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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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frucht auf sie folget. Wenn aber dieser Monat nasseyn sollte, so tonnen die Märckte mit den meistenGartengewächs:« in Menge versehen werden. Esvermehret sich aber bey dergleichen Wetter die Men-ge der Wanzen nicht alieine, sondern auch das Un-kraut,so,daß man in ScmKüchengarten zweymal mehr,als bey trockenem W^ier zu thun hat: denn wennman bey najjem Wetter nur eine kurze Zeit laug dieGewächse vcrnawiachget, so gewinnet das Unkrautüber sie die Oberhand, und schwächet solche so sehr,daß sie nicht leicht wieder völlig zu Kräften kommen;auch werden die Pflanzen, wenn man sie auch gleichnoch so sorgfältig besorget, niemalen so grvs werden,als sie sonst würden geworden seyn , wenn sie nichtdas Unkraut zurückgehalten h/cre. Übe'-'dem, so wirdderSaame des meisten Unkrautes bald reif; wennnun aber solcher auf den Boden salir, wird er, bisman ihn w^der ausrottet, etliche Zahre lang vieleArbeit machen. Zu dergleichen Unkraut gehö'-et nundas Täschelkraut, Kreuzkraut, der Löwenzahn, derErdrauch , Gauchheil, der Hünerda-m und einigeandere. Diejenigen aber welche nicht so bald aa-men bringen, w -rden, wenn man sie stehen läßt,sich so vest setzen, daß es viele Müde kosten wird, sieaus der Erde zu bringen ; daher es denn am aller-sichersten ist, alle Arten von Gewä se» vom Unkrautzu befreyen.wenn man solches, w ba!d es nur mög-lich , im Frühling ausrottet, lind ein gleiches auchnachgehend? zu thun, beständig fortfahret.

Gleiche Vorsicht will auch in Ansehung der Mist-hausen nöthig seyn ; well zu dieser Zahrsjeit viel Un-kraut auf selbigen wachst; eben dieses wird auch aufeuerer componirten Erde aesbeben , und wenn mansolches nicht be» Zeiten ausrottet, laßt es einen ?aa-men fallen. un > da ran oer Garten durch die Dün-gung mit Unkraut angefüllet werden.

Mit Anfang dieses Monates könnet ihr in dasfreye Held Portulac . und Enoiv'.e zum bleichen,säen ; fahret auch fort alle Sonen kleiner Salat-kräuter, alle drey oder vier Tage zu saen, sonst wer-det ihr von dergleichen jungen Kräutern nicht genugVorrath habe,,: denn bey dieser Iabrszeit werdensie bald zum Gebrauch zu gros; sie müssen aber ineine gegen Nvrden liegende Rabatte gesäet werden,wo sie wenig Sonne haben.

Säet Erbsen und steckt Bohnen um solche spatzu haben. Dieses mus in einem nassen Boden ge-schehen, sonst gerathen sie selten wokl, es müste dennungewöhnlich nasse und kalte Witterung seyn.

Pflanzt Fasevln um solche zum zweytenmal ein-sammeln zu können : die grosse Holländische So.teist bey dieser Jahrözeit die beste, weil sie länger alsalle andere trägt, und auch wohlgeschmacker ist. Umden zwölften dieses sollt ihr für den Winter Blumen-kohl säen; dabey aber beobachten, ^ ihr das Beetmit Matten im Schauen, und den Boden nas hal-tet, sonst werden die Pflanzen schlecht anfachen.

Bey nassem Wetter pflanzt Kraut und Savoyer,kohl MN Winteigebrauch , und versetzet den zu erstgesäeten Sellery in Gruben zum gleichen; als wel-cher bald kommen wird , wenn man ihn in diesemMonat verpflanzet.

Da nunmehr der frühe Spinat und die frühenRettige vorbey sind, soll man die Blumenkohlpfian-zen, die Krautpflanzen, oder auch die Bohnen so indem nämlichen ''öden sie!'?'.' vom Unkraut reinigen.Be» nassem Wetter, hauffet ekwas^Erde um dieStengel der Pflanzen auf, diei-s erhält ihre Wur-zeln feucht, und mindert, daß ihre S tengel von Son-ne und Winden nicht vertrocknen, als wordurch ihr

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Wachsthum sehr gehemmet wird , wenn sie solchenausgesetzet sind; doch hat man auch dabey zu beobach-ten, daß man die Erde nicht zu hoch anhauffe und sel-bige in das Herz der Blätter falle, weil die Blu-menkohlpflanzen ganzlich davon verderben würden.

