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2 (1913)
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ZUR GESCHICHTE DES NAMENSGAS". II.

Was Juncker imConspectus Chemiae" (Halle 1730) angibt,ist, wie schon erwähnt, wörtlich aus StahlsVon den Saltzen"entlehnt, doch führt er noch an, Cassius (der Entdecker desGoldpurpurs) habe beim Behandeln von Zinn mit Königs-wassergas sylvestre" beobachtet. 1 In denFundamentaChymiae" von 1732 vermeldet Stahl . das ist es, wasdie Spiritusbrenner wilde Spiritus nennen, etliche ChymiciSpiritus Sylvester oder Gas sylvestre, und Helmont Gasincoercibile." 2 Boerhaave berichtet 1732 in denElementaChemiae": beim Destillieren von Säuren und Salzen entstehtein flatus maxime elasticus, . . . ein mit Macht entweichendernicht coercibler halitus, den Helmont Gas sylvestre nannte,. . . solches erhält man in größter Menge beim Verbrennender Körper, bei Fäulnis und Gärung; 3 die Gärung lieferteinen scharfen sauren Spiritus, höchst elastisch und incoercibel,in großer Menge mit großer Gewalt ausströmend, den Hel-mont mit dem besonderen Namen Gas sylvestre bezeichnete,... ein furchtbares Gift, wenn er eingeatmet wird. 4 In der2. Auflage (1745) sagt Boerhaave, wo vomSpiritus rector"die Rede ist: Subtil, unsichtbar und ungreifbar, von höchsterFlüchtigkeit, . . . fliegt er davon, vermengt sich mit der Luft,und kehrt zurück in das allen flüchtigen Körpern gemein-same Chaos; 5 Weingeist verfliegt beim Verdunsten und Ver-brennen, ist dann sinnlich nicht mehr wahrnehmbar, und ver-flüchtigt sich in dasChaos aerium"; 6 der andere (nicht erdige)Bestandteil des fixen Alkalisalzes, (d. i. des Kaliumkarbonates)entweicht flüchtig, durch seine äußerste Feinheit jeder Sinnes-wahrnehmung entzogen, in sein altes Chaos aerium; 7 derlei(mit Säuren aufbrausende) Alkalien nannte man auch Chaos. 8Diese letzteren Sätze erregen durch ihre Paracelsische Färbung

1 S. 569. 2 Nürnberg 1732, S. 176. 3 London 1732, Bd. I, S. 202ff.;

s. auchHelmonts wildes Gas" in BoerhaavesAnfangsgründen der

Chemie" (Berlin 1762), S. 207. 4 Bd. II, S. 72, 1 u. 5. 5 Basel 1745; Bd. I,

S. 75. 6 ebd., Bd. I, S. 325. ' ebd., Bd. I, S. 645. 8 ebd., Bd. I, S. 788.