geschehen pfleget, sonst wird der Boden bald aus-Lesogen seyn.
WEIN.
S. 490. Cel. i. ist l. 14. von unten , der Ab-lag : 6. Grosse Hche :c. ausgelassen." so auch l. 1 i. der Absay: 7. der gänz-liche Mangel. :c.
S. 4yy. Ccl. 2. l. 27. von umen, seeze starr,alrc, neue Fässer.
N?as in diesein Arcickel vom N>ein S. 508.Col. 1. l. i». stehet: Aus den verschiedenen Wein-bergen :e. ist nebst den übrigen Absagen, bisS s,o. wo stch der Arncfe! endiger, alles inder neuen Ausgabe ausgelassen; dagegen aberliest man in selbiger folgendes:
Ich habe bereits gemeldet, daß junge Neben nie-malen so guten Wein als solche bringen, die zwan-zig bis dreysig Jahr all sind, daher denn gar nichttu hoffen stehet, daß diese so junge Weinberge, der-gleichen in Engeland gepfianzet werden/ so gutenWein bringen sollten, als sie wohl thun mögten,Wenn sie alter waren; sonderlich aber diejenigen,Welche um London in einem fetten Gartenboden ge-pflanzet werden, wo sie insgemein eine platte ebeneLage haben, und vielmals in einem inederigen nas-sen Land sind. Bey diesen Unkommlichkeiten, undbey dem Mangel genügsamer Erfahrung , was so-wohl das Pflanzen und Warten der Reben, alsauch die Art und Weift, Wein zu machen, anbelan-get, in welchem letzeren, die meisten, so in EngelandÄZein zu machen unternommen haben , sehr unwis-send gewesen sind; kan man sich gar keine Hoffnungwachen,daß sich die Sache nach dieser Art , bey unssollte ausführen lassen. Die letzeren Jahre sind zwardieser Unternehmung gar nicht günstig gewesen, un-terdessen soll man sich doch um eines oder zweyer kal-ter Jahre willen nicht abwendig machen lassen; in-dem ein gleiches auch sich in denjenigen Ländern zuereignen pfleget, in welchen die kostbarste Weine ge-Machet werden : denn es sind in selbigen öffters sehrnasse und kalte Sommer, so daß die Trauben nichtreif werden; alsdenn aber nehmen die Winzer ihrtZusticht zu der Kunst, und suchen zur Zeit der Wein-lese ihren Weinen zu helfen. Dem Mangel dieserErfahrung aber ist es hauptsächlich zuzuschreiben,daß oie Weine, so man in Engeland gemachet, mis-talhen sind.
In denjenigen Landern, wo die Hitze nicht starckgenug ist, daß die Trauben vollkommen zeitig wer-den, oder wenn bey schlimmer Witterung die Trau-ben nicht zur Reife kommen, ist ihr Safft allezeitwasserig und mager, und also zum Gahren sehr ge-neigt ; wenn man sich nun aber der Kunst nicht be-dienet, die Gahrnng zur gehörigen Zeit zu hemmen,so wird der Wein sauer, und hernach ist es unmög-lich ihm wieder so aufzuhclfe",daß er gut werde, undvb man schon durch Vermischung dieses schwachenUnd sauern Weines Mit einigen starcken freMbdenWeinen, einen Tranck daraus machen kan, der sichderkauffen last: so wird solcher doch niemalen so rein^der gesund seyn, als ein Wein der ohne solche Kün-Mey gemachet worden; daß aber einige Weinhänd-ler dieses gethan haben , ist von denjenigen behaup-tet worden, welche ihnen den englischen Most ver-pufft haben ; und diesem««^ ist einige Jahre herdiel englischer Most verkauft worden, den diejeni-gen zum mischen, und einen Wein zum Verkauf zubrauen, gebrauchet haben, welche die Kunst verstehen
demselben einen Geschmack zü aeben. We«n als»dem englischen Most mit den Weinen anderer Lan-der konnte geholfen, und selbiger lrincklar gemachetwerden; wenn num ausfindig machen könnte, wiefelbigcr, zur ,-'eit da m n Wein macl-et, zu tracti-ren seye, so, daß man ihm nicht nur alleine Starckegeben,/ondern auch verhindern könnte, daß er durchdie W ahrung nicht sauer würde: so sollte sich die'erWein besser halten und gesünder zu trincken seyn,als andere gemischte und gebraute Weine, und dieCache ist der Aufmerksamkeit aller derjenigen, diedie Hortp-lanzung und V'rbess'rung der englischenWeinberge wünschen, gar wohl werth.
