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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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^0>1 diesem Vaum geschrieben haben, welcher jedochur wenige sind, haben chn Campechyhot; genen-tt, weil er so hauffig in der Bay von Can.pechp; da man ihn aber auch in vielen andern^Senden gefunden, so ist diese Benennung nicht"ct» schicklich für selbigen.

foliis p^nnztiz, soliolis ovztc»-^rcj^jz iKiutholz mit gefiederten Blattern, deren^ppen ey- und herzförmig sind.

Dieser Baum ist an den Orten, wö er urspting-tlch wächst, sechz^'ben bis vier und zwanzig Schuh^ch, und die Stamme sind insgemein sehr krumm^nd unförmlich; auch wachsen die Zweige ganz un-deutlich und sind selten viel mit Blättern besetzet,daß er ein schlechtes An Wen machet; hingegendas Holz schr dienlich, roch, scharlach und auchInders damit zu färben , und ohne selbiges wüM^ schwer seyn , einige dieser Farben zu machen.-> a dieser Baum in der Bay von Campechy uNSHonduras in Menge wachst, welche beede Orte die^puiucr wiriLiich besitzen, und das Recht^zu b>a-ben behaupten, aile andere Nationen von Fällung^chs Hoitzes abhalten zu können, so sind zwischen"^nen und andern europäischen Machten vieleItrittigl'eiten entstanden, sonderlich aber mit denAngeländcrn, welche die Freyheit, vermög altervertrage zu haben behaupten , daß sie dieses Holzttn beeden gedachten Orten fällen dürften; aüeine^ stehet zu boffen , daß die Engländer aus ihrenB leuel, Kolonien in America mit dieser WaareWerden zu versehen seyn, weil dieses Holz daselbst^en so gut als in dielen beeden Bayen wachst, da»her cs blos der Nachlässigkeit der brircischen Colo-Wen zuzuschreiben, wenn man nicht so viel diesesHolzes hat als die Engelander brauchen, weil sie^se Baume in den Sumpfen nicht ziehen, worin-"en es doch sonst wächset: denn innerhalb zehen oderiwvlfJahren wachsen diese Bäume, aus dem Saa-ten, gr»s genug, auch hat man beobachtet , daßklinge dieser Bäume, so in den brircijchen Inseln^pflanzet worden, in wenig Jahren Saamen ^e-^agen haben, wodurch selbiger ausgestreuet, undbenachbarte Gegend mit jungen Pflanzen angöslullet worden , welche ohne alle Besorgung ganzUt dahergewachsen. Sollte man also nur etliche^äume in allen sumpfichten Gegenden der Inseln^nzen, und dafür sorgen, daß sie nicht von an-dern Pflanzeil überloffen werden, würden sie sich in'venig Jahren in diesen Sümpfen ausbreiten, undfügsamen Vorrath von Holz bringen. Doch diePflanzer sind , wie ich fürchte, nicht so neugierig,^gleichen Versuche anzustellen, indem sie sich nutallein den Zuckerbau angelegen seyn lasten.

Diese Pflanze wird in Lngeland in einigenLustgarten um der Varietät willen gehalten. Der^aame wird öffters aus America zu uns gebracht,wenn selbiger frisch ist, wachst er leichtlich,^enn man ihn in ein gutes Mistbeet säet> WennAn auch hernach die Wanzen in einem maßigenMftbeet halt, werden sie noch in dem nämlichenbey einem Schuh hoch werden, so länge auch^ Pflanzen noch jung sind, haben sie insgemeinLaub. Nachher aber nehmen sie nur wenig zusind ordentlich sehr dünne mit Blättern be-llet. ^ sind diese Pflanzen sehr zart, daher sie^nn beständig im Lohhaus gehalten werden müssen,M wenn man sie daselbst gehörig begiesset, und dasGlashaus bey guter Warme erhalt, können dieGanzen gar wohl erhalten werden. Vorjetzo sind

!!l. Theil»

einige dieser Panzet! in Engeland , die bey sechsSchul) boch sind, und so t^ut treiben, als ob sie mihrem Vatterland ivären.

.^fiiczn i-lc>ne^suclvle Vulz<>»

Die Halleria.

Herr Linnäus hat diese Pflanze dein Herrn Alb»recht Haller, gewesenen Professor der Botanic inGorringen zu Ehren also gcneimek.

Ihr Characrer «st:

Der Reich der Blume beste bet aus einemBlättern, so in drey Theile zerschiurren ist, un-ter weichen der obere mehr Breite, als diebeeden andern hat. Die Blume bcsteber auseinem Bläclcin, und siehet der Form nach derC?ranrblume gleich , bar eine Rohre > Weicheoben dicker wird, zuruckgebogen, und an»Rand iN vier Theile gxrbeiler Ist irren in»der Blume siner der Srempscl, den vier LädenUingeben, wovon zwev länger, als dre beedenandern sind. Der Gtempfel wird bernach zueiner runden Beere, die zwey Lächer hat, inderen jedem ein Gaamrnkorn stecket.

In Engeland giebt es von dieser Pflanzenur eme Sorte.

kolü's ovztis jc)nAiruciiiiz!i'ter lerrstis-.?Ior. Z^ie Halleria mit eyförmigen länglich^gezackkcn Blattern.

Der englische Name ist dieser Pflanze von eini-gen Gättnern beygeleget worden, welche beobach-tet haben, daß die Blume, der Form nach, derBlume der Lonicera gleichkäme , da sie ihr dennaus Mangel eines englischen Namen , den Namenkl/-^oneysuckle beygeleget haben. Dochkönnen sie solchen auch von dem lateinischen Namenhergenommen haben , den ihr Herr Boerbaavegegeben, indem er solche zu einer Art des Geisbla-tes gemachet hat, welche englisch l-lonexsuclcleheisset.

Diese Pflanze wird sechs bis acht Schuh hoch)und hat einen holzigen Stamm, der wohl mitZweigen besetzet ist. Diese haben eyföi mige ausge-zackte Blätter, so paarweis gegen einander überstehen, und das ganze Jahr hindurch grün blei-ben. Die Blumen wachsen einzeln, und sindvon Farbe roth , machen aber wenig Ansehen, weilsie mit den Blättern vermischet sind. Da aber dieBlatter im W-nter grün bleiben , so vermehren ditPflanzen zu dieser Jahrszeit die Mannigfaltigkeit.

Man kan sie durch abgeschnittene Zweiglein ver-mehren, welche, wenn sie im Frühling in Töpfegepflanzet werden , so mit leichter Erde angefülletsind, und in einem Mistbeet eingegraben stehen^bald Wurzeln bekommen. Im Sommer kan mandiese Pflanzen hinaus setzen, sie wollen aber viel be-gossen seyn. Im Winter soll man sie mit den Myr-ten und andern dauerhaften auslandischen Pflanzetins Gewachshaus bringen^

^itck ba-et vuIZv;

Der Characcer ist:

Aer Reich der Blume besteht aus einernDlätlein, welches bis unren in vier Tbeile zer-schnitten ist. Die Blume hat auch nur ein Blät-lein, und ist ebenfals bis uncen in vier schmaleTheile zerschnitten, die rückwärts gebogen sind^.

Kk Wir-