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2 (1913)
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CHEMISCHES BEI MARCO POLO

seitens der hierzu beauftragten Beamten in Zinnober auf-gedrückt. 1

Ganz allgemein verbreitet in Kataia (Nordchina), abera uch in Manzi (Südchina), ist ein schwarzer Stein, die Stein-kohle, der in den Gebirgen dichte Flötze bildet, ausgegraben,und statt des Holzes verfeuert wird; er brennt ebensogut wieHolz, wenngleich er keine große Flamme gibt, sondern nurauflodert, strömt aber weit stärkere Hitze aus, und hält dieseso gut in sich, daß man des Abends angezündete Haufen frühnoch glühend findet. 2 Bekanntlich wurde Steinkohle inChina schon lange vor Beginn unserer Zeitrechnung benutzt, 3auch verstand man im 13. Jahrhundert bereits, aus Kohlen-klein und einem feuchten BindemittelKohlenziegel" dar-zustellen, also eine Art Briketts. 4

IV. Arome, Gewürze, Heilmittel, Drogen.

China ist das am dichtesten bevölkerte Reich sowie dasgrößte Konsumland der Erde, und die kostbarsten Warenganz Asiens strömen seinen Häfen zu, vor allem der Millionen-stadt Kinsay (Hang-Tschu, etwa in der Mitte der südchine-sischen Küste) und Zaitun (Tsiuan-Tschu-Fu, etwa in der HöheFormosas). Ein Hauptartikel des Handels ist der Pfeffer.Die indischen Inseln, namentlich die kleineren Sundainselnaber auch Sumatra, sowie die südlichen Küsten Vorderindiens,erzeugen verschiedene Sorten schwarzen und weißen (unreifenund reifen) Pfeffers im Überfluß, 5 und mächtige Schiffe, die250300 Mann Besatzung erfordern, und 50006000 dicht-gepackte Körbe fassen, führen ihn nach China. 6 . In Kinsaybeträgt allein der tägliche Konsum der ungeheuren Stadt10449 Pfund Pfeffer, 7 und vom Umsätze Zaituns erreicht derfür unermeßlich geltende des europäischen Hauptstapelplatzes

1 281; Pauthier 152. 2 281; Pauthier 152. 3 Pauthier 344.

4 Yule I, 443. 5 426, 432, 475, 477, 479, 481. 6 406. 7 384