Versetzt NettiZe welche Saameu tragen sollen,und pflanz? sie in drey Schuh weit voneinander ab-stehende Reihen, und in den Reihen zwey Schuhweit voneinander; wobey zu beobachten, daß mannur solche nehme, so-lange, gerade, wohlgef^rbteWurzeln mit kleinen Kö-fcn haben . alle diejenigenaber ausschiesse, deren Wurzeln zweyzinckig o)erkurz sind; eben deswegen aber, lassen die sorgfälti-gen wärmer memalen diejenigen in Caamen schies-sen , welche da stehen bleiben wo sie armmqs hinge-saet worden; weil sie die Wnrzeln derselben nichtbeurtheilen können.

Die Gurcken nn"> Melonen so unter einer Rahinstehen, müssen sorgfältig, wenn es am Tag warmist, mir Matten im Schatten gebalcen werden dennzu dieser Iahrszeit ist vffterv die Sonne, w-'nn siedurch die Fenster s - einet , zu sta'ck für sie; an^ ver-tragen selbige die freye Luft nicht, welcher sie oss'.ersvon vielen ausgesetzet werden: denn da sie etwaszärtlich sind, werden ihre Rancken hart unb trocken,wenn sie völlig in der Sonne sind. Doch mus manauch die Matten nicht zu lange darüber lassen , wel-ches wieber an der andern Seite ein großer Achlerwäre: denn mir um den Mittag und an sehr KeissenTägen, dergleichen es manchmalen in diesem Monatgiebt, kan die Sonne zu siarck seyn für die Pflan-zen. Solche Pflanzen aber so unter gläsernen Glo-cken aezogen werden, um eine zweyte Lese zu huben,kan man in velliger Freyheit wachsen lassen, und a!sodie Glocken auf drey Ziegelsteine, oder zweyzinckigeHölzer stellen, damit man die Enden der Pflanze un-ter den Glasern könne herauslauffen lassen; doch muSdieses nicht zubalo geschehen , sonderlich wenn kalteNächte wären, un? sielen dergleichen ein, nachdemdie Pflanzen schon herausgelassen worden, so müssensie alle Na hte mit Matten bedecket werden, damitihnen die Kalte nicht schade.

Läßt man die?v?!o!ienp"an;er! unter den Glockenhervorlanffen, so ioll man die Fussteige zwis-hen oeuBeeten so hoch als denelben Erde machen,.und rechthart zusammen tretten, dieses wird die A»s'i;nna derFrucht befördern, wenn ihr den Pflanzen kein Was-ser gebt.

Der frühe Blumenkohl wird sich nun in derMit-te der Pflanzen zu zeigen anfangen , deswegen sollman sie täglich fleißig besehen, und einige der in-neren Blatter,die, wie man zu reden pfleget, in derBlüte stehen, abbrechen, damit sie weis bleiben' dennwenn sie in der Sonne und Luft stehen , werden siein kurzer Zeit gelb.

Frettet euere im Winter geiaete Zwiebeln, Möh-ren, Lauch, Pastiaak und Manggold, um sie vomUnkraut zu reinigen : denn durch Auflockerung desBodens , wird das Wachsthum der Pflanzen sehrbefördert, und wenn ihr euere Pflanzen in diesemMonat vom Unkraut rein haltet, >rirs ihnen solchessehr nuzlich seyn, und euch im folgenden Monat vieleArbeit erspahren.

Versetzet den schlcsischen,Koch-Kaiser-und brau-nen holländischen Salat, in Rabatten so gegenMitternacht liegen , damit er auf denjenigen folge,der im vorigen Monat gcpflanzet worden; zu Endedieses Monates aber, könnet ihr etwas Koch-ftble-sischen und braunen holländischen Salat, nebst(F) 2 gemei-