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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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Seite
270
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27c» L?

Der erste Absa; ist folgendermaßen verän-dert worden:

Die erste und zweyte Sorte wachsen häufig inSpanien und porrugall, aus welchen beeöen Läu-tern man den Saamen leichtlich haben kan. sel-biger soll, um die Mitte ecs Aprils, in ein Beetvon frischer, leichter Erde gesaet werden, da esdenn am besten seyn wi?), ihn in Grublein einenZoll tief zu säen. Diese Grüblein sollen nur einen'Schuh weit von einander stehen, und in selbigekan man den Saamen drey Zoll weit von einanderlegen, da denn die Wanzen Piaz haben werden,bis auf das folgende Michelsfest zu wachsen, dennvor dieser Zeit ist es nicht sicher sie zu versetzen.^ Auchsoll man sie nicht langer sieben lassen; denn sie trei-ben M'ace Wurzel seh? ties in den Boden, undwenn diese abgeschnitten oder abgebrochen werden,wenn j-e schon gros geworden, schlagen die Pflan-zen insgemein lim. Ob ich gleich hier angerathenhabe, den Saamen im April zu säen, fo ist dochdadey zu -ueicken, wenn das Wetter gut ist; sonst istes dejftr.sol des langer zu verschieben: denn dieserSa-me verdirbt ?o leicht im Boden, von der Kälte oderNaste, als die Pbaloln, wenn also für diese gutesWetter ist, kan man denPftimensaamen sicher jäm.

Um Michaelis kan man von jeder Sorte einigeganzen auebeben, mTöpie sehen, und im Win-t m Verwahrung bringen; einige andere hingegenkan man an einen warmen Ort pflanzen, wo tro-ckener Bo)en ist, wo sie sebr wobl dauern werden,wenn der Winter nicht strenge ist. Auch ist es gutei-üge Pflanzen im Saatbeet zu lasten, wo man sie,wenn ein strenger Winter einfiele, mit Matten undenras Gestrvde, so man um ihre Wurzeln leget,verwahren kan, damit die Kalte nicht in die Erdedringe: denn diese Pflanzen sind so zart, daß sie beysiarcker Kalte in freyer Luft nicht dauern, ob siegleich bey einem gelinden Winter gar wohl wach-sen ; doch will es allezeit nöthig seyn, von jeder Sor-te eine oder zwey Pflanzen in Topfen zu haben, da-mit man sie im Winter verwahren, und die Sortenerhalten könne.

Die dritte und vierte Sorte hat Herr Tourne-forr in der Levanre entdecket, und den Snamendavon nach Frankreich geschicket, vorjezt abersind sie in Engeland sehr rar. Sie,sind fo dauer-haft als die andern Sorten, und können a!',o aufgleiche Weise tractiret werden. Alle diese Sortenwerden sechs bis acht Schuh hoch, und sehen fastwie der spanische Genster aus; die Zweige abersind viel dünner, und die Blumen sind, so wie dieBlatter, klein; doch sind die zwey ersten Sortenseil etniaen Jahren in Mengein die englischen Gar-teil gekommen, wo sie mit andern S«auden vonglei bem Wachsthum vermischet, die Mannigfal-tigkeit vermehren helffen.

Sie b-uhen im Iulio, und bey sehr warmerWitterung, wird manchmalen ihr Saame in En-gland reif.

V"lun folget unser G. 285. Col. i. stehenderAl^a; : Die fünfte Sorte:e. welcher aber nun-Mi.hr al^o anfangt: Die dritte Sorte ist in Ia-»naica;<.. uno der darauf folgende: Die sechsteSorte:c. fängt nunmehr an: Die vierte Sonett,l.no oer Adjaz : Die vier lezten Pflanzen:c. harim Ansang folgende Veränderung gelitten:D-ese Pflanzen werden aus dem Saamen gezogen,den man sich aus den Landern, wo sie ursprmglich

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wachsen, anschaffen mus : denn in diesem Clim«bringen sie keinen Saamen., Diesen Saamen >0»man bald im Frühling in Töpfe saen, so mit leict^ter, frischer Erde angefüllet sind/ und solcle meingutes Mistbeet aus Gerberloh eingraben. Einnat ungefähr nach dem Aussäen, wetten die P an?zen hervorkommen, da man sie denn, weil sie in ih^rer Jugend sehr zärtlich sind, sorgfältig tractireNmus , Wenn das Wetter warm ist, mus man ih*neu täglich frische Luft geben, auch selbige, wen»die Erde in den Töpfen trocken wird, ossters becMsen. Fünf oder, sechs Wochen nach Hervorkunftder Pfianzen, können sie versetzet werden, da mansie denn sorgfältig aus dm Töpien herausnehmen,von einander sondern, und jc^e in einen kleinenTopf pfianzen fol!, der mit leichter, fetter Erde an*gefüüet ist, worauf man sie wieder in das M'.srvceteingrabt:e.

G. 28->. Co!. 2. ist nach l. ?o. folgendersa; kinzuschaken : Dieses ist die Art, wi- die.) ü*cheniartner um London den Spinat säen; we"aber dieses Kraut viel in Suppen:c. sür g' oDTafeln gebraucht wird , so soll man den Sommerüber alle drey Wochen etwas Saamen aussäen, ulNVorrath für die Küche zu haben. Zu diesem sparenAussäen aber wird ein feuchter Boden erfordert,sonst wann der Sommer heis und trocken ist, schief?der Spinat in Saamen, ehe noch die Pflanzen er?starcket sind.

Am Ende dieses Artikels ist noch hinzuzus^yen : Wenn der Saame reis ist, welches man er/kennet, wenn er die Farbe ändert, und aufzusprin*gen anfangt, mns man die Pflanzen ausziehen,und etliche Tage ausgebreitet liegen lassen, damit ertrockne; wobey zu beobachten, daß man dieselbenaüezeit über den andern Tag umwende, damit derSaame an beeoen Seiten fein gleich trockene, auchmus man den Saamen gegen die Vögel bewahren,sonst fressen sie ibn auf. Wann er trocken ist, musman ihn ausdreschen und reinigen , auch an einensolchen Ort legen, daß dieMause nicht dazu konncN'denn sie sind grosse Liebhaber davon.

Unsere fünfte Sorte, üdirss bis-'Anicz Ac. istzur vierten geworden, und auf diese komme"folgende bttde Sorten.

s. »meric-mz , faliis oblonZis crellZtis,'

sloribus iiibis. Amerikanische Spierstaude, tvitlanglichten ausgekerbten Blättern, undweissenBl^me».

6. amen'canz, foliig rotunch'5 glsbris«

mir.ime serrztiz, ttoribuz rubiis. Americanist^^

Spierstaude, mit runden glatten Blättern, soRand ein wenig ausgezackt sind, und rothenmen.

G. 288. Col. 2. l. 4. ist folgende Veränderungzu machen: Die zweyte Sorte ist in jLngelanvlan.ge nicht so gemein als die erste.

Nach dem Absaz: Die dritte Sorte:c.dieser Artikel folgende Veränderung gelitten-Die vierte Sorte ist von der dritten nichts unte^schieden, als daß die Blätter am Rand ausgekerbtsind. Für jeho ist selbige in den Baumschulen niev»gar gemein; auch wird sie für keine besondere Sort^als nur von denjenigen gehalten , welche in klnterscheidung der Pflanzen auf die geringsten Kleine