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diese Zett fangen sie an neue Wuneln zu treiben;dvchkan man sie bis um die Mille oder zu Ende desAugusts draussen lassen, hernach aber in ein mäßi-ges Glashaus setzen, wo man sie sorgfältig traeti-ren, und össters begiessen soll: denn nunmehr wer-»den ihre Blätter zum Vorschein kommen, und inkurzer Zeit sehr gros werden, wenn die WurzelnKraffte haben. Alleine man soll sie nicht auf einmalzu starck begiessen, weil sie faulen mogten. DasGlashaus, worein man diese'Pflanzen setzet, soll indemjenigen Grad, einer tcmperirten Wärme gehal-ten werden, welche auf Herrn Fovvlers Thermo-meter als temperirt bemercket wil d. 'Auf diese Wei-se werden sie sehr wohl wachsen, und wenn die Zwie-beln starck sind, werden sie spat im Herbst, oder imWinter blüben, welches ihnen einen Werth giebt,weil sich zu dieser Zeit wenig andere Pflanzen sehenlassen. Man soll diese Wurzeln nicht vffters, alsallezeit um das andere Jabr versetzen; die obereErde der Torfe aber, soll alle Jahr dreymal her-ausgenommen, und frische hinein gesüllet werden,welches die Wurzeln sehr stävcken wird.
Die Blumen dieser Sorte kommen insgemeinehe sich noch die Blätter zeigen; doch blühen diesePflanzn selten in Europa, auch bringen ihreWurzeln wenig Sezlinge: denn innerhalb zwanzigJahren, wahrend welcher ich diese Pflanze gehabthabe, hat sie nur einen Sezling gebracht, und nurzweymal geblühet ; auch höre ich nicht, daß sie inHolland besser blühe; aber sie wissen entweder dieWurzeln durch Zertheilung derselben zu vermehren;oder sie erhalten den Saamen aus der Frembde:denn in einigen Garten haben sie eine Menge dieserWurzeln. Ob aber gleich diele Pflanze nicht offtblühet, so verdienet sie doch um ihrer besondernBlume willen, einen Plaz im GlaskauS: denn ih-re grünen Blätter kommen im Winter zum Vor-schein , deren ftlten mehr als zwe» sind, selbigesind sehr lang und breit, zungenformig, und rück-wärts zur Erde gebogen, und an leder ^eite steheteines, so, daß sie die ganze Oberfläche der Topfebedecken, in welchen sie wachsen, und ganz andersals alle bisher bekannte Pflamen aussehen.
Die zweyte Sorte ist vom Vorgebürg der gu-ten Hoffnung in den Kunstgarten des Herrn Bea-monr in Holland gebracht worden ; nunmehr aberist sie in den meisten Kunstgärten von Europa sehrgemein. Diese Sorte treibt einen Stamm, soeinen Schuh hoch ist, und schwarze Flecken hat,wie die Dracl eriwurz, dieses aber hat Gelegenheitgegeben, daß ihr Herr Voerhaave den NamenDrzcuncuIoiUe! beygeleget hat; alleine da man denCharacter der Blume untersuchte, fände man, daßselbiger mit dem Character des l-l-em-mikus über-einkäme , und solchem ist sie auch von den neuenBotanisten beygesetzet worden. Die Wurzeln die-ser Sorte sind nicht bollig, sondern treiben verschie-dene ficischichte lange Knollen, die der Wurzel desSpinnenkraulcs in etwas äbnlich sehen. IhrStamm wird bey einem Schuh hoch, und aus die-sem kommen die Blatter, die den grasfarbigenStengel umgeben, sie sind ben sechs Zoll lang, ha-ben eine breite Mittelribbe, und leben am Randwellenförmig aus. Die Blumen wachsen auf star-ken Ctengeln, die aus dem Stämmen an der Sei-te der Blätter kommen, und bey andertbalb Scbnhhoch sind, auch cincDoldevon schonen rothen Blu-men tragen, welche in einem gemeinen Kelch einge-schlossen. Auf diese Blumen folgen vielmals schonescharlacyfarbe Beeren, so guten Saamen enthalten»
