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als man ihn mit Genster besäet, so, daß man durchdiese Pflanze ziemlichen Vortheil gezogen. In den,jenigcn Landern aber, wo die Feuerung nicht theuerist, oder auf solchen Feldern, wo gutes Gras oderGetreide wachst, verlohnt es sich nicht der Mühe,Genster zu bauen, und ich habe solches hie nur ange-führet, um zu zeigen, daß auch ein schlechtes Land,so genutzet werden könne, daß es seinem Eigenchums-herrn jahrlich ckwcs eintraget.
Die zweyte Sorte wächst urspringlich um dasVorgebürg der guten Hoffnung herum, wo sieinsgemein fünf bis sechs Schuh hoch wird; in Eu-ropa aber, wo man sie in einigen Garten, als et-was seltenes hält, wird sie nicht leicht halb so hoch.Den Winter hindurch in Engeland in freyer Luftauszudauern , ist sie zu zart; daher man sie denn,mit andern dauerhaften ausländischen Pflanzensor-ken , die zu ihrer Erhaltung keiner durch Kunst ge-machten Warme nothig haben, in Gewächshäusernhalt.'
Man vermehret sie durch Einleger, welche insge-mein zwey Jahre brauchen, ms sie sich so bewurzelehaben , daß sie zum Versetzen taugen. Weil nunalso diese Pflanze in unserem Clima etwas schwer zuvermehren ist, ist sie in den englischen Garten nichtZar gemein worden , zumalen da sie hier zu Landeselten Saamen bringet, und in Engeland, nurmanchmalen blühet. Weil es aber eine immergrü-ne Pflanze ist, so räumen ihr diejenigen, so Liebha-ber von c>er Botanie sind, in ihren Garten, um derMannigfaltigkeit willen, einen Platz ein.
S. 46z. Col. ist nach l. ?2. von unten fol-gendes einzuschalten: Diese Sorte des Ulmen-baumes wurde zur Zeit der veränderten Regierung(rke rkime rkt.' «<.cvo >iiti »>i eingeführet, unddamals war es Mode, Hecken daraus zu pflanzen;weil aber die Rinde der Zweige, sehr rau ist, undschlecht aussiebet, auch der ganze Baum ein unor,deutliches Ansehen machet, und seine Blatter spatim Frühling zum Vorschein kommen, auch bald imHerbst abfallen, so verdienet er keinen Platz, undsollte daher aus allen Garten ausgerottet werden.
S 4^1. Col. 1. l. TZ. von unren, ist noch hin-zuzusetzen: und dieses hat Gelegenheit gegeben, daßso viele Pflanzen, so mau von diesen Bäumen ge-machet, nicht angeschlagen haben: denn wenn gleicheinige davon etliche Jahre bleiben, so^dauern dochwenige lang, und selten nehmen ihre S tamme zu,sondern werden vielmals hol, indem ihr Herz am er-sten abstehet, so, daß sie nur blos durch ihre Rindevder Schale einige Jahre lang erhalten werden,und im ersten strengen Winter, oder trockenem Som-mer, verderben sie insgemein.
Ob ich aber gleich gesaget habe, daß die Ulmen-baume, so in einer Baumschule erzogen wordenem,;sicher versestet werden können, wenn sie auch schoneine solche Grösse haben, bey welcher die meisten an-dern Baume sich sonst nicht mehr versetzen lasten, sowill ich es doch nicht so verstanden haben, als wollteich kiemit das Verpflanzen derselben, wenn sie schongros sind, anpreisen: denn wenn diejenigen, welchepflanzen» nur etwas Geduit ha^enwollen, und nie-malen dergleichen Baume pflanzen, wenn ihreS tamme im Umkreis mehr als vier oder fünf Zollhaben, so werden selbme in wenia Jahren zu bessernund viel grössten Bäumen wenden, als diejenige,welche beym Versetzen schon grösser gewesen: über-
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dem sind sie auch viel leichter von einem Ort zumandern zu bringen, und dürften nicht so siarck uute^stützet werden, auch hat man nicht zu fürchten, daßdie jungen Bäume misrathen sollten. Daher ist esbeflcr man wähle junge treibende Baume, die aberdoch in keinem besserem Boden stehen, als derjenigeist, worein sie gepflanzet werden sollen ; memalei»übergroße, auegenommen, wo man etliche wenigebrauchet, um baid Schatten zu haden, und in wl-cheii^Fäilen ist es allezeit gut, man pflanze unter diegrossen Bäume einige junge, damit wenn jene um-'schlagen, diese ihre grelle vertretten.
S. 464. Col. 2. l. 2 . von unren ist noch hin-zuzusetzen : alleine er schläget im Frühling nicht s»bald aus.
— — !. 9. von nnren : sind die 'Worte:Dann wann sie :c. bis an das Ende des Absa^
yes ausgelassen.
Inäizn .Vszliovv. Indianische Pappel-
Der Characrer ist:
Hat eine V'ume wie die Pappel, mit einew
Zweifachen Ixcich, wovon der äussere aus ei->um 2)larlem bestehet , so am Rand m sünfTheile in etwas zerschnitten ist; der inneie aberist sünfdläcreng, und bis uncen hin zertheilet.Die2 )!ume bestehet aus fünf Vlarlein, welchelänglichr und am Ende stumpf, am untern Chcilaber schmal sind, ^n der Micce sind vieleden, welche unten miteinander vereiniget sinv,und eine Säule formiren, oben aher sich aus-breiten. Aus oeni Srempfel wird nachgehend^eine sünfectichre Frucht, sowie eineRlerce aus-stehet, und fünf Fächer hat, in deren jedem ewecdichter Saame steckt.
Die Sorten sind:
1. foliis znZnlztis 5?ort. Llist-Indianische Pappel mit eckichtem Blat.
2. folii« 1 >bz is , petioliz Icinzissimi^»spt-rix. Indianische Pappel, mit Blattern,tief cingeschuitten sind , verschiedene Lappen, undsehr lange, raue Stengel haben.
z. lvliis kr^onizc zllz^e 6ivjtur!z.
dianische Pappel, mit Blättern, sowie die Bla^
ter der weisseu Zaunrübe zertheilet sind.
Herr Dillenius hat im ^Itlizmenii diesesGeschlecht den Namen Urenz gegeben, indem derCharacter dieser Wanze von allen andern Pappelgcschlechten unterschieden ist, dieser Name aberdenselben im l4o>ru Via iw.inco beygeleget wird.
Diese drey Sorten wachsen urspringlich in 6)!^indien, uud von daher habe ich auch ihren Saame"unter dem Titel indianische Pappel erhalten, wel^chen ich ihnen auch, aus Mangel eines bessernglischen, gelassen habe.
Diese Pflanzen wachsen bey zwey Schuh hoch?und gegen oben treiben sie einige Seiteuzweige, d>^se sind mit wecbselkweis weit von einander abstehe»den Blättern besetzet. Die an der ersten Sorte, Min verschiedene stumvfeWinckel zerschnitten; an de^beeden leycrn aber sind sie tief m verschiedene stu^pfe Theile getheilt. Die Blumen wachsen in de>Winckeln der Blatter, welche klein sind, und a>'^kein grosses Ansehen machen , eben daher aber w"den diese Pflanzen uur in den Gärten der Liebhabder Bokanic gehalten. ^