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CHEMISCHES BEI MARCO POLO
jagt und tötet; 1 in Madagaskar, Sansibar und Sokotora wirftsie aber auch die Flut oft ans Land, und die Kaufleute besuchendiese Inseln, um sie daselbst einzuhandeln. 2
V. Nahrungs- und Qenußmittel.
Brot bereitet man in der Mongolei und in China außeraus Getreide auch aus Buchweizen, Hirse und Reis; 3Kublai-Khan hat, um den verderblichen Teuerungen vor-zubeugen, allerorten große staatliche Magazine anlegen lassen,und man versteht in diesen die Vorräte so vortrefflich zu be-handeln und zu pflegen, daß sie drei bis vier Jahre lang frischund brauchbar bleiben. 4 In Sumatra gewinnt man ein eigen-tümliches Brot (den Sago) aus dem Marke einer großendicken Palme, die am besten im Königreiche Fanfur gedeiht;man holt es unterhalb Rinde und Holz hervor und verrührtes in großen Gefäßen mit Wasser, gießt das Wasser vom Satz-mehl ab, reinigt dieses, und bereitet daraus Kuchen und Brot,das wie Gerstenbrot schmeckt; das Holz des Baumes ist sodicht, daß es im Wasser gleich Eisen untersinkt. 5
Zucker erzeugt man aus Zuckerrohr, das Bengalen, 6Sansibar, 7 vor allem aber der Süden Chinas hervorbringt;in der ganzen übrigen Welt wird nicht so viel Zucker fabriziertwie nächst Kinsay, 8 Fugiu (Fu-Tscheu-Fu), 9 und Unguen(Min-Tsing-Hien), 10 und aus der Steuer, die 3 x / 3 % des Wertesbeträgt, zieht der Großkhan eine geradezu unglaubliche Ein-nahme. 11 Früher verstand man nur rohen Zucker darzustellen,als dicke, dunkle Masse, der Großkhan ließ aber Leute ausKairo kommen, die den Einwohnern die Raffination desZuckers durch Klären der Säfte mittels der Asche gewisserGewächse beibrachten. 12 — Außer dem Zucker aus Zuckerrohrgibt es auch solchen aus dem Safte indischer Palmen, der
' 485,486. 2 489, 493; Pauthier 184. s 274. 4 278. 6 445.6 125. 7 493. 8 399; Pauthier 152. 9 407. 10 405. 11 399.12 Pauthier 188.