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2 (1913)
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CHEMISCHES BEI MARCO POLO

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chinesischen Mauer, die er doch mehrmals kreuzte, 1 undebensowenig erörtert er, anläßlich der Erwähnung von Kalen-dern, Edikten, Horoskopblättern usf., den Buchdruck, ob-gleich wir z. B. wissen, daß im Jahre 1328 allein die Steuerauf 3123185 Exemplare des gedruckten offiziellen Reichs-kalenders nicht weniger als 3,5 Millionen Franks einbrachte. 2

VI. Technologisches.

Erdöl quillt in Zorzania (Gegend von Baku) aus tiefenBrunnen in so ungeheurer Menge, daß man dort stets Hundertevon Schiffen damit beladen kann, und die Leute von weitund breit herkommen, um es zu holen; 3 es dient zum Brennenin den Lampen und zum Einsalben hautkranker Menschenund Tiere, ist aber untauglich zur Speise. Dies gilt auch fürdas Fischöl aus Ormuz und Sokotora 4 und für ein gewissesPflanzenöl Indiens, 5 dessen Gemische mit Kalk und Wergman in diesen Ländern ebenso zum Kalfatern der Schiffe an-wendet, wie etwa in der Mongolei Gemische von Pech undKalk zum Dichten der Särge. 6

Von den Farbhölzern ist das wichtigste das Brasil-holz oder Verzino, malaiisch auch Sappan genannt, 7 dasreichlich Nokueram (Nikobaren) und Kulam (Malabar), 8 inungeheurer Menge und besserer Beschaffenheit aber Ceylonund Sumatra hervorbringen; 9 in Sumatra sät man es auchaus, setzt die zu Rutengröße aufgeschossenen Triebe auf einanderes Feld um, läßt sie daselbst drei Jahre stehen, sammeltsie dann ab, und verbraucht sie; eine Probe des Samens brachtePolo nach Venedig mit, doch ging er dort nicht auf,ver-mutlich weil die Hitze nicht groß genug war". 10

1 Yule, Vorrede 110; I, 292. 2 Pauthier516. 3 ebd. 21.

4 103, 487. 5 Nach Bretschneider ist dies das giftige Öl der Nüsse von

Elaeococca verrucosa (Yule II, 252). 6 103, 151, 416. ' Yule II, 279, 380.

8 446, 475. 9 443, 448. 10 Pauthier 165; meist nimmt man an, daß

nach einem dem Brasil ähnlichen Holze das Land Brasilien seinen Namen