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artner-Kalender.
Frucht ein^r bestandigen Bedeckung von den Blät-tern gentesset, und folglich nicht so leicht in einemoder dem andern Fall Schaden leidet, und auchehender reif werden wird, als wenn man »ach derandern Weife »erfahret; da man nun aber solchesfast insgemein thut, kan solches wie ich glaube, nichtzuviel erinnert, und die gehörige Anweisung nichtvfft genug gegeben werden.
Zu Anfang dieses Monates müßt ihr alle Sor-ten der Fruchtbäume, mit welchen folches im vori-gen Monal nicht geschehen, oculiren ; doch soll die-ses allezeit des Abends, oder bey trübem Wetter vor-genommen werden.
Freltet und reiniget euere Baumschule vom Un-kraut, wie auch die Rabatten bey eueren Fruchtbau-mendenn laßt man selbiges zu dieser Zahrszeitwachten, so entziehet es den Ban nen die Nahrung.Schneide! auch alle aus den W-n'ttln ?er Baumewachsende Nebenftbossen ab, sobald selbige hervor-kommen : denn laßt man sie stehen, bringen sie ih-nen vielen Schaden.
Sehet morgens und abends sorgfältig nach d.'NSchnecken, sonderlich wenn ein Schausrngen qe-fallen, da sie angelocket werden hervorzukommen,und aisdenn leichtlich gefangen werden können: denndieses Geschmeis thut dem Steinobst viel Schaden.
Setzet an verschiedenen Orten anfeuere Mauernmit Honigwasser angefüllte Glaser, um die Wes-pen und Ameisen auszurotten , welche eu >re schoneFrüchte anfallen; durch das süsse Wasser aber in dieGlaser gelocket werden, und vielmals ersäuften.
Nun mus man den Weingarten sorgfaltig durch-sehen , und alle frey schwebende Reben nebst deinwilden Holz wegnehmen, damit die Frucht nicht zu-sehe von den Blattern bedecket werde, doch musman keineswegs von den Fruchtreben die Blatterwegnehmen , wie einige unerfahrne Leute offters zuthun pflegen : denn sie werden zum Wachsthum derFrucht unumgänglich erfordert; auch wird solchesgar nicht nöthig seyn , wenn die Reben gehörig ge-ordnet sind und das wilde Holz, wann wel.-bes her-vorwachst, immerzu weggenommen wird. Wo mannach dieser Methode verfahret, und frühe in, Zahrdamit anfangt, auch beständig so nach Beschaffen-heit der Umstände fortfahret; so wird, wie ich aus derErs.i'cung weiß, die Frucht um drey Wochen ehenderreif und viel wohlgeschmacker seyn, als wenn man sol-ches nicht thut: denn wenn man die Schossen der Re-ben an der Mauer oder den Pfählen frey herabhangenlaßt, so bekommen die Blätter eine unrechte Richtung,und wenn selbige hernach angebunden werden, sie-het ihre Ruckseite aufwärts, so lange aber die Blat-ter ihre rechte Richtung nicht haben, bleibet die Fruchtstecken und nimmt an Wachsthum nicht zu, bis manaber solches zuwege bringet, werden insgemein achtbis zehen Tage erfordert, so, daß zur Zeit wenn dieFrucht vornehmlich wachsen soll, für selbige acht biszehen Tage verlohren gehen, da sie nun überdem inden vorigen Monaten zuviel Schalten gehabt, so istihnen in unserem Clima nicht leicht wieder zu helf-fen.
Ihr müßt auch den Boden, zwischen den Rei-hen der Reben, beständig vom Unkraut und ande-ren Pflanzen reinigen, als welches ebenfalls in die-sem Land von grosser Folge ist : denn wenn manandere Pflanzen zwischen selbigen wachsen laßt, be-nehmen sie den Wurzeln der Neben nicht alleine dieNahrung, sondern verursachen auch durch ihre Aus-dünstung in der die Neben umgebenden Luft einenDunst, und hindern also, daß sie Sonn» und der
Wind, die Oberflache des Bodens nicht austrocknenkönne; dadurch aber bekommet die Frucht eine roheNahrung, und wird lange nicht so niedlich.
Früchte, so nun am besten, oder noch zuhaben sind.
Birnen: Die Primitive, Robine, Petit Mus-eal , Muscatelle-rouges, Cuisse - Madame, PetitBanquette, Jargonelle, Green Chissel, OrangeMusque und einige andere ; ferner sind the BlakPear of Worcester, und Lord Cheynes Green Pe-ar, wenn sie wohl verwahret worden, noch zu ha-ben ; Stachel - und Johannisbeeren zum Gebacke-nen.
Aepfel : Cvdling, Margaret Apple, White Jun-earing, Smdbarbs Apple, Summer Costing,Summer Pearmain , Pomme de Rambour; auchdauern noch Deuxans oder Johannisapfel, EtoneApple und Oackcn Pin.
Rirsiven: dieKentischeKirsche, GascoingsHerz-kirsche, Neischkirschen, die Lukewardkirsche, dasOchsenherz, Achtstein Herzl'irsche,Achtsteinkirschen,weisse spanische, und schwarze.
pfersicbe: braune und weisse Nuspfersiche undder Annapfersich.
Necrarmcn: Fairchilde früher Nuöpfersich.Psi.nimcn : Jean Hative, Morocco, Orleans,Blue Primordian, Violet Royal.
Aprikosen: Oranienapricose,die römische, bre-daische, aigiknschc, bnchlcr und türkische.
Wie auch Stachelbeeren, Himbeeren, Johan-nisbeeren, Erdbeeren, und im Glashaus die Früchteder Ananas.
rvas in der psianzschule zu thi-n seye.
Fahrt fort Apncosen, Pfersiche, Nectarinen,Kirschen, Pflaumen, B>: neu :c, zu oculiren. DiesessoU ,wonwM), au einem trüben ^ag geschehen,oder morgens und abends, wenn die Sonne nichtsiarc? scheinet, denn im heissen Sonnenschein schrum-pfen die Reiser gerne ein, und da hangen die Augenzuveste am Holz an, bis man sie in Wasser leget,welches die meisten zu thun pflegen, ob es gleich ebennicht so gut ist: den» diejenigen Augen welche mitWasser bedecket sind , werden so von der Feuchtig-keit angefüllet seyn, daß sie gehindert werden vomStamm etwas anzuziehen, daher sie denn vielmalsnicht anschlage»; wenn es also nothig ist sie in dasWaster zu legen , so soll man nur den untern Theilvom Reis einen Zoll weil hineinstecken: denn so zie-het der obere Theil das Wasser besser an, als wem?die ganzen Reiser vom Wasser bedecket werden.
Drey Wochen nach dem oculiren, sollt ihr dieStamme durchgehen und das Band elwae lösen,sonst klemmet solches die Augen, daß sie davon ver-derben.
Haltet euere Baumschule zu dieser Zeit vom Un-kraut rein: denn nun wird der Saame des Unkrau-tes bald reif, wenn man es stehen läßt,und da wirdder Boden so angefüller werben, baß man ihn irrJahr und Tagen nicht wieder rein machen kan.
Ihr müst auch fortfahren euere immergrüne Bäu-me, der Absicht gemas, die ihr mit ihnen habt, zuziehen; und wenn einige von den Maldbaumen nahean der Wurzel zustarck treiben » so kan man dieseZweige wegnehmen, damit der Wipfel besser treibe.
Ha!-