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2 (1913)
Entstehung
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175
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ZUR GESCHICHTE DES SACCHAROMETERS USW. 175

seiner die erste Erwähnung tut, indem es die Worte gebrauchtaequa gravia in specie", d. h.spezifisch (seiner Spezies,seiner Natur nach) gleich schwer." Nach Hofmann 1 behandeltindessen schon eine Schrift, die sich unter die Werke des Ga-lenos aufgenommen findet, aber nicht von diesem herrührt,sondern von einem Pseudo-Galenos (des 3. oder 4. Jahr-hunderts?), die Gewichtsverhältnisse verschiedener Flüssigkeiten.auf ein gleich großes Volumen Wasser bezogen"; sie gelangtdabei zu Zahlen, aus denen sich sehr zutreffende spezifischeGewichte berechnen lassen (für Wein und Essig etwa 1, für Öl0,923, für Honig 1,351,50), und sagt ausdrücklichWasser istnach seiner Natur, cpvaei, schwerer als Öl". Da nun(pvaig" mitspezies" zu übersetzen ist, so dürfte der römische Autor aus einerälteren griechischen Quelle geschöpft haben, - wie dies in wissen-schaftlichen Dingen fast ausnahmslos der Fall zu sein pflegt. 2Berthelot ist der Meinung, daß die Kenntnis desHydroskopions" im Mittelalter vollständig verloren gegangensei. 3 In der Tat erwähnen seiner weder jene arabischen Schrift-steller, deren einschlägige Kenntnisse die neueren hervor-ragenden Arbeiten E. Wiedemanns und seines Schülers Ibelklargelegt haben, noch die byzantinischen, aus deren Werken(etwa im 10. Jahrhundert) der sog. Heraklius, sowie dieVerfasser derMappae clavicula" und eines Traktates imManuskripte Nr. 12292 der Pariser Staatsbibliothek schöpften, während alle diese Autoren sich mit der hydrostatischenWage und ihren Anwendungen, und die arabischen auch mitdem Pyknometer, durchaus vertraut zeigen. Es bleibtjedoch zu berücksichtigen, daß die mittelalterliche Literaturnoch bei weitem nicht genügend durchgearbeitet ist, und daßsich nachweislich so manche Verfahren und Apparate, über

1 Hofmann, a. a. O., S. 18 und 60ff. 2 Auch aus den Angaben

des griechischen Arztes Oribasios (326403) berechnet sich für das spe-

zifische Gewicht des Honigs die Zahl 1,50 (Hofmann). 3La chimieau moyen äge" (Paris 1893), Bd. 2, S. 176.