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2 (1913)
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CHEMISCHES UND PHYSIKALISCHES AUS PLATON

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als mittlere Proportionalen zwischen diesen die Luft und dasWasser, so daß sich Feuer: Luft = Luft: Wasser = Wasser:Erde verhält; 1 von diesen gingen die Erde aus der ersten,das Feuer, die Luft, und das Wasser aber aus der zweitenArt der rechtwinkligen Dreiecke hervor, und zwar derart, daßjene Begrenzungsflächen gewisse Teile des Raumes zu be-stimmten Gestalten zusammenfaßten, so daß erst durch einsolches Zusammenfügen und Ordnen der Dreiecke nach arith-metischen und geometrischen Verhältnissen die Elemente ent-standen; 2 mit Recht kann man sie daher alsdie zur Ent-stehung gediehene Bewegung" auffassen, 3 als Endergebnis einesStrebens nach geregelter Anordnung, bei der sich, der Naturdes Entstehenden und dem waltenden Zufalle der Bewegunggemäß, das Ähnliche zu vereinigen, das Unähnliche aber zufliehen trachtet, 4 und jegliches einem bestimmten, ihm seinemWesen nach natürlichen Orte zustrebt. 5

Aus der Schwere, Kompaktheit, Festigkeit, Bildsamkeitund Beweglichkeit der Elemente läßt sich auch deren Ge-staltung erschließen, die man jedoch nur an größeren Massen-teilchen erkennen kann, nicht an den kleinsten, einzeln garlicht sichtbaren: die Erde hat die Form des Würfels, dasNasser die des Ikosaeders, die Luft die des Oktaeders, dasFeuer, als das flüchtigste, die rein pyramidal ansteigende desTetraeders. 6 Von den bekanntlich allein möglichen fünfre gelmäßigenplatonischen" Körpern können durch einzelne°der kombinierte Dreiecksflächen der beschriebenen Gestaltn ur die vier Genannten begrenzt werden, und schon Pytha-goras (im 6. Jahrh.), Philolaos (im 5. Jahrh., vermutlich etwasjünger als Sokrates), und wohl auch Empedokles (gest. um^35 v. Chr.) brachten diese mit den vier Elementen in Zu-sammenhang; den fünften der regelmäßigen Körper, das

8 1 ebd. VI, 149ff. 2 ebd vl> 175ffi( 193| 198; Gesetze VII, 338.

Gesetze VII, 430. 4 Timäus VI, 173; Gesetze VII, 329. 6 TimäusVI,8G - 6 Timäus VI, 175 ff.v - Lippmann, Abhandl. u. Vortr. II. 3