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DIE „ENTSALZUNG DES MEERWASSERS"; NACHTRAG 1
or einigen Monaten veröffentlichte ich unter dem Titel„Die Entsalzung des Meerwassers bei Aristoteles" inder „Chemiker-Zeitung" 2 einen kurzen Aufsatz, indem ich, anknüpfend an meine ausführliche Abhandlung „Che-misches und Alchemisches aus Aristoteles", die Wahrschein-lichkeit erörterte, daß es sich bei dem, im Laufe der Zeitenso viel besprochenen Entsalzungsversuche des Stagiriten, nichtum ein Wachsgefäß, äyyeiov xr'iorvov (angeion kerinon), handle,sondern um ein Tongefäß, uyytXov xsodfuvov (angeion kerä-minon); wie und unter welchen Umständen, mittels einessolchen, dem Anscheine nach wirklich aus salzigem Wassersüßes gewonnen werden könne, wurde an der Hand von Ver-suchen berichtet, die Prof. Dr. E. Erdmann, meiner Anregungfolgend, in seinem Laboratorium in Halle angestellt hatte.
Von den beiden naheliegenden Veränderungen der bis-herigen Lesart x/jtjivov in xtQufiov oder xiQdfxivov gab ich zu-nächst der ersteren den Vorzug, weil hiernach beide Wortedieselbe Anzahl von Buchstaben aufweisen. Herr Geh.-RatProf. Dr. G. Wissowa in Halle machte mich aber durcheine freundliche Mitteilung, für die ich ihm auch hier gernenochmals besten Dank sage, darauf aufmerksam, daß derGeist der griechischen Sprache an Stelle der appositioneilenForm äyyeiov xeoafiov (ein Gefäß, ein Tongefäß) jedenfalls die1 „Chemiker-Zeitung" 1911, S. 1189. a ebd., S. 629.