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CHEMISCHES BEI MARCO POLO
gleichfalls aus den vier Elementen"; 1 dagegen gibt er keineKunde von den fünf Elementen der Chinesen (Wasser, Feuer,
Erde, Holz, Metall), von den „Fahnen der fünf Elemente"und von den „Schirmen der sieben Farben", 2 welche letzterenwohl schon spätere arabische Einflüsse verraten. Am HofeKublais machten sich solche zunächst vorwiegend in astro-logischer Hinsicht bemerkbar, wie schon der für die Blättermit den horoskopischen Befunden der Sterndeuter gebrauchteName „Takuini" zeigt, denn dies ist das arabische „Takwim",ein Kalender mit Angaben über die Stellungen und Einflüsseder Planeten. 3
II. Edle Gesteine.
Der Diamant, der wertvollste aller Steine, findet sichnirgendwo als nur in Murfili (d. i. Masulipatam, an der Mündungdes Kistna, im ehemaligen Königreiche Golkonda), und zwarin den Flußbetten nach der Regenzeit, und im Erdboden un-ergründlicher, von Schlangen wimmelnder Schluchten und Ab-gründe; in diese sollen die Einwohner Stücke Fleisch hinab-werfen, an denen die Diamanten haften bleiben, und dannsuchen sie entweder die Nester der Störche und Adler ab, die /jene Fleischbrocken herausgeholt haben, oder sie durchstöbernam nächsten Morgen deren Unrat; 4 zuweilen sollen sich dieDiamanten auch im Magen der Adler finden, stets aber werdendie schönsten zurückbehalten, so daß auch die besten, die nachEuropa gelangen, bloßen Abfall vorstellen. 5 — Diese Erzählungensind die nämlichen, die wir aus „1001 Nacht" kennen, undwaren offenbar dazu bestimmt, Fremde einzuschüchtern undvom Besuche der Fundstätten abzuhalten.
Rubine liefern die Gruben zu Tabris in Armenien, 6 vorallem aber die von Balaschan (in Afghanistan), 7 und hierauserklärt sich der italienische Name „Balassi" und der fran-
1 Pauthier, 59. 2 Pauthier, 256, 281. 3 151, 284. 4 466.5 Pauthier, 171. 6 84. 7 121.