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den Pflanzen von Canada abgebildet, und unter den
Titul OriZ^num <lzn»6ense tislnlolum beschrieben.Diese Pflanze ist in den meisten nordlichen Gegen-den von Amerika sehr gemein, wo die Einwohnerdieses Kraut anbrühen, wie Thee krincken, und esden «Ozuxcgurhee nennen. In Engeland giebteö Leute welche diese Pflanze eben deswegen lieben,und solches wie die Melissen (Laum ) brauchen.
Die erste und zweyte Sorte sind sehr schöne Gar,tenpflanzen. Die erste bringt grosse Kopse von fei-nen scharlachsarben Blumen, die lange schön bleiben,sonderlich wenn sie in einem nassen schattigm Ortstehen, wo sie im Julis und Augusto bey zweyMonate lang blühen. Es ist eine beständige Pflan-ze , welche sich durch ihre kriechende Zweige leichtvermehret, indem selbige auf der Erde liegen undsich bewurzeln, daher man sie denn aueheben, undversetzen kan; auch kan man sie durch abgeschnitteneAweiglein vermehren, wie die Münze, oder auchdurch Theilung der Wurzel. Die beste Zelt sie zuversetzen, ist im Herbst, damit sie sich wohl bewur-zeln, ehe die Kalt« kommet; hernach aber hat mannicht zu o>.iurcvtt'n, daß ihnen die K^lte oder auchdas trockene Wetter im Frühling schaden sollte,und so wird sie starck blühen. Diese Sorte dauertdie strengste Kälte in freyer Lufft aus.
Die zweyte Sorte bringt gelbli.hte und schwarz-gefleckte Blumen, welche nebst den purpurfarbenBlauern, die den Stengel gerade unter den Wic-keln der Blumen umgeben, ein feines Ansehen ma-chen. Diese und die dritte Sorte, dauern seltenlanger als zwey Zahre; da sie auch nicht leicht iniLngelund guten Saatmn bringen, so sind sie inden englischen Garten nicht so gemein, als die ersteSorte. Die vierte Sorte dauert etliche Zahre,und kan wie die erste fortgepflanzet werden, weil sieaber von schlechter Schönheit ist, so wird sie vonwenigen in den Garten gehalten.
Wenn man den Saamen dieser Pflanzen ausAmerica bekommet, soll man ihn im Frühling inein Beet aus leichter Erde säen, und wenn man ihnfeucht erhält, werden im ersten Jahr viele Pflanzenaufgehen; öffters aber bleibet er auch bis in dasfolgende Jahr m der Erde liegen, daher man selbigeungestöhret lassen soll.
G. 57. Col. 1. ist der lezre Absaz dieses Arti»ckels : Diese Pflanzen :e. ausgelassen, an dessenGrelle aber stnv die zwey folgenden gekommen.
Diese Pflanze hat in lLngeland Früchte getra-gen, welche wohl gereifet haben. Weil aber wenigFleisch an ihnen ist, so verdienen sie kaum daß mansie in ü:ngetand um Ihrer Frucht willen ziehe: die-jenigen aber, so Liebhaber auslandischer Pflanzensind, sollen wenigstens eine oder zwey Pflanzen vondieser Sorte haben, weil sie ein anmmhiges Anse-hen hat wenn sie blühet, wie auch wenn sie Fruchteträget.
Wenn die Pflanzen etwas erstarcket sind, kanman selbige frischer halten, als wenn sie noch jün-ger sind, da sie denn auch langer dauern werden :denn treibet man sie vermittelst der Warme zu starck,so bleiben sie selten über drey oder vier Jahre. ZmWmur lassen sie allezeit ihre Blätter faüen, unddie Fruchte, so si- in England M agen, sind anden Pflanzen, nach abgefallenen Blattern reif ge-worden. Wenn die Frucht reif ist, siehet sie wiecandirtes Confect aus.
1U0
kwn'i'iä.
G. z?. Col. 2. ist nach l. 12. von »wtensol^gendes einzuschalten: Herr Linnaue hat den ^men dieser Pflanze in I^leuoc»rpi! verändert, uuein andere« Geschlecht kionriz genennet.
S. r8- Col. l. ,s. ist noch hinzuzuseycn:
Man kan sie auch durch abgeschnittene Zweiglein »er-mehren, welche man im Iulio in Töpfe, dlenmfetter Erde angefüllet sind, setzen, in ein recht nunsiges Mistbeet von Gerberloh eingraben , und beyTag für der Sonne verwahren soll. Mit Anfangdes Septembers werden sich diese Zweigleinwurzelt haben, da man denn jedes in einen klen^nTopf setzet, und wieder in das Lohbeet eingrabt, bl»sie Wurzel geschlagen, hernach aber kan man n»wie die alten Pflanzen traetiren.
Kl0kv8.
S. s8. <Lol. 2. l. 28. von unren, ist nach Vir-xir>ienli5 hinzuzusetzen, ^rbor.
G. sy. Col. i. l. T,. ist folgendes hinzuzus^yen : Und da diese Frucht bis spat in den Herbsthin dauert, so wird feldige, wenn die Baume nich'recht in der Sonne stehen, auf ihnen schimmlicht,sonderlich bey feuchmn Wetter, oder in kühlen Näcl)^ten.
Dieser Baum liebet einen fetten leichten Boden,dergleichen in dcn Kuchcngärten um London anzu-treffen, und welcher tief ist. Z» dergleichen Orte"sind einige sehr grosse Bäume befindlich, so fcho"viele Zahre stehen, und diese alten Baume tragennach Proportion viel mehrere Früchte als die jun-gen, auch ist ihre Frucht grösser und wvhlgescbma-cker. Diese alten Bäume bringen wenig mannlicheBlumen: denn ich habe allezeit wah geinunmen/daß wie die Baume an Alter zunehmen, so, nachProportion, die Menge der mannlichen Blumensich vermindere. Auch habe ich einige Baume g^sehen, die, als sie noch »ung waren, vornehmlichmannliche Blumen getragen, nachdem sie aber zwan-zig Zahr lana gestanden, viele Früchte und wenigmannliche Blumen gebracht haben.
Wenn diese Bäume in einem sehr starcken oderseichten Boden gepsianzet sind, wachsen sie nichtviel, sonderlich wenn der Boden leimig oder kreidigist: denn in beeden werden sie moosicht, und neh-men niemalen starck zu.
S. 59. <Lol. l. l. -9. von unren, ist nach dau-erhaft , folgendes einzufcht.Ilen: am geschwinddesten aber können diese Baume in Menge aus dei"Saamen gezogen werden, den man häussig aus der"südlichen Theil von Fr^nctreich oder aus IraneN>haben kan. In i^ugeland wird dieser Saame awbesten auf folgende Weise ausgesäet: man legtnämlich ein mäßiges Mistbeet an, worüber n»a"Bögen aus Reiffen machet, und solche mit Matte"bedecket. In dieses Beet soll man um die Milttdes Merzen den Saamen jaen, und einen Vier-telszoil hoch mit leichter Erde bedecken. Bey 1^trockenem Wetter mus man das Beet öffters be<giessen, und bey Tag gegen die Hitze mit Matten it"Schatten halten, auch bey Nacht wenn es kalt mbedecken. Bey dieser Wart werden die Pflanze"in fünf bis sechs Wochen aufqehen, und weil sitanfangs etwas zärtlich sind, mus man sie gegen d<eMorgen froste verwahren, als welche sich imöffters einstellen und diese zarte Pfiarneu verderbe"machen. Wenn man selbige bey trockenembegiesset, und vom Unkraut rein hält, werden sie l"'