Octol
Schwanench, Crasan, St. Germam an einer war-men Wand, und einige andere von geringeremWerth.
Aepfel: Golden - rennet, Golden - pippin, LoansPearmain, Quitenapfel, rothe Rennette, Herbst-pearmain, rother Calville, weisser Calville, Rennetgrise, Royal Rüssel, gestickter Äpfel, und einige an-dere schlechtere Sorten.
Was in der Baumschule vorzunehmen.
Zu Anfang dieses Monates follt ihr noch fernerden Boden umgraben , um /ung' Stamme dareinzu setzen, aufweiche euere verschiedene Fruchr-Sor-ten gepropfet oder vculiret werden sollen, auch konntjh? blühende Stunden und andere Waldbäumepflanzen; um die Mitte des Monates aber könnetihr anfangen, dieselben in die Quartiere zu versetzen,sie reihenweis pflanzen, und ihnen, nachdem sie vonverschiedener Art find, gehörigen Platz einräumen.
In diesem Monat ist es die beste Zeit, alle Sortendauerhafter Bäume / sonderlich in einen trockenenBoden, zu versetzen : denn jczt werden sie bald neueWurzeln treiben, welche sich, ehe die Trockene imfolgenden Sommer kommet, in der Erde vestgesetzethaben werben, da denn die Baume weniger Gefahrlausten, als wenn man sie im Frühling versetzet.Doch müst ihr alle hochstämmige Bäume mit Pfäh-len versehen; diejenigen aber so man an Mauern,Zaune oder Spaliere setzet, sollen daran angebundenwerden, sonst treibt sie der Wind hin und her, wo-durch die zarten Fasern zerzerret werden, welchesden Bäumen höchstens nachtheilig ist.
Bey trockenem Wetter führet Dünger in solcheTheile der Baumschule,die desselben benöthiget sind,Und breitet solchen um die Stämme euerer jungenBaume aus. Dadurch wird die Kälte vom Bodenabgehalten, und die Winterregen bringen das Sal;davon in die Wurzeln der Baume; wenn aber imFrühling der Boden zwischen den Bäumen umgra-ben wird,kan der Dünger mit eingegraben werden.
Nun könnt ihr die Steine der Muschelpflaumeeinstecken um Stämme daraus zu ziehen, solche abereinen Zoll dick mit leichter Erde bedecken, und dasBeet oben mit etwas Streu belegen, um den Froftabzuhalten, und zu hindern, daß die Mäuse nichtdazukommen.
Iezt ist auch die rechte Zeit Eicheln zu säen, indemselbige keimen , wenn sie lange ausserhalb der Erdeaufbehalten werden, und davon verderben. Ihr kön-net auch Bucheckern säen, sobald als solche reif sind!denn ausserhalb der Erde halten sie sich nicht lange.Alle Sorten des Hagedorns, die Libenbeeren und dieHagebutten der Rosen, sollen nun ebenfalls gesaekwerden, mit der Vorsicht, daß man die Beeten be-decke , wie bey den Muschelpflaumen gemeldet wor-den. Diese Beeren, gehen öffters im folgenden Früh-ling auf, wenn sie jezt gesäet werden; da hingegendiejenigen, welche im Frühling gesaet werden, wennfie ja aufgehen, doch nicht vor folgendem Früklingaufgehen. Viele aber macheu eine Schuh tiefe Gru-be in die Erde, und legen die Hagedornbeeren, Ha<<gebutten und Stechpalmenbeeren darein, bedeckenselbige sehr dicke mit Erde, und lassen sie ein Jahrlang liegen; Kernach nehmen sie selbige aus, säen siein Beete, und da gehen die Pflanzen im folgendenFrühling auf.
Auch ist es nun die beste Zeit, den Akornsaamenauszusäen: denn derjenige, den man ausserhalb derErde in den Frühling aufhebt, gehet selten auft .
!U. TlM.
