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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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zeit um das andere Jahr düngen, und zwar entwe-der mit recht abgefaultem Mist, Asche, oder wennman sie wohl haben kan, mit recht verfaulter Loh,als welche für das Gras eine recht gute Dung ist.Diese Dung soll man aber früh im Winter daraufbringen, damit sie durch den Regen aufgelöset undin den Boden gebracht werde, ehe noch die trockeneFrühlingswitterung kommet, sonst mogte mit an-fangender Sommerwärme, das Gras verbrennetwerden. Wenn das Gras auf diese Weise gedün-get , wohl unter der Walze gehalten und abgemä-het wirc>, kan es viele Jahre lang recht schönerhalten werden; dünget man es aber nicht, oderwerden keine Schafe darauf geweioet, bleibt esselten über acht oder zehen Jayre schon.

Dieses Pflanzengeschlecht hat Herr Linnäns ge-machet, und ihm diese» Namen beygeleget, demDoct. Gt,ew zu Ehren, der ein Mitglied der Kö-mgl. Gesellschaft gewesen, und ein schönes Buchvon dcr Anatomie der Pflanzen herausgegeben.

Der Characrer ist:

Dcr Reich der Slume bestehet aus fünf dickenlanzenfölmigen Olaclem, so innenher gefarbcsino. Die ^»luine har fünf Älaclein , welchewie die vom Üxelch geformcr, aber kleiner sind»Nucccn in der ^iliine sirzer der Srempfel, derfaulenz örnng , fünfectichr und von vielen FadenUingcben ist, so am Grund der Säule veftsl-y^n, unv so lange als die Olumenblarlein sind,^achgchends wird der Srempf.l zu einervierectichren Frucht, «eiche vier Zellen har, inder<n jeder ein runblichter Saame enthalten.

Wir haben nur eine Gorre dieser Pflanze inden englischen Garten.

corollis zculjz, i_ in. I-Iorc. Olit?. DltGrewia mit spitzigen Blumenblätlein.

Diese Pflanze ist schon lange in vielen Kunstgar-ten von Engeland und Holland gehalten worden,und Herr plnkener hat die Abbildung derselben un-ter dem Namen l^Imifolia srbor ^kricanz bAccikerz, storibus purpureis, gegeben; Herr Voer-haave aber hielte sie für eine americanische Pflan-ze des Pater Pluinier, so Luiäom-» vlmi folüz,ilorc roleo. von ihln genennet wird. Allein ihrCharacter kommt mit dem der ^uiäcmiz gar nichtüberein, und diese besondere Sorte dieses Geschlech-tes findet sich in den Königlichen Garten zu Paris,ist auch von gegenwärtiger gar sehr unterschieden»Wir haben für sie keinen englischen Namen.

Sie wird zehen bis zwölf Schuh hoch, und hateinen Stamm und Zweige, welche den schmalblät-terigen Ulmenbaum sehr gleich sehen. Ihre Rindeist glatt, und von gleicher Farbe, wie die an einemjungen Ulmenbaum. Die Blätter sehen ebensalsden Ulmenblättern sehr äbnlich, und fallen im Herbstab. Die Blumen wachsen einzeln, an den jungenZweigen, aus den Winckeln der Blatter, undsind glänzendpurpurfarb. Sie lkommen zu Endedes IuUi zum Vorschein, und dauern dei^Augusthindurch, wie auch noch im Anfang des Septem-bers; in diesem Land aber folgt niemals eine Fruchtauf selbige.

Man kan sse durch abgeschnittene Zweiglein oderEinleger vermebren. Die Aweiglein soll man imMerzen abschneiden und einpflanzen, ehe die Knos-pen dick werden: denn nachgehends schlagen sienicht wohl an. Diese Zweiglein soll man in kleineTople pflanzen, so mit lettiger Erde angefüllet sind.

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Diese mus man hernach in ein mäßiges LcchbeetMgraben, woselbst sie, wenn sie gehörig begossen,um den Mittag im Schatten gehalten werden, ü>-nerhalb zweyer Monate sich wohl bewurzeln. Hier'aufkan man selbige nach und nach an die freye Lnsstgewöhnen, in welche man sie, im ^umo, an einenschattigen Ort setzen kan, wo sie bis in den Herbstbleiben mögen, hernach aber sind sie in da? Ge-wachehaus zu bringen. Die beste Zeit die Einlegervon dieser Pflanze zu machen, ist im Frühling edtdie Knospen kommen- Diese werden im folgendenJahr um die nämliche Zeit sich bewurzelt haben, daman sie denn von den alten Pflanzen abschneiden,und in besondere Topfe setzen kan, die mit linderlettiger Erde angefüllet sind.

Die beste Zeit diese Pflanze zu versehen, ist ent-weder im Frühling, kurz vorher ehe die Knospenschwellen, oder im Herbst, wenn die Blatter abzu-fallen anfangen: denn im Sommer, wenn die Psian-zen voll Laubes sind, wäre es sehr übel gethan, sikzu verunruhigen.

Im Winter sollen diese Pflanzen im Gewächs/haus stehen : denn sie sind zu zart in Engeland anl-serhalb desselben fortzukommen; doch mus man ih-nen , so viel möglich, bey gelindem Wetter, fri-sche Lufft geben : denn sie wollen nur alleine gegendie Kalte verwahret seyn. Wenn ihr Laub abge-fallen, sind sie des Begiessens wenig benötbiget; irnSommer aber müssen sie beständig begossen werden,und an einem bedeckten Ort, unter andern Psianze"des Gewächshauses stehen , da sie denn die Ma>^nigsaltigkeit vermehren helffen.

Dieses Geschlecht hat der ehemalige Doct, Ho«/stoun dem Doct. Gronovius, einem gelehrtentanisten zu Leiden zu Ehren, also genennet.

Ihr Characrer ist:

Der Aelch bestehet aus einem Dlat, welche?oben in fünf Theile gerheiler ist. Die Äluniehar fünf kleine Hlarlein, die im Arcis stehen,und sich rosenförmig ausbreiten. Sie sizr aufder unreifen Frucht, und diese wird hernachzu einem nactenden geflügelten Saamen.

Wir haben von diesem Geschlecht nur eine Sorte:

(ZkOnnviz icznclens Isppzces, pzmpinez fronte«!

Noutt. Die kriechende klettenartige Gronovia, wel-che wie die Weinreben Gäbeiein hat.

Diese Pflanze hat D. Houstoun zu Vera Crn?entdecket, und von da den Saamen nach Europagesendet, welcher in verschiedenen Gärten bekomme"ist. Es ist eine jährliche Pflanze, welche viele krie-chende Rancken treibet, wie die Cucumern, diedick mit breiten grünen Blättern besetzet sind, un^der Form nach den Weinblätiern gleichsehen.sind aber an beeden Seiten mit kleinen Stachel"besetzet, welche wie die Nesseln brennen. DieRa«^cken haben viele Gäbelein, womit sie sich an alle na-he stehende Pflanzen anhängen, und werden sech^bis acht Schuh hoch. Die Blumen sind klein un»grünlichtgelber Farbe, machen also kein besondere»Ansehen.

Da dieses eine sehr zärtliche Pflanze ist, musbald im Frühling in einem N istbeet gezogen wer-den, hernach sezt man sie ins Lohhans, und warte»sie eben so wie die k^omorclica. Bey dieserwird sie reiffen Saamen bringen; weit sie abe»

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