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anuarilis.
Was in diesem Monat im Kuchengarten vorzunehmen.
jenn das Wetter gelinde ist, muß man fort-fahren den Boden für die Frühlingssaat^ umzugraben, damit solcher in den folgen-" den Monaten zum saen und pflanzen zu-bereitet sey«. In warmen Rabatten und Anhöhen,an Mauern, Zäunen oder Hecken, kan man nunfrühe Rettige, Mohren, Spinat, Lattich und anderekleine Galalkrautcr säen, auch etwas Erbsen stecken,damit sie auf diese folgm, so man im Herbst gesäethat. Die ersten IDindsor-Sandwich-und Tocker-bohnen können nün ebenfalls gestecket werden, dasie denn auf dle frühen spanischen Bohnen solgen,wenn sie aufgehen.
Wenn dieser Monat sehr kalt ist, und der Bodenso starck gefrohren, daß er sich nicht umgraven lasst,wie sich offters zutragt: kan man den <ungeraussFeld fuhren , die Hecken ausbessern , den <^aamenausreiben und reinigen, und allen Werckzeug zurechte machen, damit er,wenn die Käue nachlasset,»um Gebrauch fertig seye, und man durch diese Din-ge uicht gehindert werde, wein» andere nothwen-dige Verrichtungen vorzunehmen sind: denn un-terlaßt man zu dieser Zeit seine Saat zu besorgen,wenn es das Wetter erlaubet. so wuo man im fol-genden Frühling grossen Schaden leide«.
Machet enere Mistbeere znrecht für die frühenGnrcken und Melonen, wie auch ein der zwey Mist-beete, drey Wo^en von einander zum Spargel,der auf den im lezten Monat gepflanzten, folgen soll,damit man in der Küche keinen Mangel an derglei-chen Dingen habe, wenn sie gefordert werden.
Säet Kresse, Senf, Rüben, Rettige, Steckrü-ben, und andere Sorten kleiner Salatkrauter, inein massiges Mistbeet, um sie frühe zu haben : dennum diese JahrSzeit gehet der Saam«, den man indie gemeine Erde iaet, nicht auf, und wenn es ja ge-schieht, gehet doch nur etwas weniges auf, weil derBoden kalt ist; siele aber strenger Frost ei», so ver-dirbt , was in freyer Luft wachst; hingegen darfman diese Mistbeeten nur mit Matten bedecken, so,daß also diejenigen,so keine Nahmen haben, über ihreBeeten Reiffen stecken und solche mit Matten bede-cken können, welches bey gelindem Wetter hinläng-lich genug ist.
Wenn offenes Wetter und der Boden nicht zunas ist, mus man um den Sellery die Erde ausbäus-fen, um ihn zu bleichen : denn läßt man die Wan-zen zu blos dastehen, ist sehr zu befürchten , daß ih-nen der Frost schaden mögte. Daher soll man umdiese Jahrszeit die Pflanzen so viel möglich bis obenauf mit Erde bedecken , und bey sehr strengemFrost einige Sellerygruben und Endivienreiben, wel-che man bleichet, mit langem Geströde bedecken, umden ?>-ost abzuhalten, sonst wird man sie nick t brau-chen können. Auch soll man um die frühen ErbsenUnd Bohnen die Erde aufHaufen, wodurch ihre Sten-gel gegen den Frost wohl verwahret werden; dochniu? dieses bey trockenem Wetter geschehen, dennwäre die Erde feucht, mvgttn sie davon faulen.
111. Theil.
Nunmehr müssen auch die Beeten der Erdschwam-me mit langem Stroh sorgfältig bedecket werden ,um sie gegen die Kalte zu verwahren, und die Nässevon selbigen abzuhalten; weit beedes diesen Bettenschädlich ist.
Bey gelindem Wetter kan man einige der bestenEndivienpflanzen in warme Rabatten versetzen, wosie stehen bleiben und Saamen tragen sollen; zu die-sem Ende mu6 man die Rabatte etwas schief anlegen,damit die Nässe um die Pflanzen nickt stelln bleibe,auch hat man hiezu sorgfältigst die kürzesten Pflan-zen auszulesen, weiche die meisten und recht kraußeBlätter haben; sonst werden die Sorten in zweyoder drey Jahren so ausarten, daß sie nichts mehrtaugen-
Sehet sorgfaltig nach euern Blumenkohlpflanzen,die unter Rahmen stehen, und nehmt alle abgestan-dene Blätter weg; liese man selbige daran, würdendie Pflanzen in Gefahr seyn, wenn so schlimmesWetter emflele,daß man die Fenster, um ihnen Luftzu geben, zwey oder drev Tage lang inct t öftneudürffte, wie bey diese? Jahrszeit manchma'en ui ge-schehen pfleget : denn von solchen faulen Blätternwird die eingeschlossene Lust in den Beeten faul unddumpfig, welches den Pflanzen höchstens nachtheiligist; daher mus man selblge, sobald sich welche zei-gen , wegnehmen und den Pflanzen bey gelindemWetter so viel Luft geben als möglich ist: denn wer-den sie zu dieser Za^^szeit schwach , so sind sie imnächsten Monat nicht im Stand der Ki'ltc zu wider-stehen, wenn man sie dahin, wo sie bleiben müssen,pflanzen soll.
Diejenige, welchen bereits die Gurcken und Me-lonenpflanzen aufgegangen, müssen auf selbige zudieser Jahrszeit sehr wohl Acht haben, sonst wurdensie durch ein geringes Versehen alle daraus geben.Das Beet muß beständig in temperirter Warme er-halten werden, und bey jeder Gelegenheit mus manihnen Luft geben, damit sich der Dunst aus demBeet ziehe; hiebe» aber bat man sehr vorsichtig zuverfahren : denn giebt man ihnen zu viel kalte Luft,so ist solches den Pflanzen eben so schädlich; und diegröste Kunst dergleichen Wanzen frühe zu haben,bestehet in genauer Beobachtung aller dieser Dinge.
Sollten etwann von strengem Frost, oder durchsonst einen Zufall, die Blumenkohlpflanzen verlohnren gegangen styn, welches in sehr harten Winternmanchmalen geschiehet: so mus man, so bald als esdas Wetter erlauben will, ein gutes Mistbeer zurecht machen, und solches mit etwas Saamen be-säen, um einen neuen Vorrath von Pflanzen zu be-kommen, welche, wenn sie sorgfältig er:"gen werden,Vierzehen Tag oder drey Wochen nach denjenigen,die im Herbst gezogen worden, gute Häupter habenwerden. Gleicherweise sol? man auch einige Kraut-pflanzn ziehen, wenn die erste Saat wixrathen wä-re. Aus Mangel dieser Vorsicht, haben össters vielekeine frühe Gewächse bekommen.
(A) Die