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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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Gärtner - Kalender.

Ferner hat man zu beobachten , daß man alle ab-gestandene und angelaussene Blätter abpflücke: dennläßt man sie daran, werden die nahe bey ihnen wach-sende ebenfalls angestecket, wovon die Luft im Hans,zum Nachtheil rarer Pflanzen , verunreiniget wer-den konnte. Bey gelindem Wetter müst ihr Lust indas Haus lassen: denn sonst würden die Wanzen ih-re Farbe vermehren, und mauchmalen auch ihre Blät,ter fallen lassen ; doch hat man hierinnen bey dieserJahrszeit vorsichtig zu verfahren. Auch must ihr sie,so offt als es nöthig seyn will, begiessen, doch etwassparsam ; weil es be,>er ist ih;:.'n öffters und wenigWasser zu geben, alv sie um dieie Zeit zu übergiessen:denn dieses konnte ihnen sehr schädlich seyn, sonder-lich wenn bald darauf schlimmes Weller einftete undkeine Sonne schiene, wie in Ansehung der »irengenKalte zu dieser Jahrezeit öffcers zu geschehen pfleget,da man nothwendiger Weise das Haus,etliche Ta-ge lang, wohl verschlossen halten mus, und dk'Nas-se der L'.de in denKuvel» und Töpseu den Dunst tttder Lust lim etwas vermehret.

Die danerbanen, safftigen Pflanzen, müssen beygelindem Wetter, so viel möglich, Luft haben: dennwenn sie qar zu eingeschlossen gehalten werden, werf-fen sie vfflers die Blätter ab, und werden unschein-bar , sonderlich die Hauswurzsorlen, die Sorten vomÄ abelkraur, die Kicuztrautsorcen und die Fieoides,welche wenn sie zu warm gehalten werden, kein fei-nes Ansehen haben, und auch lange nicht so viel Blu-men, als diejenigen bringen, welche luftiger gehaltenwerden.

Nach den Ananas, welche jezt ihre Frucht zu zei-gen anfangen, müsset ihr nunmehr fleißig sehen, undselbige öffters begiessen : denn last man hierinnen et-was ermangeln, so haben sie nicht genug Nahrung,und die Frucht wird klein ; alleine das zum Begies-sen nöthige Wasser mus wenigstens, zwols Stundenvor dem Gebrauch , in das Glashaus gesetzet wer-den, damit selbiges mit der Luft im Haus einerleyWarme bekomme, sonst würde es für selbige zu kaltseyn. Man muß auch sie Wärme im Haus erhal-ten , und sie bey dieser ^ahrszeit nicht abnehmen las-sen , aus Furcht es mogte die Frucht dadurch inöStecken gerathen ; doch mus ich auch zugleich erin-nern, daß man das Glashaus nicht zu warm halte:denn dadurch würde die Frucht wohl getrieben, a^ersehr klein werden ; wie denn auch dieses öffters Ursache ist, daß die jungen Pflanzen ein ganzes Jahrzufrüh ihre Frucht zeigen, weiche aber sehr klein blei-bet und gar nichts laufet.

Die Coffebäume und andere bringe Pflanzen,welche im Glashaus im Lohbeet stehe», müssen auchvffters begossen werden, und die abgestandenen oderangegriffenen Blätter derselben, soll man bestandigabpflücken. So auch einige flauer unrein gewor-den, sollen sie sorgfältigst abgewaschen werden Eingleiches mus auch in Ansehung der Jnseeten gesche-hen, wenn die Pflanzen mit solchen besetzet sind, sonstvermehren sie sich, und greiffen alle Pflanzen im gan-zen Haus an. Hiezu kan man sich eines feuchtenSchwamms bedienen.

