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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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109
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khum des Auges und Stammes nicht gleich; so,man in der Grösse des Stammes , und überOrt wo er oculiret geworden, einen mercklichenUMerichj^i) wahrnimmt; da aber wenige von diesens^moden Sorten so weit gekommen, daß sie in^.ngrlund Saamen gebracht. so haben sie dieoaumschulgärtner oculiren und pfropfen müssen.

Die in unserer Übersetzung stehende 17. Sor-^ ist ausgelassen.

iTtach dem ersten Adsa;: Es giebt von dieser<>lume :c. stehet folgender neuer :

Herr Linnaus hat aus allen diesen Sorten nur«wey gemachet, weil er den Unterschied nur in derWurzel suchet, indem die Wurzel der funszehendenPorte, »der der persiamschcn L.Uie,rund, der^ngen ihre aber platt ist ; alleine die Blätter und-öluinen einiger dieser Sorte», sind vielmehr un-terschieden, als an vielen andern Pflanzen, welche^ für verschiedene Sorten halt, so aus dem Saa-ten gewachsen.

FROST. Zu diesem Arrickel ist folgendeGehrung gekommen.

^ Im Jahr iM. hatten wir einen andern strengen/ivuiter, der in den Garten , Feldern und Wäl-grojfen Schaden gethan; wir empfinde» dieMrckang davon noch in ^ngcland , und man^rd sie viele Jahre hindurch in Europa spüren,.-^hoffentlich wird es den, Leser nicht unangenchm>^)n, wenn ich i'ier einige Umstände von dem daher^Ustandeneu Schaden ai^sühre.

^llm die Herbstnachtgleiche sieng der Wind ausworden und Nordost zu wehen an, und fuhr so,At weniger Veränderung, sechs Monate lang fort.Meich ig, November war, neun Tage lang, ein^ständiger fchasfer Frost, und da war das Eis inGossen Teichen, und in andern stehenden Wassern,^ hart gefroren, daß es die Menschen trug, die'Ut Schlitschuhen darauf liefen; doch zu Eude des^ovembers nahm der Frost etwas ab, und daes nur schlechte Mcwgenfröste, bis an den Christ-as , da es des Morgeus sebr starck fror, worauf^rnach alle Morgen ein gleiches geschahe; am acht-zwanzigsten Sepren.'der aber, wehete der<villd sehr scharf aus Novdost, und verursachte^ sM- strenge Kälte. Diese Nacht drang die5">te sehr nef in die Erde, >^nd den Tag darauf,neun und zwanzigsten, wurde der Wind sud-und wehete gewaltsain. Das Thermometer^ dielen Tag auf fünf und zwanzig Grad, unterk ">5. Des Morgens fiel etwas Schnee, der«Mc Wind aber vertrieb ihn wieder, und da die^>te beständig wuchs , wareu alle Wasser gefro-und diesen Tag war sie so starck, daß das»^iler im Flus gefröre, und ihn die Gewalt des^»tters mit Eis überzog, ehe er wieder fiel. Den>)>>gsten wehete der Wind den ganzen Tag, undbc» Starcke aus dem nämlichen Eckt, wo-Hei? -5 beständig zunabm, so, daß zu dieseriki Kälte in die meisten Gewächshäuser mbe-?, eindrang, sonderlich aber in diejenigen,stun". auch nur etwas gegen Osten

öen " ^ diejenigen Mx, st> nach Sudwesten stun-' ^unen am besten davon, wenn ihre Ruck-^)er > genug waren, die Kälte abzuhalten,sten Thermometers fiel den dreysig-

' >-er )ia.ht auf zwey und dreysig Grad unter

U l. Theil.

t'k 10?

Frost, welches vorher in Engeland nicht beobach-tet worden. Der Wind war so starck, daß esauch den stärcksten Leuten höchst des- werlich war,sich in der Lufft aufzuhalten, auch drang die Kaltedurch die dicken Mauern, und innerhalb zweyerTage sahen die immergrünen Baume und Stau-den aus, als ob sie vorn Feuer versengt worden, undabgestanden waren ; von allen Sorten der immer-grünen Gewächse blieben zu dieser Zeit, sonst keine<als der portugiesische Lorbeer, der Sevenbaum und»der staudige aerhiopische Sesel Diese bliebenmitten in einem so strengen Frost unbeschädiaet/ dadie andern alle so braun ausiahen, als ob sie schonein Zahr abgestanden wären, auch wurden einigedavon erst spat im Frühling wieder grün. Während'dieser kalten Täge war nur wenig Schnee gefallen,so, daß die Kalte tief in die Erde drang, un^ dieWurzeln gar vieler Gewächse, die nicht wohl ver-waltet waren, verderben «nachte. Die Artischo-ckenwurzeln gienqen gröstentheils in allen Kuchen-garten darauf, und nur wenige kamen davon, undzwar solche, welche man nicht einmal zu erbaltensuchte. Eine einige Reihe dieser Wurzeln, welchean einem Ort wuchsen, worüber eine g össe MengeMistes war geführet worden, welches den Bodenso hart, als in einem Fußsteig .aemacbet, kam da-von , ob sie gleich keine Bedeckung batten, undtrieben sehr wohl. Einige andere, so nahe an einemLohhof wuchsen, wo von ungefähr einige Loh hinge-worffen worden, wurden erhallen, so, daß wiralso zufälliger Weise so glücklich .a-'wescn, die guteArtischockenart zu erhalten, womit die englischer»Gärten so wohl versehen zu seyn, den Ruhm haben.'

Durch die scharfen brennenden Winde, war fastalles Gras gänzlich versengt, so , daß man in denFeldern gar nichts grünes sahe, und an vielen Or-tenwaren die lieblichsten und besten Arten von Krau-terwerck gänzlich zu Schanden gerichtet, so, daßnur anleine die rauen starcken Graesoi ten blieben,wovonldie Grasweiden grossen Schaden litten. Denein und dreysigsten des Abends lies der Wr d sehenach, und also war auch die Kalte nicht so streng,und den ersten und zweyten Ie.nuarii, schiene es,als ob es aufthauen wollte; alleine den dritten wur-de es gegen Abend wieder hesstig kalt, und denvierten Iamlarii war, des Morgens, das Ther-mometer um einen Grad tiefer als vorher gefallen»Am nämlichen Tag war der starckste Reif, den manjemalen gesehen. Die Walder, Baume und He-cken, hatten das Ansehen, als ob sie mit Schneebedecket wären , und obgleich kein Wind wehete,so war d-. ch die Lufft so scharf und durchdringend,daß es schwerfiel, die Kälte zu vertragen, mau moch-te auch gleich noch so starck arbeiten.

Das Bauholz litte diesen Morgen gar sehr, son-derlich die Eichen, die sich mit grosser Gewalt spal-teten, und im Wald lautete es diesen Morgen , alsob überall die grösten Aeste zerbrächen; in der Ferneaber, als ob Canonen losgebrennet würden. Die-ses wurde zwar damals nicht geachtet, aber dieStamme so seitdem umgefallen sind, haben genug-sam bewiesen, wie viel die Walder gelitten. Auchwar hiemit das Unglück nicht vorbey : denn die Ei-chen hatte der Frost so beschädiget, daß sie so schwachund kräncklich blieben, daß sie im folgenden Früh-ling von den Znsecten in Menge angegriffen, undihre Blatter von selbigen gänzlich aufgefressen undvernichtet worden, so, daß um^lohannis die '^au-me so kahl dastunden, als im Anfang des Aprils;und dieses Unglück dauerte zwey Jahre lang so starck

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