Hecken stehen, damit sie auf diejenige folgen, welcheim lezten Monat gesaet worden: denn um diese Zeitsoll man alle acht oder zehen Tage einen Borrathsäen, dessen man sich so lange, als jede Saat dauert,bedienen kan.
Nun ist es auch Zeit Seorzoneren, Bocksbart,Zuckerwurzeln, Manggold zu saen, (nämlich zur frü-hen Saat: die Hauprsaat ist spater vorzunehmen:denn sie schiessen bald in Saamen ; weil aber einigeFamilien diese Wurzeln so lange haben wollen, alslange es solche zu schaffen möglich ist, so mus manselbige etlichemal säen ) auch säet man Petersilien,Feldlattich oder Schaafmäulchen, und die meistenandern dauerhaften Wanzen. Es ist aber am bestenselbige in besondere Beete zu säen , und hernach, sowie es jede Sorte erfordert, dünne zu machen: dennsäet man sie mit andern Gewächsen , so wachsen sienicht gut; auch mus man sie nickt zudicke stehen las-sen : denn da würde eine Pflanze die ander? amWachsthum hindern und nur klein werden. Dochist solches nicht auch so von der gemeinen Petersilieju verstehen, welche man insgemein in Grünem sa-tt , um sie besser schneiden und jatten zu können;doch soll man die grosse Hamburger Petersilie dün-ne säen, wie die Mohren, und auch auf gleiche Wei-se sretten.
Machet massige Mistbeeten um etwas Vlumen-kvhlsaamen zu saen , und für die Küchen Sommer»pflanzen zu haben, wenn diejenigen, so im ?lugnftgesaet worden,vorbey sind. Alleine diese taugcn nurin einen nassen Boden: denn in einem trockenenbekommen sie selten grosse Kopfe, und obgleich derMarckgärtner selten seine Mühe belohnet bekommet:so ist es doch nothig selbige für eine solche Familietu halten, die immer etwas von dergleichen Dingenhaben will.
Pflanzt Knoblauch, Schalotten, Rocambole undSchnittlauch, wie auch Zwiebeln, um sie im Apnlstatt des Schnittlauchs brauchen zu können , wennman keine trockene Zwiebeln mehr hat, und die umMichaelis gesäete zum Kuchengebrauch noch zu kleinsind.
Ware es im vorigen Monat so kalt gewesen, daßman im Garten wenig hätte vornehmen können, soist es nothig in diesem.die Arbeit zu beschleunigen,wenn die Witterung günstig wäre; diesemnach sollman nun etwas vom zuckerhutsormigen Kohl undvom braunen Broctoli pflanzen, um welchen zu ha-ben, der auf denjenigen folge, den man im Novem-ber gepflanzet hat. Auch müst ihr eure Blumenkohl«pflanzen aus den Winterbeeten dahin versehen, wosie wachsen sollen; zu Ende des Monates aber musman von den alten Artischocken stocken die Schobenabnehmen, und einige von den besten und am mei-sten versprechenden Pflanzen versetzen, diese werdenim Herbst Früchte bringen, wenn die von den allenStöcken vorbey sind. Die besondere Anweisung,wiedabey zu verfahren seye, ist im GtNmeUexlcon zufinden.
Fahret fort Bohnen zu steck n, und säet alle vier-jehenTage oder drey Wochen Erbsen, damit dasJahr über an diesen Dingen in der Kuchen keinMangel seye; jezt aber sollen eigentlich nur die Wind-svr»Tocker-nebst andern grossen Bohnensorten ge-pflanzet werden. Auch können nun einige andereSrvsse Erbsensorten gesaet werden, sonderlich die spa-nischen Morottoerbsen, welches eine gar tragbare^orte, und zum Essen eine sehr gute Erbse ist, so«uch die Roncivalerbsen, so zum allgemeinen Ge-
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brauch einer Familie dienen; für vornehme Tafelnaber kan man auch etwas von den frühen englischenErbsen säen.
