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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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Gärtner- Kalender.

Zu Ende des Monates machet Schnittlinge vonden Fieoides, denHauöwurzsorten,denNabelkraut-sotten, den Fackeidisteln , Euphorbien und andernsnfftigen Pflanzen; leget selbige eine Woche oder län-ger vor dem Einpflanzen an eiu^n trockenen, schatti-gen Ort , damit sich der angeschnittene Theil verheile,sonst faulen sie gerne; und wenn man sie einpflanzet,sollen diejenige so etwas dauerhaft sind, einer Wochelang oder auch länger an einen schattigen Ort aestel-let werden; die zarteren aber nius man in Töpfepflanzn, und in ein temperirtes Mistbeet von Ger-berloh eingraben, jedoch dabey beobachten, daß mandie Fenster bey der Tageskitze im Schalten kalte,und die Schnittlii'.ge, wenn es nöthig ist, begiesse.

Reiniget die Blatter der Aloen und anderer zar-ten ausländischen Pflanzen, von dem Staub undUnrat!) der sich im Haus, im lezten Winter an sel-bige gesetzet hat, und schneidet an diesen Pflanzena'e verdorbene Blätter ab : denn jezt verheilen sichdie verwundeten Tbeile bald wieder; auch ist es nunbequeme Zeit die Wipfel an denjenigen Aloesortenabzuschneiden, welche grosse Stämme kabeu undfettem Ni'benfthossen treiben, die man sonst nicht ver-mehren kan , als daß man ihre Wipfel zum Einse-zen abnehme, und dadurch mache, daß ihre Stäm-me einen oder ein paar frische Nebenschossen treiben;doch ist dabey zu beobachten, daß man an den Stäm-men drey oder vier gute Blätter lasse, welche denSaft herbeyziehen, sonst stehen die Stamme ab, oh-ne einen neuen Wipfelzu treiben; auch mus mansie im Haus halten, und nicht hinaus in die Nässesetzen, bis sich die verlezten Theile verkeilet haben,und wenn ihr sie in cin temperirtes Mistbeet einara-bet, wird solches helffen,daß sie um so viel bessertreiben.

Setzet a!!e euere ausländische Pflanzen hinaus,als nämlich: die Cistusröslein , Storchenfclwabel,die Alaternoides, den staudigen Sauerampfer, dieAmbcrstaude, Auemonospermos oder Aretotis, dieHermannia , geibcn indianischen und spanischenJasmin, die ständige Kreuzblume, Myrtoeistus,Bohnenkapern, die Farberbäume, Oleander, afri-eanische Scabiosen, Salbeybaum, Frühlingssau-brod, Mastirbaum, und' verschiedene andere Sor-ten, so nunmehr die freye Luft vertragen; doch müstikr beobachten, daß ihr sie vierzehen Tage lang aneinen schattigen Ort setzet: denn wenn man sie glnchvöllig an die Sonne bringet, so bekommen ihre Blat-ter eine braune Farbe, und dieses machet den Pflan-zen ein schlechtes Ansehen.

Diejenige ausländische Pflanzen, so im Haus ge-lassen werden, mus man nun vornen an die Fensteesetzen, damit sie frifche Luft haben können, sonderlichbey warmenWetter, sonst werden sie ziemlich schwäch-lich werden, und ein blasses, mattes Ansehen bekom-men; und wenn die Pflanzen etwann zärtlicher wä-ren, als daß sie die Sonne sollten vertragen können,so ist es besser man halte bey der Tageshitze dieFen-ster im Schatten, als daß man sie, ehe und bevorselbige etwas abgehärtet worden, zuviel an die Son«ne setze. Auch müst ihr ihre Blätter und Schossenvon Jnsecten reinigen , wovon sie im Haus gar zugerne besetzet werden, sonderlich wenn die Pflanzenzu enge stehen , und wenn man sie nicht bey Zeitenabwäscht, werden sie den Pflanzen vielen Schadenthun, sonderlich dem Coffeebaum, welcher jezt blü-het, und viel und osst mit demjenigen kleinen Ge-schmeiß besetzet ist, so anfangs auf den Blättern nureinem Staub gleich siehet; dieses soll man gleich ab-wanden : denn sonst breitet sich solches, in kur-em,über die meisten Pflanzen aus.

