ZUM HUNDERTJÄHR. JUBILÄUM DES VAKUUM-APPARATES 427
war da, wo man mit sehr reinen Klären zu tun hatte, also inRaffinerien und Rohrzuckerfabriken, die Möglichkeit dieserVerfahren längst bekannt geworden; sie systematisch aus-gebildet, und durch den Bau besonders geeigneter Vakuenzum Gemeingute der Rübenzucker-, und weiterhin der Zucker-industrie überhaupt, gemacht zu haben, ist aber allerdingsganz vorwiegend ein Verdienst französischer Zucker- undMaschinenfabriken.
In Kuba wurde nach Leon das erste Vakuum 1835 seitenseiner englischen Gesellschaft aufgestellt, die an einer Fabrikbei Matanzas beteiligt war, 1 und 7 oder 8 andere von Derosne& Cail folgten bis 1843 nach; bei einer Leistung von täglich500 hl kosteten diese (ohne Dampfkessel, und nur am Konden-sator mit Barometer und Thermometer versehen) in Paris30000 Fr.; ein solcher Apparat wurde auch nach Surinamgeliefert. 2
Was die Kolonien in der alten Welt anbelangt, so empfingJava 5 oder 6 der von Derosne & Cail heimlich angefertigtenVakuen, 3 deren erstes nach Buddingh 1838 zu Tegal inBetrieb gelangte; 4 1843 erwähnt van Blommestein, dieEinführung derartiger Apparate sei sehr nützlich und wünschens-wert, bisher zähle man solcher aber nur einige wenige; 5 Leonspricht 1848 bloß von 7 oder 8 Stück. 6 — Nach Mauritiusließ der französische Plantagenbesitzer Vincent 1838 daserste Vakuum kommen, und bestätigte 1839 Derosne & Cailbei der Nachbestellung eines zweiten, er habe 50—60°/ 0 mehrZucker erzielt als bisher; 1844 waren ihrer 4 vorhanden, 7darunter ein von Pecqueur in Paris erbautes, dessen glück-licher Besitzer sogar 100% mehr Zucker als vordem gewonnen
1 „Sugar-Question", S. 18. 2 Leon, „Cultivation" S. 41, 43, 59.
3 Degrand, „Memoire". 4 „Kultuur en fabricatie der suiker op Java"
(Batavia 1842), S. 18 ff. 5 a. a. O., S. 48 ff., 53. 6 „Cultivation", S. 41;
„Sugar-Question", S. 12. * Buddingh, a. a. O., S. 18ff.; Leon, „Culti-
vation", S. 40, 41; „Sugar-Question", S. 9.