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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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in ein Bett von leichter Erde setzen, und so'6"ge begiesicn und im Schatten holten soll, bis siebewur elt haven. Sie können so lange im Beetfassen werden, bis sie recht gute Wurzeln gewon-nn haben , hernach hebt man sie a .s und pflanztleidige in Töpfe: denn last mun sie lange stehen, so'reiben sie starcke kraftuge Schollen, und sind nach-sehende schwer zu versehen, sonderlich die zweyte^i) dritte Sorte; bey der vierten aber hat man nichtw viel zu furchten, als wclche nicht so krafftig ist,^ sich nicht so leicht, wie die andere bewurzelt.<)en Sommer über soll man die Töpfe öffters ver-^en, damit die Pflanzen nicht durch die Köcher im'Hoden der Töpfe in die Erde Wurzeln treiben,Elches sie qerne thun, wenn sie lange an einem Ort!>ehen bleiben, alsdenn aber treiben sie gar frech ;^sezt man sie aber hernach, so verderben diese

Schossen, und mauchmalen auch die ganzen Pflan-»en.

05VKI5. t'ocr, dsliz. Die Casia der Poeten.

Der Lharacrer ist:

Sie ist an verschiedenen pflanzen männlichen^nd weiblichen Geschlechtes Der Relch 0er^lume besteher aus einem ^»laclein, welches inspizige Cheile zerrheller ist. Die ^?lumekeine ^»larlein; aber an den männiuDenstanzen führen sie drer kurze Läden, unodie anweiblichen haben einen tundllch:en Srem,psel, der darnach zu einer lunden 2>eere wird,^»rinnen ein einzelner Saame enrhalccn^

Wir haben nur eine Sorte von dieser Pflanze:

frutelcens b<»cc,f^s.i. <>. k Ständige

Leeren tragende Casia der Poeten, welche auch ei-die ständige Casia mit rochen Beeren nennen.

. dieses ist eine sehr niederige Staude, die seltea<^er zwey Schuh hoch wird, und holzige Zweige hat,f'e mit langen, schmalen, glänzenden Blattern be-Aet sind. Die Blumen kommen im ^>nnio zum-Vorschein, sind gelblicht von Farbe, und auf sie^gen Beeren, die anfangs grün sind, nachgehende? ^ glanzendrolh werden, fast wie die Spargel-deeren

Diese Pflanze wachst in dem südlichen Theil von^anckreicb, in Spanien und einigen Theilen vonfallen au den Seitender Wege und zwischen dennelsen wild, last sich aber sehr schwer in die Gärten?en'ctzen» und wachst auch nach dem Versetzen nicht,°'eseml>ach kan man diese Pflanze nur einig und al-, >ne aus den Beeren ziehen, welche man dahin säen"us, wo sie bleiben sollen. Diese Beeren liegen^gemein ein Jahr im Boden, ehe die Pftanzen«um Vorschein kommen, und manchmalen bleibenlwey bis dre» Jahre liegen, daher man dann.en Boden v>'r drey Jahren nicht umgraben soll,sich Pflanzen nicht ekender zeigen. Den> aamen mus man aus denjenigen Orten kommenWn, wo die Pflanzen urspringlich wachsen : dennman in den Garten ziehet bringen keine, auchselbige mit grosser Mühe zu erhalten.

<. äfnczn k»s>vorr. Africanisches

^acobskraut.

Der Characrer ist:bar eine ^usamn'enyesezre Dlume, so aus^'en Blttmiein und halben ^lüm'ein besteber,^ ^ vo„ einen' gemeinen Zxelch umgeben rver-Die Älümlein sind Zwirrer, uns bestehen

aus einer am Rand au?rrczac?ren Röhre. Diehalben Älümlein sind 'N^^lbleln, und haben ander einen Seite ein jci males zungenahnlict esSrüct, jo sich über den Reich hinaus erstre-cket. Jede von den onirrerblunien hat fünfkleine Haben. Die weiblichen Blumen habeneii.^n langlichten Stengel, der herntchzli einen»einzelnen langlichren Saaiuen wird, so obenerrvas N)oUe führet.

Die Sorten sind:

». Oruonnx folii! iniimi!, l^nccolatis inre^rri»m>8, supcriorikus linuzro c!enr->n°. l.in.l4ort. CI>l?Staudiges, afri.anilchesJ^cobskraut, mit Hirsch-krautblättern.

2. O folijz Iznceolzris inrcßerrimix

^orr.c^litf. Ständige«,aflicanifeyesIacobskraut,mit ganzen saffrigen Blättert,.

Z. folüs binnztiticliZ. lme2-

rikri!! I^UI. »»rl. (.liff. Staudiges afri-

canisches Jacobskraut, mit B atlern des Dolden-tragenden Wermuths.

4. Lllliis mulrißäis l>ne?r>bU8. ?Ior»

I cx «l. S taudiges, africanisches Jacobskraut, mitMeerfenchelblattern.

Diese PfliM-en wurden von den meisten botani-schen Seribenten unter das Geschlecht vom Jacobs-k>-aur aesetzet, bis sie Herr Äoerhaave in «einemVerzeichnis der in; leydnischen Garren bisind-ljchen ^lauter davon abgesondert, und ein beson-deres Geschlecht unter dem Namen, l^or,!, darausgemacl et hat; seitdeme aber hat Her»- L'nnäus die-se Sorten von den andern hinweggenommen, undselbige 0rbonn<» benennet.

Sie wachsen alle urspriuglich im Land um dasVorgcbürg der guren Hossnung herum, und dau-ern daher in Engeland den Winter nicht aus, wes-wegen man sie denn auch in Töpse pflanzet, und imWinter ins Gewächshaus setzet. Es sind staudigePflanzen, welche in diesem Land drey bis vier Schuhhoch werden, in den Orten aber wo sie urspringlichwachsen, werden sie viel höher. Sie wachsen garleicht aus abgeschnittenen Aweiglein, welcbc sich sehrbald bewurzeln, wenn man sie in den Sommermo-naten in eine schattige Rabatte setzet, haben sie abersich wohl bewurzelt, soll man sie ausl eben und inTöpfe setzen: denn last man sie lange in den Rabat-ten stehen, so breiten sie ihre Wurzeln weit aus,und treiben starcke Schossen, so, da»! man sie nacb-gehends nicht mehr so sicher versetzen kan. Übrigenssind sie in allem so zu tractiren wie das Otteotper-mum.

Da die Blumen dieser Pflanze von schlechterSchönheit sind, so sind sie nicht überall beliebt; s->atman aber im Gewächshaus Plaz, und man willvon ieder Sorte eine oder die andere Pflanze in sol-chen halten, so vermehren sie durch ihre verschiebent>«lich geformte Blatter, welche sie das ganze Jahrhindurch behalten, die Mannigfaltigkeit.

Ike kircl-cherrx, oder (hcrr^. Qaurel.K- Vogelkirschen.

Der Cbaracrer ist:

Der Aelch der Dlume ist nloclenföltniy, undbestehet aus einem 2>latlem^ jo j.ch oi.er aus-Eee 2 drei-