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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
Entstehung
Seite
295
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V!

^^werden die Trauben brandig, wovon der grö-! .^heil der Beeren verderben wurde , so, daß off-

^ an jeder Traube nicht mehr als sechs oder achtMe Leeren sey,, werden , und die übrigen werdenA und mager/ und kaum so gros, als die kleinste^bje seyn.

^.Wenn man diese Reben , entweder an offeneSpaliere, oder an --iaune pflanzet, so verfahret manselbigen eben so , als wie in den Wemgarten.^an nimmt nämlich Schniltlinge dazu, die manM)s Schuh weit von einander pflanzet, und wovonallezeit zwey in jede Grube leget. Da manvber diese Trauben nur alleine zum Essen pflanzet,

ist für eine Familie eine einzelne Reihe von mit-^mäßiger Lange gros genug, sonderlich wenn auchAlche an Mauern stehen, so vor ihnen kommen,sollte aber jemand mehr als eine Reihe haben,^tnan selbige zwölf Schuh weit von einander pflan-zn, damit sie von der Sonne und Luft gleichen Ge-bus haben.

. Was das Beschneiden und die übrige Wart die-Reben anbelanget, will ich hievon jetzt nichtsWiederholen, weil man hierinnen eben so wie bey^n Weinbergen verfahret, und bereits vorher um-Endlich davon gehandelt worden; daher ich nichts,nur noch dieses hinzuzusetzen habe, wie ich näm-"ch finde, daß die Traube, welcher die meisten Wi»Kr in Frankreich den Vorzug geben, und von ih-^kn Auvernat genennet wird, wie bereits gemeldetWorden, die nämliche seye, so man in E"gel.;nd die^aue Büscheltraube (rke biue <^iuiter )Kennet, und welcbe bereits lange in diesem Land anDauern, zum Essen, gepflanzet worden; daher mcM^nn von selbiger leichtlich Schnittlinge bekommenk«n.

S. 4 ,0. Col. 1. l. ?o. seye vor dem Wort:<>ie Düngung :c. die Aahl 6.

S. 4 »2. Col. 1. ist nach!, zo. folgendes einzmicbalren: Was diesemnach jchund nach EngelandSehet, kommt meistens in lüften, und ist kein schwar-ier Wein mehr wie sonsten, auch wird er gleich, sobald er gemachet worden, versendet. Unterdessenp^egen sie noch immer in Chianti, wo sie die Dru,^Sträube bauen , welche von den wilden sehr UN»!ers,Mieden, und viel grosser und köstlicher ist, dieseWit andern zu mischen, wodurch ihre Weine so wohldie starcke Farbe, als ihreRohiqkeit bekommen, wel-ches die lLngeländer ziemlich lieben.

G. 41z. Col. 2. l. zi. seye statt: Zu gehöri-ger Zeit :c. Im Frühling.

S. 41s. Cos. z. l. 22. ist hinzuzusetzen. Dasiweyte Pressen giebt mehr, als das erste, weil nun-mehr die Trauben wohl zusammen gedrucket werden,Und nicht so starck an den weiten heraus treuen.

S. 4 >9. Col. 2. l. 2 z. von unren , seye starr:vor erlich zwanzig ,c. Vor etlich vierzig :c.

Die S. 422. Col. r. stehende drey Absaye:^nd ist mir :c. das schönste Merckmal :e. Es sindvon dieser :e. sind in der neuen Ausgabe ausge-lassen.

S. 428. Col. l. 20. Ulosse, seye, Alosse.

VM5 Dieser Artickel ist ausgelassen,

Und der Leser wird auf Vsccinnim verwiesen.

. ?urcc - gor^, oder ^kins. Gensttk.

«inst.

u 295

Der Character ist:

Hat eine Papilionsblume, so aus der Fahne,dem ^xiel und den Flügeln bestehet, und in ei-nem bleibenden Aelch eingeschlos.cn ist, derzwey eyformige, hole 2)laclcin hat. Die Fah-ne ist gros, aufrecht, und senctrcchr herzför-mig. Die Flügel sind langlichr, stumpf undkürzer als die Fahne. Der Aiel ist in zweyTheile getheiler, welche stumpf sind, und zehenFa0tn liebst den, Scempfel iimjchusien. ^leunvon den Faden »nachen zusammen einen Kör-per aus, der übnge stehet einzeln. Aus demSrempfel wird hernach eine langlichre aufge-laufene Schöre, worinnen verschiedene nieren-förmige Saamen enthalten sind.

Die Sorren sind:

1. I^i.cx kolio 5uk lili^uli8 spinis lukulüto, ple-

no, scuto ^c»rt. Lliik^ Gemeiner Geilster.

2. foliis obtusis loliczriis, iimplici-

duz. ?wr 2lfricanischer Geuster, mit stum-pfen einzelnen Blattern.

Die alten Botanisten haben dieses Pflanzenge-schlecht , und I'piirti>>m ge-nennet; weil dieses aber zusammengesetzte Namensind. als sind selbige verworffen worden; da auchein ander Geschlecht den Namen 5cniNz bekommen,hat diesem Herr Lmnäus den Namen beyge-leget, welchen ihm bereits Plimus gegeben hatte-

Vom gemeinen Genster giebt es zwey bis dreySpielarten, die man auf den Triften und Heiden,in den meisten Theilen von Engeland, häuffig fin-det; weil sie aber ins besondere nicht von einanderunterschieden sind, so verdienen sie nicht hier ange-führet zu werden, sonderlich da es solche Pflanzensind, so man wenig ziehet.

Diese Pflanzen vermehren sich selbst sehr häufigdurch ihren Saamen; wenn sie diesemnach in einemStück Feldes Sitz gewonnen, überlauffen sie baldden ganzen Platz: denn wenn der Saame reif ist,offnen sich die Schotten von der Sonnenwarme,und da treiben sie den Saamen, mit einer Schnell-kraft, von sich rings herum und weit hinweg, wel-cher sodenn bald aufgehet; dadurch aber wird derBoden mit jungen Pflanzen an.gefüllet, welche nichtleicht auszurotten sind, wenn sie einmal wohl Wur-zeln geschlagen haben.

Vor einigen Jahren hat man den Saamen die-ser Pflanze ausgesäet, nm Hecken davon um die Fel-der zu ziehen, und wenn der Boden leicht war,wurden die Pflanzen bald starck genug, um einenZaun zu machen, wodurch das Vieh abgehaltenwerden kan. Da aber diese Hecken nach etlichenJahren unten ganz nackend wurden, auch öffters ei-niqe Pflanzen nicht wohl anschlugen, so, daß in denHecken Oeffnungen entstunden: so hat man seit ei-nigen Jahren nicht viel dergleichen Hecken mehr ge-zogen. Hingegen haben einige den Saamen dieserPflanze in einen schlechten, magern, sandigen Bodengesaet, wovon sie mehr Nutzen gezogen, als immereine andere Saat ihnen gebracht haben würde, son-derlich an solchen Orten, wo alle Sorten vonBrennmaterialien theuer sind: denn man brauchtdiesenGenster oft,umOeffen damit zubeitzen,Kalchund Ziegel damit zu brennen und Malz zu dörren.Und ich weiß, daß an einiqen Orten, wo die Feue-rung kostbar fallt , ein schlechter Boden, wovonder Morqen nicht funsSMling getragen haben wür-de, das Zahr über an Werth ein Pfund getragen hat,Eeee, als