Das erste was man in Engeland bey Machungdes Weines zu beobachten ha., wenn di? Traubenso reif geworden, als es die Witterung erlauben will/bestehet da'innen, daß man die Trauben um denMittag bey trockenem Wetter lese , damit sie nichtnaß seyen, wie auch , daß man sich sorgfältig büte,mit den unreifen Trauben keine reifen"zn mischen,daher es denn am besten ist, man sammle anfangsnur dieienigen, welche am ersten reif sind> und ma-che aus selbigen guten Wein, lasse aber solche, ssnoch nicht so reif sind, stehen , um sie ein andermalzu lesen »und einen schlechteren Wein daraus zu ma-chen , welches besser seyn wird, als wenn man, ummehr Wein zu erhalten, alles miteinander mischenwollte, wodurch solcher nur schlechter werden wür-de. Hernach so!l man die Beeren von den Kommenabpflücken , wobey man denn alle faule und unreifeBeeren wegwerffei? muS, und nur diejenigen in dieKufe werffen soll , so gut und reif sind Wenn derSaft ausgepreiset worden, kan inan, ehe noch dieGahrnng begonnen hat, einen Theil des Saftesoder Mostes in/inen oder zwey grosse Kessel giessen/nachdem man nämlich viel oder wenig Wein machenwill, und diesen soll man so lange kochen , bis er s>tdick als Honig geworden, hernach mischt man ihnunter den gährenden Most/den man in der Kufe ge-lassen, dadurch aber wird verhindert, daß er nicht züstarck gähre nnd zu herb werde: denn dieses maltetden Wein satt, auch halt er sich besser und wird züeinem angenehmen gesunden Tranck : denn wennder Safft vor der Eahrung so gekochet wird,, sodampfet nur das Wasser weg, der Spiritus aberbleibt, und wenn man gleich weniger Wein erhält/so bekommt man doch einen b.'ßern. Dieses hat einsinnreicher Mann zu erst versucht, und also, ohne al-le andere Kunst und Mischung ,aus den englischenTrauben den besten Wein gemachet, dergleichennoch keiner vor ihm hat machen können. Bey sei-nem ersten Versuch kochte er allen Most, aber nichtbis zur Honigdicke, sondern nur eine ku'zeIeit lang/damit ein Theil des Wassers ausdunsten mögte,aber dabey fuhr er nicht so Wohl, als bei) jener Ma-nier, weil der Most nicht so gut gohr; wiewohl auchder Mangel der Warme im Zimmer, wo man denWein machte, Schuld daran gewesen s'vn mag:denn wenn zur Zeit der Weinlese kaltes Wetter ist>da soll man durch Sekuna eines Ofens die Luft imGemach zu erwärmen suchen, welches gar vieles zurBeförderung der Gahrung des Weines beytragenwird.
Nachem die Trauben von minderer oder mehrererGüte sind , nachdem soll man auch den Saft mehroder weniger kochen, wie ancb , nachdem man ihnschwächer oder starcker baben w'll - denn wenn matiihn so lange korbet, daß weh»- Wassers ausdünstet/so wird was überbleibt, starcker und kräftige'- seyn/Welches die köstliche griechischen Weine beweisen/Hhhh 4 ivii