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2 (1913)
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DIE BEZEICHNUNG AMMONIAK

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auf, 1 und PasisTarrifa de i pesi e misure", (der die Zeit vor1500 betrifft, gedruckt aber erst 1557 zu Venedig erschien),gibt die in den kleinasiatischen und syrischen Häfen üblichenSteuersätze und Taren fürSale armoniago" an. 2 Hiernachscheint also die von Kopp mit allem Vorbehalte ausgesprocheneVermutung wohl berechtigt, daß der neue Name desArme-nischen Salzes",Sal armeniacum", mit dem alten des ,,Salammoniacum" zusammengeworfen, und so die SchreibungSalarmoniacum" veranlaßt worden sei.

Auch Biringucci (1540), Baptista Porta (15451615),der sich rühmt, den Salmiak zuerst als natürliches Produktder italischen Vulkane erkannt zu haben, und Caesalpino(1596), berichten von dem aus Kyrene (dem NachbarlandÄgyptens) und Armenien kommenden Sal Armoniacum, dasman aus dem Mist und dem gefaulten Harn der Kamelebereite, unter Zusatz gemeinen Salzes (der bis in das 18. Jahr-hundert hinein für unentbehrlich galt); in der sehr seltenenersten Ausgabe derPirotechnia" (Venedig 1540), die wegender zahlreichen Abbreviaturen des Druckes oft schwer zu ent-ziffern ist, sagt Biringucci auf S. 36 ausdrücklichlarmeni-acho, per meglio dire larmoniacho", d. h.das armenische Salz,richtiger das armonische". NichtSal armoniacum" oderSalarmoniac", sondernSal ammoniacum" schreiben hingegenAgricola (1529), Libavius (15601616), Angelo Sala(1620),und Glaub er (1648); 3 etwa von 1650 ab erhält diese Formgänzlich die Oberhand, und macht gegen 1700 endgültig dem,aus dem altenSalarmoniac" zusammengezogenenSalmiak"Platz. Bereits Glauber wußte, daß sich Salmiak auch künst-lich darstellen läßt, und zwar durch Vereinigung von Salzsäuremit dem, durch Kalk aus dem Salmiak ausgetriebenen, schondem sog. Raymund Lull (13. Jahrhundert) nicht unbekannten

1 s. meineGeschichte des Zuckers" (Leipzig 1890, S. 103). 2 Des

Damaszener Tarasatzes für den GummiArmoniago", aus Alexandria

kommend, wird S. 52 ebenfalls gedacht. 3 Kopp, a. a. O.