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Beschneidet alle Sorten von Waldbaumen undblühenden Stauden, da ihr denn allezeit die Zweigedichte am Stamm wegschneiden, und keine Stor^ren stehen lassen sollt, wie nur gar zuoft geschiehet.Auch bat man darauf Acht zu geben, baß man einsgenügsame Menge kleiner Zweige am Stamm bethochstämmigen Baume stehen lasse, damit sie denSasst zurückhalten, und die Stämme dicker werden;sonst sind sie nicht starckgenng ihre Wipfeln zutragen.
Nun könnet ihr auch die Ulmenbaume, die Lindenund alle Sorten dauerhafter Baume, so ihr Laubabwerffen, absaugen. Geschieher solches zu dieserJahrszeit, so wird dadurch ikre Bewurzelung sehrbefördert werden.' denn dieWinternässe machet, daßsich die Erde um sie setzet, und selbige im Frühlingbald Wurzeln treiben.
Nehmet nun die Ableger der ttlmenbäume, derLinden und anderer Waldbäume, oder blühenderStauden ab, die im vorigen Jahr abgesauget wor-den, und pflanzt sie reihenweis in die Baumschule,wo sie zwey Jahre bleiben können, damit sie erstar-cken, ehe man felbige dahin setzet, wo sie bleiben sol-len.
Pflanzt Reiser von den verschiedenen Sorten desGeisblats,der Kirschlorbeeren, der portugiesischenLorbeeren, und anderer dauerhafter Bäume undStauden. Selbige müst ihr meinen lektiaenBooensetzen, wo sie viel besser als in einem leichten, fettenoder sandigen Boden bekommen werden.
In diesem Monat ist es auch die rechte Zeit Rei-ser vom frcmbden Ahorn , vom Pappelbaum undder Erle einzupffanzen. Man soll selbige in einen nas-sen Boden setzen, und wenn Man die Reiser ab-nimmt , soll man unten an jedem einen Knoten vomvorjährigen Holz lassen; wird dieses beobachtet, sswerden wenige von diesen Reisern ausbleiben.
Ihr könnet auch die besten Sorten von Stachel-beeren und Johannisbeeren aus den Reisern ziehen,welche, wenn sie recht ausgewählet, und sorgfältigzu dieser Jahrszeit eingepflanzet werden, in einemJakr gute Pflanzen geben.
Leaet in diesem Monat die Schößlinge vom Ti-nnslorbeer und der Steinlinde ein, ersterer wird sichin einem Iah" wohl bewurzeln; die zweyte aber darfman vor zwey Jahren nicht versetzen.
V7as in Blumengarten zu thun seye.
Mit "lnfana dieses Monates könnet ihr alle Sor-ten euerer Blumenwurzeln gar einsetzen, welche ihrnoch vor ^Vechnackren in die Erde bringen wollet.Dergleichen sind die Tulpen, Anemonen, Ranun-ckeln, Crocus, Ionquiüen, Hyacinthen, Narcissen,bollenwurzliche Iris / türckii'che Bünde, oranien-färbe Lilien, und alle dieieniaen, welche seitdem ikreBlätter im ommer venvelcket sind, ausserhalb derErde auf! ekalten werden: denn wenn einige dieserWurzeln, nur eine kurze Zeit lang,wenn ihreBlät-?ter verwelcket sind, in der Erde gelassen werden, s>treiben sie neue Fasern, und alsdenn ist es ,'uspat si6auszubeben, oder wenn man sie aushebt, so müssmselbige gleich wieder eingepflanzet werden: denn läßtman sie aus der Erde, verderben sie bald daraus
Nun könnet ihr alle Sorten dauerhafter PfanMMit knollichter oder faseriger Munel versetzen,als nämlich: die Rosenpappeln, Canterburoalockenj'den spanischen Klee,Aglcy, Wolffswurz, Maslie-ben, Rindsaugen, GartenschlüNl, '"artnelckenjBergsanickel, mit rundlichtrn g-essm Blättern,Glockenblumen, Sternkrauter, Goldnithe / ? rd->(Q) spin-