtlanger mehr aufschieben : denn die zunehmende Kaltewird euern zarten ausländischen Pflanzen Schadenthun, wenn sie nicht in frische Beeten versetzet wer-den ; so ihr sie aber darein setzet, Mus solches nichtekender geschehen, als bis die Loh ansangt warm zuwerden, auch soll man sie nicht hinein setzen, wennsie zuheiß ist: denn wenn die Wurzeln der Pflanzenvon der Warme versenget werden, so erholen sie sichselten wieder. Auch müssen die Blätter und Stam-me derjeniaen Pflanzen,welche mit Unrath oder Jn-secten besetzet sind » gewaschen und gereiniget werden,sonst breiten sie sich über alle bey ihnen stehende Pflan-zen aus, und bringen selbigen grossen Schaden.
Zu Ende dieses Monates, sollt ihr euere Myrten,Oleander, Mastixbaume, Geiskleesorten, Dorien,die Gummi tragenden Cistenröolein, die gemeineAloe, den staudigen Bauernseus, die Goldblumemit harten Saamen, das bestandige Sternkraut,das persische Saubrod, den indianischen Schwer-te! , den Wermuthbaum , den africanischen Pim-pernüsleinbaum, den Oelbaum, TetragonoearpoS,den Tulpenbaum mit Lorbeerblättern und anderedauerhafte ausländische Pflanzen in das Gewächs--Haus bringen, und um diese Zeit sollt ihr alle Pflan-zen in die Ordnung setzen , iu welcher sie den Win-ter über stehen bleiben so'en, dabey aber, wenn ihrim Gewächshaus Platz habt, beobachten, sie so zustellen, daß die Zweite der Pflanzen einander nichtberühren, sondern daß ihre Wipfel frey stehen, da-mit die Luft zwischen ihnen frcy durchstreichen könne.
Diejenigen von euern AnanaspflanM, welche imnächsten Jahr Frucht tragen sollen, können nun ausdem Lohbeet, worinnen sie den lezten Sommer übergestanden, genommen, und in das Lohbeet im Glas-(O) » haus