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ZUR GESCHICHTE DES WASSERBADES
Verdampfung erfolgt ohne Anbrennen;" 1 auch zur Darstellungeiniger Präparate wird ebenda das Wasserbad und das Aschen-bad empfohlen. 2 Indessen ist diese Abhandlung nur in syrischerÜbersetzung bekannt, die wahrscheinlich ein Nestorianer des8. oder 9. Jahrhundertes angefertigt hat, so daß sich nichtbeurteilen läßt, inwieweit die Einzelnheiten ihres Inhaltes aufalte Quellen zurückgehen. Die begleitenden Figuren findensich aber auch bei Synesios (im 4. Jahrhunderte n. Chr.)wieder, und gingen noch zu Beginn des 8. Jahrhundertes indas sog, „Buch des Krates" über, eine der ältesten arabischenÜbersetzungen griechischer chemischer Werke; 3 was aber Sy-nesios unter dem Namen Ußijg, auf einem Dreifuße stehend,abbildet, 4 ist entschieden nicht, wie Berthelot meint, 5 ein„Bain-Marie", vielmehr steht der d. i. der Kessel, 6
auf einem Aschenbade, entsprechend der an anderer Stellewiedergegebenen Vorschrift des Synesios: „Stelle das Pro-dukt auf ein Aschenbad, das nicht durch starkes Feuer erhitztwird, sondern nur vorsichtig". 7
Die „Aichemistin Maria", die einige Historiker in das 1.,andere in das 4. bis 5. nachchristliche Jahrhundert versetzten,während noch andere sie für eine rein sagenhafte Gestalt er-klärten, findet sich in den Listen der „ökumenischen Alche-misten", d. h. der älteren griechischen von höchster Autorität,regelmäßig genannt, und wird auch in dem maßgebenden arabi-schen Autorenverzeichnisse, dem um 850 verfaßten „Filirist", auf-geführt. 8 An ihrer Existenz ist daher nicht wohl zu zweifeln,fraglich bleibt jedoch, ob ihre sog. Schriften und die Zitateaus diesen echt, und ob die sehr spärlichen Nachrichten überihr Leben zutreffend sind; 9 jedenfalls müßte sich letzteres aber
1 Berthelot, „La Chimie au moyen-äge" (Paris 1893); I, 43. 2 ebd. I,60 u. 71. 8 ebd. I, 108ff. 4 Hoefer 1, 280; Berthelot, „Coli." I, 164.5 „Introd." 164; „Coli." I, 164. 6 auch nach „Coli." 1, 166 ist Xißijg =chaudiere. 7 „Coli." III, 65. 8 Berthelot, „Les origines de 1'Alchimie"(Paris 1885), 128 und 131. 9 Hoefer I, 282; Kopp, „Beitr." 402ff.;
Berthelot, „Introd." 171.