^ie wird durch die Sezlinge forlgepftanzetman im May abncbmen soll, als um welcl ediese Pflanzen ibre Blätter zu verüebren anfangen -deun im Iulio sind sie schon wieder l ereil neue Bla^ter zu treiben, und wachsen auch den ganzen Herbitund Wiuttr fort; zu Ende des Mav aber fange"die Blatter zu welcken an, und da mus man d><Pfanzen in neueTopfe setzen, und so sie einige <^ez^linge baben , so genugsam mir Wu zeln ve^ensind, soll man selbige abnehmen, und in TM^pflanzen die mit leimter fetter Erde angefüllet sind-Beym Versetzen dieser Pflanzen hat man so'alal^tig zu beobachten, dgk man etwas Steine undSchutt unten in die Topfe lege, damit das Wa^ser ablauffen könne: denn bä't sich solches in denTopfen aufso werden die Wurzeln bald davo'lfaulen Wahrender Zeit da sie ruhen. welche in^gemein vom Anfang des Ma>- bis zu Anfang desIulii dauert, mus man ibnen nicht zu viel Wassergeben, weil ibre Wurzeln davon faulen möaten,wenn sie aber treiben, wollen sie etwas mehr Na!I^haben.
Die«e Pflanzen müssen bestandig im trockene"Glashaus gebalten werden: denn sie treiben nichtwobl, wenn man sie bin ans schet, gescbebe sol esauch gleich bey der grosten Wärme; eben daheraber ist es besser, sie mit den l- >.,;>b ri.>^ nnd a'>^dern zarten sasstigen Pflanzen/ welche be» wa '"ne>»Wetter viel frische Lufft haben wollen, im Gla^Haus zu lassen, indem sie daselbst ausserordentlia)gut treiben, und jährlich ihre schonen B'ume'lbringen werden, welche unter andern seltenen Pflan^zen ein feines Ansehen machen. Den Winter hin-'durch mus man sie in mäßiger Wärme halten, undauch offrers begiessen; doch mus man ihnen nicht z"viel Wassers auf einmal geben, weil sie faulenmogten, Diese Pflanze balt im Blühen eben keinebestandige Zeit, doch geschiehet solches insgemeinim Iulio oder Augusts : wenn sie aber im Früh^ling blühet, so wird ibr Saame in diesem Lavielmals reis, und wenn man selbigen daraus baldaussäet, und bis in den Frühling im Glasbauslasst, hernach aber in ein Lobbeet eingräbt, so wirder sehr gut aufgehen, und auf diese Weise wir?man innerhalb eines oder zweyer Jahre viel mehr^re Pflanzen, als von den Sezlingen erhalten.
, oder
cb/wootj. Blutholz, Campechenholz.
Der Characrer ist:
Der Reich der Blume bestehet aus eine^Blarlein, rrelches in fünf Theile zerschnitlc"ist. Die Vlume hat fünf evförmige Dlarlein /die sich ausbreiten , und breiter als der Ael»>sind. Mieren in der Blume styer der Sren^pfel, den zehen dünne Fäden umgeben, dieüber die Olumenblärlein hinaus erstrecken.Srempfel wird hernach zu einer plärrente, die sich an beeden Seiten öffnet, und zrrexoder drey plarre nierenförmige Saamen enrhält.
Zur Zeit ist nur eine Sorte dieses Baumeskannt, auch ist die Pflanze noch nicht lang inropa eingeführet worden, ob man gleich dasschon lange, um roth und scharlachfarb damit Afärben, gebraucht !-at. Eben daher aber ist diesesGeschlecht von Herrn Ltnnao der Namexyinn, welches so viel als Bluehol; Heisset, be>?geleget worden. Diejenigen Autoren, so vor n)