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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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Getreide brachte, als darein gesäet worden. Daaber aar nicht zu vermuthen war, daß man fürdiese Felder würde Düngung anschaffen können,sahen sich die Pachter gezwungen, die Erde zusam-menzubringen, daher nun diese Felder ode liegen,und ein Kies-oder Kreidenboden sind, worauf we-der Gras noch sonst eine Pflanze wächst. Durchdiese Begierde zum Pflügen ist der Pachter ihre An-zahl vom Vieh verringert worden, und folglich ha-ben sie auch nach Proportion weniger Dung bekom-men , so, daß sie entweder die Dungung theuerkauffen, oder ihr Land unfruchtbar liegen lassen mu-sten. In jenem Fall, mus der Pachter, wenn dasGetreide wolfeil wird, verderben, und in diesem,wird jedermann leichtlich sehen, was sowohl derMiethmann als der Landsherr für Folgen zu erfah-ren habe. Daher ist es höchst nöthig, daß die Ei-genthümer der Ländereyen wohl darauf fehen, daßauf ihren Gütern nicht mehr Land angebauet werde,als der Miethmann düngen kan, damit das Landbey Krassten erhalten werde; wie auch / daß mannach Proportion der verpachteten Felder, so vielVieh halte, als nöthig seyn will, welche» abernicht geschehen kan, wenn man nicht allezeit nachPro-portion der angebauten und verpachteten Felder,mit genügsamer Weide versehen ist, Viele begehenaus Jrrchum, in Ansehung des Umzäunens einengrossen Fehler, wenn sie glauben, die Umzäunungender gemeinen Trifften seyen ihren Gütern sehr vor-träglich, und es kan auch wohl Pachter geben, wel-che den Eigenthumsherrn , um ihres Eigennuzenswillen dazu bereden; alleine wo dieses geschehen, dahaben sich die Einkünfte bald vermindert, und vielweniger getragen, als der Nutzen der Umzäunungausmacht; dieses aber kan gar nicht änderst seyn.Denn wenn es keine gemeine Trifften giebt, woraufdie Pachter im Sommer ihr Vieh können treibenlassen, so ist es nicht möglich, daß sie auf ihren umzäun-ten Trifften genug Vieh sollten halten können; >venndiesemnach die Abtheilung und Umzäunung der Fel-der in einem gemeinen Land, gleich grossen Nutzenbringen sollte, so kan doch die Aufhebung gemeinerTrifften der ganzen Nation nicht anders, als schäd-lich und nachtheilig seyn. Es könnte noch viel hierangeführet werden, wodurch die schlechten Umstän-de, worinnen sich die Pachter überHaupts befinden,gezeiget werden könnten : doch dieses wenige wirdhinlänglich genug seyn, ein und den andern Mannvon Einsicht dahin zu bringen, daß er diese Sachein genauere Überlegung ziehe, weswegen ich michdann nicht länger dabey aufhalten will.

^mericzn Viburnum, oder Lamzrz.Der americanische Mehlbaum.

Der Characrer ist:

Der Aelch der Vlume ist in vier Theile zer-theilet , die Äluine bestehet aus einem Alar,lein, von unregelmäßlger Form, und har einewalzenförmige Röhre, so sich über den Reicherstrecket, und sich oben ausbreitet, wo sie infünf Theile zerschnitten ist. In der Mitte der25lume sitzet der Srempfel mit einer krummenNarbe, (Stigma) den vier Laden umgeben, wo-von zwey länger als die andern sind. Ausdem Srempfel wird Hernact) eine rundlichteFrucht, die sich in zwey Zellen offner, und ei-nen rundlichren Saamen enthält.

Dieses Pflanzengeschlecht hat Pater plumiergenennet, welches der americanische Na-me der Pflanze ist, weswegen Herr Linnauv

tznz daraus gemachet hak, welches MI alter NawtVom Viburnum ist.

Die Sorten sind:

l. kzliis «ppoklis petio?2N5, lloN'

im« czpitztjz. l.in. ttorc. ciiik Americanischek

Mehlbaum, mit gegen einander überstehendentern, und Blumen die beysammen stehen.

1. foüiz oppoliriz petivlAtis, cIvIe

zculezro l^in. »orr. (jiik. Americanischer Meh^bäum, mit gegen einander überstehenden Blättern»und stachlichtem Stengel.

z. foliiz oppolitis <ortjzti'5, petioiZ'

ti, , kirlms, ftoribus czpirstis. Amerikanischer

Mehlbaum, mit rauen herzförmigen Blattern, s»paarweis wachsen , und dessen Blumen auf einen»Kvpf beysammen stehen.

4. foliis lznceolzti; iellilibuz, canle

Zlzbro. Americanischer Mehlbaum, mit lanzen«'formigen Blättern, so dichte am Stengel wachsen,welcher glatt ist.

s. kbliis oppotiti, petiolztl! , czule

kirluto, tloribus fpicztis. Americanischer Meb^

bäum, mit Blättern, so gegen einander überhen, und haarigem Stengel, woran die Blumenin Aehren wachsen.

6. foliis zlremiz lelTilikus, florib^

5>Iir?riis. l^in. liort, tllit?. Der Mehlbaum mitBlättern, die wechselsweis ohne Stiel wachen,und einzelnen Blumen, insgemein der Jasmin >n>t

Stemeichenblättern. (jiextezv'tl ^»smine.)

Die fünf ersten Sorten wachsen in den wärmster!Theilen von America , wo es verschiedene andereSorten giebt, so am Wachsthum und Form de?Blätter und Blumen unterschieden sind. Auch h^ben wir zwey Spielarten von der ersten und zweyte^hier angeführten Sorte, die eine mit Pomeranze^farber Blüte, und die andere mit gelber, welchewenn sie welcken will, purpurfarb wird. Die dritteSorte bringt weisse Blumen, die nur klein sind»und also ein schlechtes Ansehen machen.

Die vierte Sorte ist von niederigem Wachsthun?»indem sie selten über drey Schuh hoch wird.Stengel dieser Sorte sind glatt, und die Blatt/lwachsen dichte an selbigen; die Blumen sind sch»"purpurfarb.

Die fünfte Sorte wächst auch niederig ; dieZweige sind nicht so holzig, wie an den andernten; die Blätter sind breit und spitzig, und dieganze Pflanze ist sehr haarig. Die Blumen wac!)^sen an langen Stengeln, sind purpurfarb, u>>^sitzen dichte in einer Aehre beysammen. Auf ^folgen grosse Purpurfarbe Beeren, welche man w'Westindien isset.

Alle diese Sorten wachsen in der Insel Iania^ca wild, als von wannen ich offters den Saame^davon erhalten. Die lezte Sorte wurde mir a»»dem nordlichen Theil dieser Insel zugesendet. S>ewollen alle im Winter ein mäßiges Glashaus l)^ben, wenn sie in Engeland dauern sollen, immer aber kan man sie an einen bedeckten Ort hil^aussetzen, da sie denn lange blühen werden,ein recht feines Ansehen haben. Die zwey erste"Sorten blühen offters vier bis fünf Monat lan?'wenn sie änderst im Glashaus nicht zu starck gett^ben werden: denn da sie ihre Blumen in denekeln der Blätter bringen, so kommen mit dennehmenden Schossen immer neue Blumen, bis M

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