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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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Gärtner- Kalender.

welche nicht bekommen, wenn sie zubald gesaet wer-den, sonderlich wenn cm raltcr und nasser Frühlingist.

Pflanzet zn Anfang des Monates Faieoln aneinen warmen Ort / bey trockenem Wetter: dennvon der Na,?: vcrvirbt der Gaame im Boden; fastauch Porrulac in waru-e Rabatten, weicher,wennder im Mistbee vorbey ist, folgen soll.

Fahret fort euere Rettig-Möhren-Pastinae-Zwie-bel - und Lauchsaaten :c. zu sretten, ziehet sie auch aus,damit die Pflanzen weit genug voneinander stehen,und schneidet zwischen ihnen a.'eö Unkraut aus; die-ses so!! allezeit im trockenem Wetter geschehen, daßdas Unkraut ausgerottet werde Das auflockernderErde, zwischen euern Pflanzen, wird zu Beförde-rung ihres Wachsthums -ehr dienlich seyn, und derBoden wird dadurch vom Unkraut rein gehalten.

In feuchtem Wetter könnt ihr Rei er vom Sal-beis Rosma-'m, Raute, " aturey, Mastidkraut,Lavendel, Stöchaskraut, Cypr.'ssenkraut und andernWürzpflanzen einsehen - denn ,n dieser Jahrszeit be-wurzeln sie sich sehr leicht, sonderlich wenn sie imStatten gehalten und gehörig begossen werden.

Pflanzt Gartenbohnen um solche spat zu haben,nnd jähret fort holländizcke AcmiraicroZen, nebstcin?e"n qrosieit Erbsensorlen zu saen, damit fle aufdiejenigen folgen, so im vorigen Monat gesact wor-den.

Ihr könnet auch Artischocken abnehmen und in ei-nem nassen Boden psianzen; ist ater der Boden tro-cken , so thun sie nicht so gu', als die, so im leztenMonat gepsianzet worden. Nun müst ihr auch euereBw.nenkohlp'cmzen versetzen, die im Ledniario,zum spaten Gebrauch, gezogen worden.

Fahret fort a e Sorten von jungen Salatkrau-tern wöchentlich zu saen, als nämlich Nettige, Rü-den , Steckrüben, Senf: denn in dieser Jahrszeitwerden sie bald zum Gebrauch zu starck; doch müstihr dabey beobachten, daß ihr dieselben mit zuneh-mender Wärme an einen shattichten Ort saet: dennim Sommer wachse!» sie am besten in einer Rabatteso norderwarts lieget-

Säet etwas von Kochsalat , schlesischein Salatund andern Swatsorten, damit ^ie am diejenigenfolgen, so im vo igen Monat gesäet worden. Siewollest a'^er en'en seuchten Boden haben, denn wennein trockener Sommer eiusiele, wurden sie keineKopse gewinnen.

Versetzet euere jungen Se'lerypflanzen in Beetevon fetter Erde, be» drey Schuh weit voneinander,und begiesjet sie gehörig, bis sie sich bewurzelt baben.Wenn ihr aber dieses vornehmet, sollt ihr nicht allePflanzen im Saarbeet ausziehen, sondern sie nurt'ünne machen und die grossen herausnehmen, diekleineren aber, damit sie ersiarcken, stehen lassen.

Lockert die Erde zwischen den Reihen der Bohnenund Erbsen mir der Frette aus, und hauffet sie umdie Stengel an / welches sie starckcn wird, auch wer-den die Pflanzen, wenn aus diese Meise der Bodenzugleich vom Unkraut gereiniget wird , um so vielbesser treiben.

Nach einem Scbauerregen, hauffet die Erde umdie Kobl und Blumenkohlstrüncke ans, welche ent-weder im Herbst, oder bald im Frühling gepflanzetworden. Dieses ist unumgänglich nöthig, um ihreStrnncke gegen die Sonne und Winde zu verwah-ren , welche dieselben austrocknen und haltmachen.Doch müst ihr hiebey Acht geben , das; keine Erdein ihr Herz komme, weil sie davon verderben würden.

