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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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121
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DieWurzeln dieser Pflanze sind lang und fieischicht,fast so dick als ein kleiner Finger. Diese Wur-zln kriechen im Boden fort / und dadurch vermehretNW die Pflanze; hingegen ist sie zn zart i» E"ge-"nd in freyer Lufft zu dauern. In Holland neh-men die Gärtner die Wurzel im Herbst aus der Er«"e, und verwahren sie den ganzen Winter hindurch"uhreii Glashausern, im trockenen Sand; im Früh-er t,her pflanzen sie selbige in Topfe, so mit Kich-er Erde angefüllet sind, und graben solche in einMbeet ein, wo sie hernach den ganzen Sommer^der gelassen werden; dabey geben sie ihnen be» ge-lindem Wetter frische Lufft, begieisen auch selbige^ vfft, als sie finden , daß die Erde trocken seye.dieser Wart bringen sie im Julis und Auzu-Blumen, und im cl)crober stehen die Stengelv>s an den Boden ab, da sie denn die Wurzeln aus-heben.

Die Stengel diese? Pflanzen werden insgemeinitvci) (Zchuh hoclv, und am Ende der Blatter habeni'k Gäbelein, womit sie sich an andere nahe bey ih-"en stehende Dinge anhangen, weswegen man sieStäben versehen soll, damit sie den nahe stehen-Pflanzen keinen Schaden thun. Am Ende dersweige wachsen die Blumen, aus den WinckelnBlätter, welche vortrefflich feuerfarb aussehen,^klten stehet mehr als eine Blume alifeinem Sten-weil aber jede Pflanze mehr Stengel hat, so-^uhtt auch einer nach dein andern. Diese Pflanze'II sehr gifftig; daher hat man Acht zu geben, daßweder Blatter noch Wurzeln in den Weg lie-lasse, weil sich unwissende Leute damit unver-^Ulhec Schaden thun konnten.

knol)I,e<j-rootcä li^uorice-vetck.^alderven mit knollichter Wurzel.

Der Characrer ist»

5. Hat eine Papilionsblume , deren Fahne herz»dtc Llügel aber längliche und oben ey-'^^mig sind, der Zxiel ist sehr schmal, sichelfor-Und an derSpiye,rvo er an die Fahne stös-stumpf und breirer. In der Lahne sind^Un, einen Aörper ausmachende Fäden nebst^em eizelnen, und dem zusammgedreheren^tempfel, welcher hernach eine walzenförmi-ge Schöre wird, so sich auf beeden Seiten öst-und mit nierenförmigen Saamen angefül-lt ist.

Die Sorten sind:

r»clice tukervs». l.in. l?ort. Llik?»^alderven mit knollichter Wurzel»

^2. caule perenni. I^in. l^ort. Llitk.

insgemein der carolinifche Faseolnbaum.

Die erste Sorte ist aus Virginien gekommen,^ sie gar häuffig in den Waldern wachst, SieAt grosse knollichte Wurzeln, die etliche Jahre imSoden bleiben, und jährlich verschiedene sich windendeStengel treiben, welche zehen bis zwölf Schuhwerden, und sich um alles, was nahe bey ih-UFehet, herum wickeln. Sie haben geflügeltesatter und endigen sich mit einem Blat. Ausm Winckeln der Blatter wachsen die Blumen ah-a.j^eis, oben an den Stengeln, und sind dunckel-^ Nchfarb. In Engeland folgen selten auf selbige^ Schoten, oder so es ja geschiehet, so werden diefür doch niemahlen reif, indem die Witterungk,u kall ist.

"I- Theil.

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Die Wurzeln dieser Pflanze dauern den Winterüber in freyer Lufft, wenn sie in einen leichten Bo-den, an einem warmen Ort gepflanzet sind; auchwachsen sie viel besser, wen» sie in einer warmenRabatte, als wann sie i:> Topfen gehalten werden.Und wenn man oie Wurzeln in sehr strengen Win-tern, entweder mit verfaulter Loh oder Erbsstroh,wohl bedecket um den Frost abzuhalten, so hat mannickt zu fürchten, daß sie verderbeil sollten.

Ich habe gesehen, daß man diese Pflanzen, umeine Hütte herum gepflanzct hat, welche sie im Som-mer bedecket haben, und wenn sie blüheten, mach-ten sie ein gutes Ansehen; aber sie werden erst sehrspat im Sommer hoch genug, um Schatten zugeben.

Der Saame dieser Sorte wird offt aus Ameri-ca zu uns gebracht, den man im Frühling in dengemeinen Boden säen kan, da denn die Pflanze»noch in eben dem Jahr aufgehen werden; doch sollman sie bis in den nächsten Frühling noch in demnämlichen Ort lassen, aber im Winter bedecken?denn die jungen Wurzeln lauften mehr Gefakr vollder Kalte Schaden zu leiden, als wenn sie besser er-starcket sind. Mit Anfang des Frühlings, sollman die Wurzeln dahin setzen, wo sie bleiben sollen.Sie vermehren sich auch durch Setzlinge der Wur-zel, welche man zu eben der Zeit, mit den aus demSaamcn erzogenen, Pflanzen versetzen kan.

Diese Sorte hat Herr Tournesort unter daSGeschlecht des gesetzet, und ihr den

Namen gegeben, /».lirzZulus ruderola lcanäenz,traxini folio.

Die zweyte Sorte ist aus Carolina gekommen;seit der Zeit aber hat man sie auch in Virgimen,und in einigen andern Ländern von Nordameric»gefunden. Diese Sorte hat holzige Stengel, wel-che sich um einander, und auch um die nahe stehendeBaume wickeln, und zu einer Hohe von funfzehenSchuhen, ja noch hoher anwachsen. Ihre Blät-ter sind geflügelt, und der Form nach den Eschblät-tern ähnlich; doch haben sie mehrere Tappen DieBlumen wachsen aus den Winckeln der Blätter,und sind purpurfarb. Auf sie folgen lange walzen-förmige Schoten, wie die scharlachfärben Faseoln,und enthalten verschiedene nierenformige Saamen,welche aber in Engeland niemalen reif werden.

Diese kriechende Staude wird in verschiedene»Baumschulen um London gezogen, da sie unterdem Namen des carolinischen Faseolnbaumes be-kannt ist. Man vermehret sie im Gcrober durchEinlegung der jungen Zweige, welche innerhalbeines Jahres sich wohl bewurzeln, sonderlich wem!sie bey trockenem Wetter gehörig begossen werden»Hernach kan man sie entweder in eine Pflanzschuteversetzen, daß sie erstarcken, oder auch dahin w»sie bleiben sollen. Sie müssen aber einen warmenleichten Boden haben, und in einem bedeckten Ortstehen, da sie denn die Kalte unserer ordentlichenWinter sehr wohl vertragen werden. Und wennman ihre Wurzeln mit Stroh, Farnkraut, Erbs-strvh oder einer andern leichten Bedeckung, bele-get, so hat man nicht zu fürchten, daß sie vom Frostverderben sollten.

Baumwolle.

Der Characrer ist:

Die Dlume hat einen zrveyfachen Relch;der äussere ist gros, bestehet aus einem Slar,

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