Wenn sich die Loh im Beet ungleich gesetzet hat,wie vielmals zu geschehen pfleget, und die Topfe ih-re rechte Lage nicht behalten , ist es gut dieselben aneinem schönen Tag herauszunehmen, und die Lohumzurühren,hernach kan man etwas frische Loh,wel-che acht bis zehen Tage an einem verwahrten Ortgelegen und elwas trocken geworden, hinzuthun,und die Töpfe wieder hiuein setzen. Dadurch wird

die Warme des Beetes »erneuert,und den Pflanzen

viel putzen verschaffet.

Den zarten Aloesorten, den Fackelndisteln, Ew>phorbien und Melonendisteln, soll man nun sehr we-nig Wassers geben: denn zu dieser Jahrszeit ist lh*nen die Nässe sehr schädlich, sonderlich wenn mandas Haus nicht in gehöriger Warme erhcüt.

pflanzen, so nunmehr im Gewächshausund Glashaus blühe,;.

Gefüllte Kresse, der Alaternoides mit Heideblat-tern, persische Saubrode, afticaniscbes Kreuztrautmir ruck.varts gebogenem Blat, Storchenschnabelmit scharlachfarber Blume, tndianischcr gelber Jas^min, spanischer Jasmin, afticamscycr C chwerd-teh africamsckes baumartiges Kreuzkraut mitFicoi-dcvblattern, Goldblume mit Pappelkraulban.ern,Jasmin mit Steineichenblattern , Bastartjasmin,Bastartsenna, die Sorten der Hcrmannia, de> Pa->payabaum, baumartiges afUcanisckes Flöhkrautnut Salbeyblätleru,s<^.ranjchc Aloe, grosse undkleine Perlenaloe, die lsteraloe, die Rebhüner-brustaloe, drey bis vier Sorten Zungenaloe,gemeineAloe von Ha: bados, kleine grasartige Aloe, afri-camswe Bergaloe, africanisckr Spiunenweben-aloe, die afncanische Doria mit dem Meldenblat,verschiedene Sorten von A.iemonospcrmos , Hart-heu aus Majorca, die canansche Glockenblume,verschiedene Sorten Ficoides, baumartige Haus-wurz, die Sorten der Cra -ula,Malpiqhia mit demAnsehen des Granatenbaums, die Sorten des Eu-pbrobium, malabariscker Nachtschatten, Löwen-schwanz, staubige africaniscbc Pappel; der Nacht-schatten ^mvmum ^iinii genannt, hat Früchte, wieauch die Pomeranzen und Limvnienbäume.

ebruarius.

was in dem Rucheng arten vorzu-nehmen.

^enn in diesem Monat gelindes Wetter ist, sohat man in dem Kuchengarten vieles zu thun,unk» wenn solches unterlassen wird, hat eSschlimme Folgen : denn nuu müssen die meisten Ge-wächse gesaet oder gepflanzet werden, geschiehet abersolches ipater im Jahr, so wachsen sie selten so gut,sonderlich in einem trockenen Boden.

Nun mus man die Felder für die Möhren, Pa-stinak, Zwiebeln, Lauch, Rettige, Spinate, Kopf-salat umgraben und zubereiten, wc>l solche iezt ge-saet werden sollen. Hat man nur für eine Familiezu sorgen, so soll mau nicht zuviel von jeder Sorteauf einmal säen : denn es ist viel besser, von jederderselben, etwan vierzehen Taae oder drey Wochennacheinander, drey bis viermal etwas zu saen, da-mit man immer etwas für die Küchen habe, als nureine Saat zu machen die nicht lange dauern würde;doch verstehet sich dieses nur von den Nettigen,Spi^nate und Lattich: denn vom Pastinak, Zwiebel» unsLauch ist eine Saat hinlänglich genug, wenn sie ge-räth. Wenn aber überdem die eiste oder zweyteSaat misrathen sollte, so wird doch wahrscheinlicherWeise eine andere gerathen, uud also wenigstenseine anschlagen.

Säet Galatkräuter in temperirle Mistbeeten uu)in warme Rabatten, so an Mauern, Zäunen und

Hecken