Rottet sorgfältig die Schnecken und Wegschne-cken aus, welche um diese Jahrszeit durch einen ge-linden Regen hervorgelocket werden, da man sie dennlei Nluy saugen ian : denn dultet man sie, so ver-mehren üch selbige jehr siarck, und werden nicht nurbeschwerlich sondern auch vielen Gewachsen sehrschädlich.

Bey kalken Nachten müst ihr die Fenster über eu-ern srühen Gurcken und Melonen sorgfältig bede-cken : denn wenn die Beeten kühl werden , oder dienöthige Bedeaung mangelt, so fällt die zarte Fruchtgerne ab.

Säet auf ein feuchtes Stuck Feldes Steckrüben,damit sie auf diejenige folgen, so im vorigen Monatgesaet worden, und diese sollen nun in gehöriger Wei-te ausgesrettet,lmö das Unkraut zwischen ihnen aus-gereutet werden.

Die Beeten, worinnen Münze, Dragun, Peter-silie :e- wachsen, müsseil nun sorgfältig gejättet wer-den : denn läßt mau das Unkraut zu dieser Jahrs-zeit die Oberhand gewinnen, so wachsen solche schwachdaher und verderben wol>l gar. Sollte trockenesWetter emfallen, müssn sie begossen werden, wel-ches ihr Wachsthum sehr befördern wird.

Nun könnt ihr Münz-mld Dragunreiser zc. pflan-zen und neue Beeten davon anlegen, indem die altenöffcers verderben, wenn sie zwey oder drey Jahregestanden haben.

Versetzet e,'was von euerem ftblcsischen undKoch-sala , wie auch von andern Sa anorten, die im vo-rigen Monat gesact worden, begiesset sie aber dabei)bis sie sich bewurzelt haben.

Die Kohlsorten und der Savoyerkohl, so im lez-ten Monat gesaet wo. den,kan man nun dünner ma-chen, und versehen, damit sie erstarcken, ehe sie nochdas leztemal versetzet werden; die Saamenbeete müs-sen gesrettet werden, sonst wachsen die Pflanzen hochund schwach daher. Nun könnet ihr auch noch etwasÄohl und Savoyerkohl säen um i n spat zu haben,so,daß er auf denjenigen folge, der im vorigen Mo-nat gesäet worden.

Säet Hanf und Flachs, und Hopfen der anStangen wachsen soll; zu gleicher Zeit müst ihr aucheuere Hopfengarten vom Unkraut reinigen und dieErde aufwerffen; auch könnet ihr einige spate Ron-cival-uud grosse graue Erbsen in das freye Feld sä-en, um solche gegen den Winter zu »aben.

Zu Ende dieses Monates sollt ihr euere Artischo-cken durchsehen, und alle junge Pflanzn davon ab-nehmen , welche seit dem ihr die Stöcke getheilethabt, hervorgetrieben haben: denn wenn ihr sie wach-sen lasset, benehmen sie den Pflanzen, die Früchtebrinaen sollen, die Nahrung, und verursachen, daßdie Frucht nur klein wird. Einige der besten dieserPflanzen können gereimget und dabin versetzet wer-den , wo man in einer jungen Llantasche derselbenbenöthigct ist; weil aber diese spate Pflanzen nichtleicht im ersten Jahr Früchte bringen, so verpflanzetman sie selten, wenn man ihrer nicht nöthig hat.

Säet um die Mitte dieses Monates noch etwasmehr Sellery, der auf denjenigen folgen soll so imvorwen Monat gesäet worden ; doch mus man ihnin einen feuchten Boden säen, und bey trockenemWetter sorgfältig begiessen, sonst gehet er nicht auf.

Auch sollt ihr etwas cnsn'scden Fenchel säen, derauf den vorher ausgesäeten folgen soll : denn wenner zu gebrauchen ist, so dauert er über achtzehen oderzwanzig Tage nicht, ohne im Saamen zu schiessen,

daher