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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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83
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aber die Erde wenigstens fünf oder sechs Zollvict liegt, so wird solches machen, daß die RanckenMn so vicl starcker werden : denn untersuchet manWurzeln, so wird man finden, daß, wie sich die^ancken ausbreiten, so auch die Wurzeln sich ver-teilen und das Beet bedecken, und wenn die ErdeZiemlich seichte oder zu leicht ist, so lassen die Ranck.'ntäglich die Blatter hangen, weil die Erde ihre Wur-zln zu tragen , nicht tief genug ist: so, daß wann sienicht beständig wohl begossen werden, sie mcht Stär-ke genuq haben lange zu dauern, noch ftliöneFrüch-bringen , und es ist nicht so gut ihnen zuvielHasser zu geben, auch wird die Wirckung davonMt so kraffrig seyn , als wann die Erde über dem"cist dick genug angeleget wird.

folgende Absaz fange nunmehr also an:vier oder fünf Tagen :c.

S. 250. Lol. 2.L.. 11. ist nach dem Wort, aus-sen, noch folgendes hinzlizuseyen: Daß man"ie Beete über und über begiesse, wird von grossenNutzen seyn; indem dadurch diejenigen Wurzeln,welche sich um diese Zeit über das ganze Beet aus-gebreitet haben konnten, Nahrung bekommen; so'l-te auch nunmehr die Warme des Aeeces abzuneh-men anfangen, so wird es vortragt seyn, iX'S BeetUngs herum mit etwas frischem Mist auszufüttern,ihm neue Hitze zu geben : denn da zu dieser Zei!"ffters kalte Nachte einfallen , so fallt die F-ucht,Menn sie etwann so gros als ein kleiner Hinger ge-worden , öffters ab, wenn das Beet ni^t genügsa-me Warme hat. So auch über diese Fütterung vonNist , etwas starcke Erde in gehöriger Dicke qele-Stt wird, damit die Wurzeln der Pflanze in solchehinein treiben können, wird sie solches sehr starck n,Uno die Pflanzen viel langer bey Krafften erhalten,als wobl sonst nicht geschehen würde Denn wenn^,ie Wurzeln dieser Pflanzen Plaz haben / breitenne sich weit aus ; in einem Beet aber haben sie hie-nicht mehr als fünf Schuh, so, daß wenn sie sichMcht weiter ausbreiten können, die P^anzen nichtüber fünf oder sechs Wochen bey Krafften bleiben,^ sie hingegen , we,»i sie genug Erde und RaumMben, drey Monate lang tragen. Demnach,istts am besten , daß wenn man etliche Beeten nebeneinander hat, man den zwischen ihnen liegenden Bo-den mit warmen Mist anfülle, und in gehöriger Di-rke mit Erden belege, daß er oen Beeten an HöheLleich werde.

S. 25O. Col. z. !. 15. Mit Anfang des Mer-iens, serze: um die Mitte des Merzens.

Zu Anfang des gleich darauffolgende?, ?lbsa-fee,e, starr, mir Anfang , Um die Mltte des

Aprils.

S. Col. ?. l. 22. von unten, seye statt:weil sich diese pflanze, weil sich die Frucht die-ser Pflanze zc. Die Worte, wenn sie auch gleichklne Stütze hat, sind!vcggelajsen.

S. 25z. Col. 1. l. lo. ist noch hinzuzuseyen:^lleine diese Sorten pflegen sich gar zu gerne zu ver-ändern, so, daß es ungewis ist, ob sie zwey Jahr"wg hintereinander Früchte von einerley Form brin-gen, ausgenommen die mit der langen Frucht, vonWelcher ich mich nicht erinnere gesehen zu haben,daß sie sicd verandere; alle die andern aber nehmenbald diese bald jene Form an , so, daß sie selten beyverleiben Form bleiben, wel 1 e diejenige Frucht ge--Mbt, g«ren Sagmen ausgesäet worden«

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S. 2s?. Lot. 1. l. 16. nach dein Adsaz, dersich nur rciff, endiget, ist folgender neuer hin-zugekommen.

Einige setzen diese Pflanzen an die Seiten derSommerlauben, über welche sie die Ranckeu davonziehen , so, daß sie in kurzer Zeit die ganze Laubebedecken, und starcken Schatten machen; auch ha-be ich an einigen dieser Lauben die längsten Früchtegesehen. Andere pflanzen sie an Mauern, Pfahl-werck oder Hecken, woran sie die Rancken vesima-chen, und solche sehr hoch hinaufziehen. Der po-meranzenförmige Kürbis ist diejenige Sorte, welcheman insgemein, wegen ihrer zierlichen Frucht s>)pflanzet, und sie machet ein sehr gutes Ansehen>sonderlich von der Ferne. In trockenem Wetterwollen alle diese Pflanzen starck begossen seyn.

Herr Linnaus hat diesen Namen in t>clcenriäverändert, weil der hier stehende der amerieanijcheist.

Hier wird der Leser auf

ci^ verwiesen.

^loreliounä. Schwarzer Alpdorn, unächter Andorn.

Herr Tournefo; r hat diesem Pflanzengeschlecht,nebst andern Botanisten, den Namen ^Zl-ruiz^ünnr»gegeben; weil dieses aber ein zusammengefegter Na-me ist, hat Herr Linnaus t.unüi daraus gema-chst, welches ein aiter Name ist, den man einigeltandern Pflanzen dieser Classe beygeleget hat.

Der Characrer ist:

Die Blume bestehet aus einem Blaclein, un8geHörer zu den Lippenblun.en. Die obere Lip-pe sieher ausrecht, ui.d ist zweyzenckicht; dieunrere ist ein wenig isi drey theile gerheilec.Der Relch bestehet aus einem 2?lar,"ist wal«zenförnttg, und in fünf spitzige Cheiie zerschnit-ten, rvvvon sich jeder mir cmeu: Stachel endi»get. der 1-lnrtc der Vlume siner ein vier-»spalrigcr Srcmpsi l, den vier Faden umfleben.wenn die 2. lume vorbey ist, so ,l^en im Aelch«vier eyförmige Saan.en ei>:gcsi»ios,en.

Die Sorten sind:

1. Lumi-ä cz!-.cv-^ lzcini'z 5upen'ore Iztiorc;ov^ro, trincrvj. b.m. !-ors Ul'äci te? A n-dorn, dessen oberer Theil des Kelches epfvrmig ist/mit drey Ribben.

2. cal^cum Zzbio superiore trinc!c>, in-feriore blpzrritcz. I^in. t-lork. ^lii?. Ulläcrter An-dorn, dessen obere Lippe des Kelches dreyspaltig/und die untere Meyspaltig ist.

z. czlvciku^ in?rmibus lAniZeris.

ttort. Clitk. Unächter Andorn, mit glattem wollich-ten Kelch.

Die zwey ersten Sorten sind m'ederige, kriechen^de Pflanzen. Man kan ihren Saamen im April/in ein Beet von gemeiner Erde, an einen offenenOrt saen, und wenn die Pflanzen aufgehen, be-dürfen sie keiner weiter» Besorgung, als daß maiisie vom Unkraut reimqe, und da, wo sie zu dickewachsen, ausziehe. Das Versetzen aber vertragensie nicht wohl, weswegen man denn auch den Saa-men dahin säen soll, wo die Pflanzen stehen bleibenkönnen Sie werden im Julio blühen, und iniX » EepF