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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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y^ühe und Kosten erfordert, der künftige Gewinnaber gewis ist, und überdem mus es denjenigen, diezum Landleben Lust haben, ein recht grosses Vergnü-gen seyn, wenn sie sehen, wie die Baume, so sieselbsten gesaet haben, jährlich zunehmen.

Es giebt viele Leute, so Schlagholz pflanzen, wel-che? sie alle zehen^bis zwölf Zahre fallen , nachdemes nämlich gut wachset. Dieses pflanzt man insge-mein im Herbst, entweder von Zweigen oder jungenPunzen, so man aus den Wäldern nimmt, dadenn das lezere dem ersteren allezeit vorzuziehen ist.Dieses Schlagholz wird insgemein aus vermiede-nen Bäumen geptlanzet, als aus der Eiche, derBliebe, der Kastanie, der Aesche, der Bircke, derWeide :e. Doch tragen die Aesche und Kastanie, wosie gut wachsen, am meisten ein, weil die aeschenenStangen viel gelten, und zuRciffen gebraucbet wer-den können, daher man denn für den guten Verkaufdiese? Schlagholzes, wenn e? zum Folien 'augt,nicht zu <0N1">1 hat. Will man aber da? Schlag-holz stehen lassen, da ftll kein Stammholz dai'."" -^nn:denn wenn sich die Wipfel der Bäume ausbreite!»und da? Schlaghol; überwachsen , so stebet diese'davon ab, und wenn man im Schlaaho^z di'Stämme auf den Stocken läst, werden solcheniema en gros werden. und dergleichen Holz:stniemalen so gut, als dasjenige, so aus einer junge:»Wurzel wächst. Wer einen Versuch anstellen wiwird überzeuget weroen, daß es beeden vorträgli-cher seye, wenn je^es in einem besondern Waldwächst.

Wo man aber Schlagholz in einem Land pflan-zet, da keine Baume stehen, da ist es am besten denSaamen auszusäen, sonderlia. wenn man Kastanien,Eichen oder Buchen baben will: denn ob es schoneine du-chgängige und überall angenommene Mei-nung ist, 5aß sie durch das Pflanzen vtel Zeit erfah-ren, so binicbdoch des Gegentheils versichert: dennwenn man die vom Saamen erwachsene Pflanzenvom Unkraut rein halt, werden sie in acht oder zehenJakren, diejenigen, so gepflanzet worden, überwach-sen, und das Schlagholz, so nicht versetzet worden,dauert und bleibet viel länger gut, als das andere,ja es ist so wohl für das Schlagholz als Stamm-holz am besten, daß man für-selbiges den Bodenwohl zubereite, mir einer Umzäunung verwahre,und den Saamen aussäe. Dabei, wn-d man sowokl fahren, daß man innerhalb zwanzig ^a'renrecht viel Zeit wird gewonnen haben, dieses abexwü schet jeder der etwas pflanzet.

Die Zeit zum Holzfällen erstrecket sich vom No-vember bis in den ^ebruarium , als zu welcherZeit der Safft in den Bäumen, verhärtet ist: dennso der Safft in den Bäumen, wem? >>e gefallet wer-den, fliesset, so greift der Wurm das Holz an,und macht solches bald verderben; wenn man alsodauerhaftes S tammbol; haben will, soll man solchesallezeit in den Wintermonaten fällen. Da aber dieEichenrinde zum Lederqerben so gut ist, so hat manein besetz gemachet, vermöge welches diese Baumeim Frühling gefället werden müssen, da sich die Rin-de leicbt abschälen läst, dadurch aber wird dasHelzso wohl zum Scbiff- als Häuserbauen untauglichxemachet, indem es gerne springt, reist und schwin-det, und vom Wurm bald angegriffen wird. Die-semnacd würde e? dem gemeinen Besten vorträalicbersey!« wenn vermög eines Gesetzes, jedermann ver-bunden würoe, die Rinde von den im Frühling zu

fallenden Bäumen abzustreifen, die Baume aberMit ihren Zweigen, bis in den folgenden Wintcrstehen zu lassen, als wodurch beede Absichten erre^chet werden können.

Der Character ist:

Ist eine Psianze, so unter das Pappelge-schlecht nchorer. Der Ivlch der ^lume beste-het aus einem -Alar, so am Aand in fünf Theileein wenig zertheilet ist Tie 25Iümc bt siehetaus fünf ^?lacrlcin, die sich ausbreiten. In derNAtte derselben sin er der evfsrnngc Srempsel,den funf^aven umgeben, die mir dem Griffelzujammen w. chjen, und einen walzenförmige»?Zvörper solnunn. Im Ixelch »fr ein Suamen^gehäuft einhalten, u?elck?er siei) an zwer Se»^ren offner, und einen stumpfen Saamen cnt?hält.

Die Sorten sind:

». fvlii cvrcl^!0- ovzti's terrzti»»

I.in. i-lo^r Die Waltheria mit ovalen herj^forlnigen Blattern, so am Rand ausgezacket sind.

Z. >.i> foliis l^ncecilnri5 serrstis. ?lor»Waltberia mit spiessönnigen Blattern, di<am Rand ausgezacket sind.

Dieses Pflanzengeschlecht ist in den französischenL^enwieen der Äcademie der 'lViffensi^esret»von Herrn D'Ijnard beschrieben worden, der sieX-Iunulperm2itb.lez genennet, weil die Pflanze derAlthee dem äusserlichen Ansehen nach gleichet, undda jede Blume nur einen Saamen hat, hat ibmdieses Gelegenheit gegeben, diesen Namen zu ma-»chen; Herr Linnaus aber hat so>cheu in laiche-ria verändert, den Herrn A»:gust Fnederiet)Weither zu ehren, der Professer ju L.ttpz»g undein guter Botanieue gewesen.

Diese beede Pflanzen wachsen in den meisten west^indischen Inseln häuffig, und von daher habe ichauch ihren Saamen erhalten, welcher sehr wohlan^geschlagen hat, und wenn die Pflanzen im Lohbeetim warmen Glashaus stehen, so wird ihr Eaawtjahrlich reif.

Sie wachsen staudig und werden sechs bis achkSchuh hoch, treiben auch lange Seitenäste, welch?mit weichen wollichten Blättern besetzet sind,.>5wechstlswcis wachsen. Die Blumen sind klein fvon Farbe gelb, und sitzen auf einen Bündel bey^sammen. Sie wachsen auf langen Stielen, die a»?den Winckeln der Blätter kommen. Die Blun»^dauern nicht lange, nnd haben kein besonderessehen, daher man dann auch die Pflanzen seltei^als nur in Kräutergärten, um der Mannigfaltigkc"willen, halt.

Diese Pflanzen sind zu zart in Engeland, auAso qar im Sommer, in freyer Luft zu dauern; ausvtreiben sie nicht, wenn man die Töpfe nicht in c>"Lohbeet eingräbt. Daher mus man den Saam^in ein Mistbeet säen, und wenn die Pflanzen verl?tzet werden können, mus man jede in einen besi»'dern kleinen Topf setzen, und in ein frisches Mistbe^eingraben, hernach aber eben so, wie andere za^Pflanzen des nämlichen Landes tractiren.zweyten Zakr werden die Pflanzen blühen und g"ten Saamen tragen; doch tan man sie drey bis vie»Zahre behalten, wenn man sie öffters versetzet, u>Hdie Wurzeln beschneidet, damit sie sich nicht zu siarc»vermehren: denn wenn man die Pflanzen in» Lov