308 WER HAT DIE VERBRENNUNG USW. AUSGEFÜHRT?
Leuchten der Johanniskäfer untersucht und auf Sekretioneiner oxydierbaren Materie zurückführt), als bereits „an-erkannte Eigenschaften" dieser „reinsten Luft": „die unglaub-liche Kraft, die sie bei der Entzündung der Körper äußert,. . . . die Erleichterung der Respiration, . . . und ihre merk-würdige Entwicklung aus den Pflanzenblättern im Sonnen-lichte"; 1 die Atmung der Gewächse und die Assimilation be-zeichnet er ausdrücklich als „Entdeckung des berühmtenIngen-Housz", 2 der „groß in seinem Fache ist", 3 und nachdem „die Pflanzen ... die einfachsten Elemente begierig ausder Luft saugen". Es kann keinem Zweifel unterliegen, daßdie Versuche über die „Entzündung der Körper" eben die dasEisen, den Phosphor usf. betreffenden des Ingen-Houszsind, und daß sich besonders auf sie Forsters Worte beziehen:„Die neuesten Erfahrungen, die man in Wien mit der Lebens-luft angestellt und in Göttingen neulich mit dem glücklichstenErfolge wiederholt hat . . ." 4
Macquer sagt 1788 in seinem „Chymischen Wörter-buch": „Ingen-Housz hat wahrgenommen, daß ein Stückzarter Eisendraht, den er an einem Ende glühend gemachthatte, in der dephlogistisierten Luft sich entzündete, und nachund nach wie eine Wachskerze bei fortgesetzter Verbrennungverzehrte"; 6 als Quelle gibt er des Ingen-Housz „Ver-mischte Schriften" von 1784 an, also deren zweite Auflage.In Grens „Systematischem Handbuch der gesamten Chemie"von 1794 heißt es: e „Eine zugespitzte stählerne Uhrfeder, dieman vorher an der Spitze glühend gemacht hat, verbrenntund schmelzt-darin (in der Lebensluft) mit vielem Funken-sprühen und einem starken Glänze." 7
1 „Sämtliche Schriften", Leipzig 1843, IV, S. 377. 2 ebd. V, S. 188.
3 ebd. VII, S. 269. . 4 ebd. IV, S. 377. 6 Chymisches Wörterbuch",
ed. Leonhardi, Leipzig 1788, II, S. 698. 6 „Systematisches Handbuch
der gesamten Chemie", Halle 1794, II, S. 165. 7 s. Ingen-Housz, „Ver-
mischte Schriften" 1784, II, S. 201 und 365.