Ware kalte Witterung , und sollte im Lobbeel,worilmen die Ananas stthcn , die Warme etwannabnehmen, mus man solches umrühren, und etwasfrische Loh darein mischen, wodurch die Warme wir!)verneuert, und das Wachsthum der Frucht sehr be-fördert werden ; doch ist dieses nur von denjenigenPflanzen zu verstehen, die in Topfen sind: dei n dieso in der Loh wachsen ,dörfen nickt umgerühret wer-ben; auch sollt ihr um diese Zeit diejenigen Pflanzn,so im folgenden Jahr Früchte bringen sollen, m erei-fere Töpfe fetzen, damit sich ihre Wurzeln ausbr.i-ten können.

psianzen so nunmehr im Gewächshaus,und im Glashaus blühen.

Verschiedene Sorten Storchenschnäbcl, spanischBaumgamanderlein, Anemonospermos, Goldblumemit harten Saamen und Meldenblattern , canari-sche Rindsaugmaslieben mit dem Geschmack desspanischen Bertrams, die siaudige Hermannia mitdem Eibichblat, Evnneng .ldblumen , canarischerGeisklce, Gummi tragende Cisienröslein, Jasminmit Steineiche>.'.blättern, Sonnenwende mit Wald-falbeyblattern, africanische Kreuzblume, asi ira-nische Aronswurz mit weissen wohlriechenden Bln-men,<anarische Winde, Fieoides verschiedene Sor-ten , AffodiÄen mit Aloeblättern, africani',chc, siau-dige Seabiosen, afrikanischer staubiger Ealbeymit goldfarber, grosser Blume. Purgiernuebaumwit dem vielfältigen Blat, Purgiernus mit demL^uskrautblat, staudiger, crerijchcr Silbersieinklee,siaudige Turnera mit Ulmenbaumblattern, Narciß-lilien, Meerlilien, Brustbeeren, Mynen, afncani-scher Pimpernüßleinbaum, aufrechte Winde micsilberfarben Blat, sich windender Nachtschatten?arabischer Jasmin, indianische Feigen, indiani-sches Blumenrohr, die Sorten der Bauhinia, Aea-cien ,Hundskohle, die Sorten des Salbeybaumes?der Honigblun ?e, Pon.erauzenbaume , Limomenbau-me, Cnroncnbäume,die Linden, und einige Aloen.

^Vas im Nuchengarteu vorzunehmen.

»^it Anfang dieses Monates müst ihr die Kohl-

und Savoyerkohlpfianzen, womit die Kücheim Winter versehen werden soll, entweder indas Feld, oder zwischen die Reihen der Bohnen, unddes Blumenkohls:e setzen, indem >. icse bald hinweg-genommen werden,und fodenn die neugeletzteu Pflan-zen Platz zum wachsen bekommen; da sie auch , wenn-sie erst eingesetzet worden , von den andern Pflanzen'beschattet werden , bewurzeln sie sich chender, als-wenn sie in einem offenen Ort stünden; und wennMan dieses so beobachtet, das; eine Art von Pflanzenauf die andere folget, fo wird ein erfahrner Gärt-ner von einem Morgen Landes mehr Getvachje er-halten, als andere von zweyen oder dreien, und hie-von wird jedermann überzeuget feyn, dem das Ver-fahren der Londnifchcn Gärtner bekannt ist

Die Blumenkohlpsianzen, welche im lezten Monatzum Wintergebranch gefaet woedcn, l-lic» > un inBeete von fris' er Erde vnsei'tl n ei dcn, wobey maniknen, bis sie Wurzeln gescdlagcn, C cbattcn gebenkan; auch müssen sie gehörig begossen werden, Lnstbleiben sie stecken, und werden von den Znseeien an-gefallen.

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