Jezt ist es auch die rechte Zeit flisses Holz zu pflan-zen. Der Boden, worein man selbiges pflanzet, solldrey oder vier Grabscheide tief umgraben werden,damit die Wurzeln besser durchkönnen denn die Gü-te des süssen Holzes bestehet in der Grosse der Wur-zel. Die Gärtner, welche diese P- anze bauen, be-säen insgemein auch den Boden im nämlichen Früh-ling, wenn sie das snsseHol; pflanze»,mit Zwiebeln;wenn nun aber diese, um sie vom Unkraut zu reini-gen, geftettet werden, so kan solches auch dem süs-sen Holz nicht schaden.
Leget neue Mistbeeten für den Spargel an, wel-cher auf den im vorigen Monat gepflanzten folgensoll , sonst wird in der Kuchen Mangel daran seyn;weil ein solches Beet selten länger als vierzehn! Ta-ge gute Stengel giebt Diesemnach sollen in diesemMonar zwey Beeten innerhalb einer Zeit von sechze-hen oder achtzehen Tagen nacheinander gemachetwerden, damit sie ordentlich aufeinander folgen.
Die im vori '.en Monat erzielte Gurcken-und Me-lonenpflanzen können nun versetzet werden »dahersollman für selbige neue Beeten zurechte machen undsolche wohl durcharbeiten; die Pflanzen aber muSman nicht ehendcr darein setzen, bis sich die hesstigeHitze der Beeten etwas verlvhren hat, welche seltenüber eine Woche dauert, sonderlich wann der Mistvor dem Gebrauch recht zubereitet worden. Um die-se Zeit müst ihr auf euer e Mistbeeten genaueAcht ha-ben, um den Pflanzen, so offt es das Wetter erlau-ben will, frische Luft zu geben ; doch mus man da-bey, wenn sie wohl gerathen sollen, sehr vorsichtigverfahren : dann zu dieser Zeit kan ein kleines Ver-sehen alle euere Pflanzen zu Grunoe richten, und euchweit zurück werffen. Auch mvs man »nm etlicheGurcken säen, welche auf die versezten folgen sollen:denn die recht frühen Pflanzen pflegen selten lange zutragen, wenn sie gleich gerathen; deswegen aber willes nöthig seyn dafür zu sorgen, daß man andere ha-be so auf sie folgen. Ferner ist es nun frühe genug,die ersten Melonen ;u säen, wenn sie gleich viele Gärt-ner schon im vorigen Monat saen.
Jezt müssen auch die Beete, worinnen die Erd-schwämme stehen, für starcken Regen und Schneesorgfältigst bewahret werden, Indem solche widrigen-falls erfrieren, und aller Saame darauf gehet, so,daß sie sich niemalen wieder erholen. Daher ist esam sichersten eines oder das andere Beet mit Rah-men zu verwahren, oder solche unter eine mit Strohbedeckte Schoppe ;u machen, damit sie gegen schlim-mes Wetter bedecket seyen, und man auf diese Wei*fe, beym schlimmsten Wetter, eine gute Menge vonSchwämmen erhalten könne.
Pflanzt etwas von Fafeoln, in ein mäßiges Mist-beet , zum frühen Gebrauch, und gebet ihnen, wenndie Pflanzen aufgehen, Luft, so es das Wetter er-laubt, sonst wachst" die Pflanzen schwächlich daher,und bringen keine Früchte. Hiezu sind die kleinenGartensaseoln die beste Sorte, welche niemalen inHalmen schiesset und starck traget. Viele pflanzenzwar in dieser Absicht die aufrechte, oder wie sie an-dere nennen, die Banmfaseoln, welche schwarz undweiß sind : nun ist dieses zwar eine sehr fruchtba-re Sorte, aber keineswegs zum essen so gut als dieandere, weil sie weich ist und einen widerigen Ge-schmack hat.
(B)» Äst