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2 (1913)
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319
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ZUR GESCHICHTE DER POTTASCHE UND IHRES NAMENS. I. 319

eine große Anzahl Untersuchungen über Mineralien, Erden,Salze usw., veröffentlichte, die reich an richtigen Beobachtungensind, leider aber auch ebenso reich an mangelhaften Deu-tungen und falschen Erklärungen; diese verwickelten den,ohnehin sehr unverträglichen und von seinem Eigenwertestark durchdrungenen Mann nicht selten in heftige und un-angenehme Streitigkeiten mit seinen Berliner Kollegen, undals 1761 Friedrich der Große, vermutlich gerade unterBerücksichtigung dieser persönlichen Verhältnisse, nicht ihnzum Direktor derPhysikalischen Klasse" seiner Akademieernannte, sondern Marggraf, kannte die Erbitterung Potts,der jenen als seinen bloßen Schüler ansah, keine Grenzen: wieThiebault in seinenMemoiren" erzählt, 1 stellte er sofortseine chemische Tätigkeit völlig ein, brach jede Beziehungzur Akademie ab, und damit diese nicht etwa nach seinemTode noch Nutzen von ihm ziehen könne, verbrannte er alleseine unveröffentlichten Papiere, darunter das Manuskripteiner ausführlichen, auf vieljährigen Studien beruhenden Ge-schichte der Chemie. Von seinen einzelnen Abhandlungenveranstaltete Pott wiederholt auch Sammeldrucke, so z. B.erschienenExercitationes et Observationes chimicae" (Berlin1738),Observationum et Animadversionum chymicarum Col-lectio" (Berlin 1739/1741),Chymische Untersuchungen" undLithogeognosia" (Berlin 1746; 1751/54; 1757); daß in diesendickleibigen und weitläufigen Quartbänden Pott selbst irgend-wo die Entdeckung der Pottasche, oder auch nur eine in diesemSinne zu deutende Entdeckung, für sich in Anspruch genommenhabe, ist mir aus deren (allerdings vor Jahren vorgenommener)Durchsicht nicht erinnerlich, auch hat meines Wissens keinspäterer Chemiker eine derartige Behauptung aufgestellt.

Schon Plinius berichtet, daß man das ägyptische Nitron(eine mehr oder minder unreine natürliche Soda), weil es selbstnach sorgfältigem Trocknen sehr zerfließlich bleibe, in ver-

1Frederic-Le-Grand", Paris 1827, Bd. 5, S. 17.